Bündnis 90/Die Grünen

im Landkreis Ebersberg

Wahlprogramm Kommunalwahl 2026

Gemeinsam für Ebersberg – heute und morgen

Wir, die Kandidatinnen und Kandidaten für die Ebersberger Kommunalwahl 2026, sind ein Spiegel unserer Stadt: Frauen und Männer im Alter von 33 bis 75 Jahren, mit unterschiedlichen Lebenswegen, Berufen und Erfahrungen. Was uns verbindet, ist die gemeinsame Überzeugung, dass Demokratie, Klimaschutz, wirtschaftliche Stabilität, gute Arbeitsbedingungen und gesellschaftlicher Zusammenhalt die Grundlage für ein gutes Leben und eine starke Zukunft sind.

Wir stehen für einen offenen, respektvollen und konstruktiven Umgang miteinander. In der Kommunalpolitik setzen wir auf sachliche Zusammenarbeit mit allen demokratischen Kräften. Unterschiedliche Meinungen gehören dazu – entscheidend ist, dass wir fair, lösungsorientiert und verantwortungsvoll diskutieren und Entscheidungen treffen, die Ebersberg nachhaltig voranbringen.

Wir wollen Ebersberg weiterentwickeln und sind überzeugt: Zukunft passiert nicht einfach – sie wird gestaltet. Dort, wo Menschen Verantwortung füreinander und für ihre Umwelt übernehmen, entsteht eine lebenswerte Stadt. Genau dafür setzen wir uns ein – mit Haltung, Engagement und Freude an gemeinsamer Gestaltung.

Auf dieser Webseite finden Sie ausführlichere Informationen, Hintergründe und konkrete Ideen, als es im gedruckten Wahlprogramm möglich ist. Wir möchten transparent zeigen, wofür wir stehen, wie wir Ebersberg gestalten wollen und laden Sie ein, sich ein eigenes Bild zu machen.

Wir machen Politik für die Menschen vor Ort – damit Ebersberg eine lebenswerte, soziale und zukunftsfähige Stadt bleibt. Es geht uns um Respekt, Verantwortung und ein gutes Miteinander.
Denn nur gemeinsam können wir Ebersberg weiterentwickeln: offen, gerecht und gut für alle.

Hier fürs Wir.

Inhalt

Klimaschutz ist Menschenschutz

Klimaschutz sichert unsere Lebensgrundlagen, schützt unsere Gesundheit und ist – das zeigt sich weltweit – wirtschaftlich sinnvoll. Der Stadtrat hat 2012 einstimmig beschlossen, dass Ebersberg bis 2030 klimaneutral wird. Wir stehen zu diesem Ziel und arbeiten daran, die Maßnahmen für die städtischen Liegenschaften konsequent umzusetzen.

Investitionen in erneuerbare Energien und energetische Sanierungen zahlen sich oft schon nach wenigen Jahren aus. Wer heute nachhaltig investiert, spart ab sofort – und macht Ebersberg fit für die Zukunft. Ein konkretes Maßnahmenpaket für Ebersberg liegt vor: von klimafreundlicher Wärmeversorgung über energieeffiziente Gebäudelösungen bis zur Umstellung des städtischen Fuhrparks.

Wir setzen auf dezentrale Energielösungen und lokale Energieprojekte, an denen sich Privatpersonen und die Stadt gemeinsam beteiligen können. So bleibt die Wertschöpfung in Ebersberg und alle Beteiligten profitieren. Damit stärkt die Energiewende auch unseren Haushalt.

Mehr Bäume und Grün, kluge Regenwassernutzung und schattige öffentliche Räume machen Ebersberg widerstandsfähiger gegen Hitze und Starkregen und sorgen für mehr Lebensqualität.

Politik und Verwaltung tragen Verantwortung und müssen mit gutem Beispiel vorangehen. Dazu gehört mehr Transparenz über Fortschritte und Versäumnisse in der Klimapolitik. So entsteht wieder Vertrauen in die Politik und eine gemeinsame Zukunftsgestaltung gelingt.

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Stadt und Natur

Wir wollen, dass Stadtplanung in Ebersberg Lebensqualität, Klimaschutz und Artenvielfalt vereint. Eine lebenswerte Stadt braucht Natur, gerade bei dichter Bebauung. Wir wollen wohnungsnahe Grünflächen ausbauen und vernetzen, um Frischluftschneisen zu schaffen. Die Aufenthaltsqualität erhöhen wir mit Schattenplätzen, Sitzgelegenheiten, Trinkbrunnen und gemeinschaftlich nutzbaren Flächen.

