

12.02.26 –
Wie steht es um die Zukunft des Landkreises Ebersberg? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines öffentlichen Austauschs mit Landratskandidat Thomas von Sarnowski, zu dem die Aßlinger Grünen ins Ratszimmer eingeladen hatten.
Wie es um den öffentlichen Nahverkehr steht, zeigte bereits der Auftakt der Veranstaltung: Der Zug, mit dem von Sarnowski anreiste, verspätete sich um 50 Minuten – verursacht durch Personen auf den Gleisen. Die Zeit nutzte Kreistagsfraktionssprecherin Waltraud Gruber und Ihr Stellvertreter Benedikt Mayer um die vielfältigen Aufgaben und Zuständigkeiten des Kreistags darzustellen.
Landratskandidat Thoms von Sarnowski konnte dann direkt anschließen: „Unser Landkreis hat enormes Potential, doch dieses wird durch kurzsichtige Entscheidungen und fehlende Weitsicht verspielt“. Als Beispiele nannte er die Verschwendung von 1,8 Millionen Euro an Steuergeldern für aussichtslose Gerichtsprozesse und eine nutzlose Software, die der amtierende Landrat ohne Beschluss des Kreistags in Auftrag gegeben habe. „Solche Alleingänge untergraben das Vertrauen in die Demokratie und gefährden dringend benötigte Investitionen – etwa in den Bauunterhalt oder den Erhalt freiwilliger Leistungen wie den Busverkehr.“
Besonders alarmierend sei die finanzielle Situation der Kreisklinik: Bis 2028 drohe ein Schuldenberg von rund 40 Millionen Euro, – „aber für die Rückzahlung gibt es keinen Plan!“, so Sarnowski.
Weitere Schwerpunkte waren bezahlbarer Wohnraum, die Energiewende und der Klimaschutz. „Wohnen ist ein Grundrecht, kein Luxus“, betonte von Sarnowski. Zwar gebe es positive Ansätze wie den Personalwohnbau der Kreisklinik oder neue Wohnprojekte des Kommunalunternehmens in Grafing, Moosach und Anzing, doch ohne zusätzliche Mittel aus der kommunalen Wohnbauförderung des Freistaates bleibe das Angebot unzureichend.
Auch bei der Energieversorgung habe der Landkreis noch erheblichen Nachholbedarf: Trotz des Ziels, bis 2030 klimaneutral zu werden, seien in den vergangenen zwölf Jahren lediglich zwei Windräder errichtet worden. „Jährlich fließen über 300 Millionen Euro für fossile Energien aus der Region ab – Geld, das wir durch den Ausbau erneuerbarer Energien hier vor Ort halten könnten“, rechnete von Sarnowski vor.
Die rege Diskussion mit den Gästen zeigte, es braucht einen Landrat mit wirtschaftlichem Sachverstand und Führungserfahrung. Die Menschen im Landkreis Ebersberg wollen, dass ihre Heimat lebenswert bleibt: mit Bussen und Bahnen, die fahren, Schulen, die nicht bröckeln, und einer Landschaft, die nicht zubetoniert wird“, fasste von Sarnowski zusammen.
Thomas von Sarnowski setzt auf: "Eine Politik, die Verantwortung übernimmt: für eine seriöse Finanzplanung, die unsere Zukunft sichert, für eine Verkehrswende, die Mobilität für alle ermöglicht, und eine Klimapolitik, die nicht nur Ziele formuliert, sondern sie auch umsetzt. Der Landkreis Ebersberg hat das Potenzial, Vorreiter zu sein – wir müssen es nur nutzen.“
Von: Waltraud Gruber
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