Ebersberg soll klimaresilient werden. Wir fördern Dach- und Fassadenbegrünung, pflanzen hitzeverträgliche Bäume und entsiegeln Flächen wie Schulhöfe und Parkplätze. Regenwassermanagement nach dem Schwammstadt-Prinzip schützt bei Hitze und Starkregen,verbessert das Mikroklima und die Grundwasserentstehung.

Wir unterstützen die Arbeit unserer Stadtgärtnerei, die innovativ voran geht und auch kleine Grünflächen ökologisch und klimafest aufwertet, um innerstädtische Lebensräume für Insekten, Vögel und Kleintiere zu schaffen. Intelligente Beleuchtung reduziert Lichtverschmutzung.

Wir setzen auf regionale Bioprodukte und wollen den Anteil biologischer und fairer Produkte in städtischen Einrichtungen und Veranstaltungen erhöhen.

Umweltbildung bleibt wichtig – deshalb setzen wir uns für den Erhalt unseres Ebersberger Waldmuseums ein. Kommunale Regelungen sollen den Tierschutz stärken, etwa bei Grünpflege, Feuerwerken und Veranstaltungen. Mähroboter sollen nachts pausieren, um Igel nicht zu gefährden.

Wir unterstützen die Initiative des BUND Naturschutz für eine Igel-Auffangstation im Landkreis Ebersberg.

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Mobilität - Wege für Morgen

Ebersberg hat mit dem Integrierten Mobilitätskonzept (IMK) seit 2024 einen klaren, wissenschaftlich fundierten Fahrplan für die Mobilitätswende. Entwickelt mit Beteiligung der Bürgerschaft und getragen von einem breiten politischen Konsens, bietet es konkrete und machbare Lösungen für eine sichere, klimafreundliche und gerechte Mobilität in unserer Stadt.

Wir GRÜNE setzen uns für eine konsequente Umsetzung des IMK ein – ohne neue Gutachten oder Verzögerungen zum gleichen Thema. Der Fokus liegt auf Maßnahmen, die sozial gerecht, ökologisch sinnvoll und wirtschaftlich tragbar sind.

Kernpunkte unserer Mobilitätspolitik:

  • Sichere Schul- und Alltagswege: Kinder sollen selbstständig und sicher unterwegs sein können. Dafür wollen wir durchgängige Radwegeverbindungen, z. B. als Fahrradstraßen in der Dr.-Wintrich-Straße oder Wildermuthstraße, sowie einen Schulradwegplan entwickeln.
  • Stadt für Menschen, nicht für Autos: Der öffentliche Raum gehört allen. Deshalb setzen wir auf Verkehrsberuhigung in sensiblen Bereichen und die Aufwertung des Stadtzentrums. Der Marienplatz soll in großen Teilen autofrei werden – für mehr Grün, mehr Begegnung und mehr Aufenthaltsqualität, vergleichbar mit einer italienischen Piazza.
    Gerade in der Innenstadt wird der öffentliche Raum heute stark vom ruhenden Verkehr beansprucht. Doch Parkplätze im Straßenraum sind nicht kostenlos – sie beanspruchen wertvolle Fläche, die für sichere und komfortable Gehwege, durchgängige Radwege oder lebendige Aufenthaltsbereiche fehlt. Deshalb braucht es ein faires und transparentes Parkraummanagement, damit öffentlicher Raum nicht dauerhaft von wenigen blockiert wird, sondern wieder für alle nutzbar wird – als Gehweg, Radweg oder einfach als Ort zum Verweilen.
  • ÖPNV für alle – barrierefrei, komfortabel, sinnvoll: Wir fordern eine Ringbuslinie, die alle Stadtteile mit dem Zentrum verbindet, und den Ausbau von Mikro-ÖV-Angeboten sowie Sharing-Mobilität an Mobilitätsstationen.
  • Tempo 30 – für mehr Ruhe und Sicherheit: Auch auf Hauptachsen wollen wir flächendeckend Tempo 30 – als Beitrag zur Verkehrssicherheit, zur Lärmminderung und zum besseren Miteinander im Straßenraum.
  • Keine neue Umgehungsstraße: Wir lehnen eine neue Ortsumfahrung entschieden ab. Stattdessen setzen wir auf intelligente Verkehrslenkung, bessere Infrastruktur für den Umweltverbund und klare Regelungen zum Schwerlastverkehr.
  • Knotenpunkte neu denken: Die unübersichtliche Amtsgerichtskreuzung und der Bereich am Landratsamt sollen endlich sicher und attraktiv umgestaltet werden – z. B. durch Kreisverkehre oder neu geordnete Querungen.

Das IMK betrachtet alle Verkehrsarten gemeinsam – zu Fuß, mit dem Rad, im ÖPNV und im Auto. Es schlägt keine Einzelmaßnahmen vor, sondern ein abgestimmtes Gesamtkonzept. Das Ziel: ein lebenswertes, klimaresilientes Ebersberg mit kurzen Wegen, hoher Aufenthaltsqualität und Mobilität für alle.

Wir setzen uns dafür ein, dass die im IMK festgelegten Maßnahmen konsequent und Schritt für Schritt umgesetzt werden – orientiert an klaren Prioritäten und unter Einbeziehung verfügbarer Fördermittel von Bund, Land und EU. Weil Mobilität kein Selbstzweck ist, sondern Lebensqualität bedeutet.

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Raum zum Leben - kompakt, bezahlbar, lebenswert

Ebersberg soll ein Ort bleiben, an dem Menschen gerne leben – heute und auch morgen. Dafür brauchen wir mehr bezahlbaren Wohnraum, damit die hiesige Lebensqualität erhalten bleibt. Deshalb setzen wir auf maßvolle Nachverdichtung statt neue Baugebiete am Stadtrand.

Wo gebaut wird, sollen sich Stadtteile weiterentwickeln – sozial verträglich, ökologisch sinnvoll und im Einklang mit dem bestehenden Charakter unserer Stadt. Kein Wildwuchs, keine Riesenblöcke – sondern durchdachte Entwicklung über Bebauungspläne mit klaren Leitlinien.

Wir unterstützen den Bau von Mehrfamilienhäusern statt neuer Einfamilien- und Reihenhausgebiete. Das ist flächensparend, wirtschaftlich und klimafreundlich – und schafft bei gleicher Grundfläche mehr Raum für Menschen. Neue Quartiere sollen grün, lebendig und sozial durchmischt sein.

Wir wollen innerstädtische Flächen besser nutzen. Über großen, zentralen Parkplätzen am Bahnhof und an Supermärkten könnte zusätzlich Wohnraum entstehen – platzsparend und gut angebunden. Andere Städte machen das vor.

Wir sprechen uns für Instrumente wie eine Leerstandsabgabe aus, um leerstehende Wohnräume wieder verfügbar zu machen. Sobald rechtlich möglich wollen wir die Grundsteuer C für unbebautes Bauland einführen, um zu einer zeitnahen Bebauung zu motivieren und Baulandspekulation zu minimieren.

In jedem Stadtteil braucht es wohnungsnahe Aufenthaltsflächen. Wir wollen eine städtische Planung, bei der innerhalb von 200 Metern zu jeder Wohnung ein solcher Ort entsteht – mit Bäumen, mit Spiel- und Sitzgelegenheiten. Das schafft Lebensqualität und verbessert das Stadtklima.

Wir wollen Familien und ältere Menschen dabei unterstützen, bedarfsgerechtere Wohnungen zu finden, z.B. mit einer Wohnungstauschbörse.

Beim Bauen soll die Stadt als Vorbild vorangehen: einfache Holz- und Modulbauweise, ressourcenschonend und wiederverwendbar. Wenn soziale oder kommunale Einrichtungen entstehen, denken wir den Wohnraum für die dort Mitarbeitenden gleich mit – etwa durch Aufstockungen.

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Wirtschaft - Wertschöfung die bleibt

Wirtschaft soll den Menschen dienen. Wir setzen auf ein starkes Miteinander zwischen Unternehmen, Gemeinde und allen, die hier leben. Regionale Betriebe sind das Rückgrat unserer Stadt. Sie sorgen für kurze, verlässliche Lieferwege und gerechte Arbeitsbedingungen. Öffentliche Aufträge sollen vorrangig an Unternehmen gehen, die nachhaltig handeln und Verantwortung für ihre Mitarbeitenden übernehmen.

Innovation, Kreislaufwirtschaft und erneuerbare Energie stärken unsere Wirtschaft und machen unsere Region zukunftsfähig und unabhängig. Gewerbeflächen wollen wir so entwickeln, dass sie die Natur schonen. Gleichzeitig stärken wir bestehende Standorte.
Den Stadtkern wollen wir so beleben, dass Handel, Handwerk und Gastronomie eine gute Zukunft haben. Zusammen mit schönen Begegnungsorten entsteht ein lebendiger Stadtkern.

Gute Arbeit bedeutet für uns: gerechte Löhne, sichere Arbeitsplätze, Mitbestimmung und echte Chancen. Ausbildung, Weiterbildung und Integration eröffnen Perspektiven für alle, die hier Fuß fassen wollen.

Unser Ziel ist eine starke, regionale Wirtschaft, die Mensch, Natur und Gemeinwohl gleichermaßen achtet und damit Ebersberg dauerhaft lebenswert erhält. Damit dies gelingt, braucht unsere Stadt eine solide finanzielle Ausstattung

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Seniorinnen und Senioren – Voneinander lernen, miteinander wachsen

Wir setzten uns dafür ein, dass Seniorinnen und Senioren in Ebersberg aktiv am gesellschaftlichen Leben teilhaben können, Wertschätzung erfahren und gut eingebunden sind – und das so lange wie möglich selbstbestimmt. Dazu braucht es eine gute wohnortnahe Versorgung: kurze Wege, erreichbare Angebote und eine Infrastruktur, die unterschiedliche Lebenslagen berücksichtigt.

Versorgung vor Ort stärken

Denn eine gute wohnortnahe Versorgung ist die Grundlage für ein selbstständiges Leben im Alter. Dazu zählen Arztpraxen und Apotheken ebenso wie Pflege-, Beratungs- und Unterstützungsangebote. Wir setzen hier auf eine enge Zusammenarbeit mit bestehenden Akteuren wie der Caritas, dem Sozialverband VdK, dem Seniorenbeirat und weiteren sozialen Trägern in Ebersberg. Ziel ist es, Angebote besser zu vernetzen, Informationen verständlich bereitzustellen und Zugänge zu erleichtern.

Barrierefreiheit konsequent umsetzen

Grundlage für eine aktive Teilhabe ist, dass sich Menschen sicher und selbstständig im öffentlichen Raum bewegen können, dass beispielsweise Geschäfte für den täglichen Bedarf gut erreichbar sind und hierbei auch die zumutbare Weglänge beachtet wird. Daher soll im Stadtgebiet sichergestellt werden, dass es barrierefreie Gehwege, abgesenkte Bordsteine, sichere Querungen und ausreichend Sitzgelegenheiten gibt. Essenziell sind ebenso gut erreichbare öffentliche Toiletten. Wege zu Einkaufsmöglichkeiten, Arztpraxen, Bushaltestellen und Grünanlagen sollten dazu systematisch überprüft und wenn nötig, schrittweise barrierefrei ausgebaut werden. Betroffene und den Seniorenbeirat wollen wir dabei frühzeitig einbinden.

Begegnung ermöglichen, Einsamkeit vorbeugen

Soziale Kontakte und Begegnungen sind zentral für die Lebensqualität im Alter. Wir wollen bestehende Treffpunkte und Begegnungsorte sichern und weiterentwickeln.

Mehrgenerationentreffs sind lebendige Orte der Begegnung, an denen Menschen unterschiedlichen Alters nicht nur zusammenkommen, sondern voneinander lernen. Sie geben Raum für den Austausch zwischen Jung und Alt, für gemeinsame Aktivitäten, Lernen und ehrenamtliches Engagement und helfen so, Einsamkeit im Alter wirksam vorzubeugen. Hier entstehen echte Verbindungen: Wer die Bedürfnisse anderer Generationen kennenlernt, entdeckt oft auch eigene Stärken und Möglichkeiten, sich sinnvoll einzubringen.

Bedarfsgerechtes Wohnen im Alter

Selbstbestimmtes Leben im Alter braucht passende Wohnangebote: Wir setzen uns ein für barrierefreien und bezahlbaren Wohnraum, gemeinschaftliche Wohnformen und generationenübergreifendes Wohnen. Dazu gehört auch eine kostenfreie Beratung zum altersgerechten Umbau von Wohnraum, damit Menschen möglichst lange in ihrem vertrauten Umfeld bleiben können. Unterstützungsangebote durch Initiativen und Vereine begrüßen wir und möchten diese stärken, wie beispielsweise die Angebote der Alzheimer Gesellschaft Ebersberg für Menschen mit Demenz und deren Angehörige.

Ehrenamt wertschätzen und stärken

Viele Angebote für Seniorinnen und Senioren leben vom ehrenamtlichen Engagement. Nachbarschaftshilfen, Vereine und Initiativen leisten einen sehr wichtigen Beitrag für Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung. Wir wollen dieses Engagement sichtbarer machen, besser vernetzen und verlässlich unterstützen. Hier ist insbesondere der Seniorenbeirat als Interessenvertretung älterer Menschen zu nennen, der verbindlich in kommunale Planungen eingebunden werden sollte.

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Kultur als Verbindung

Eine vielfältige Kunst- und Kulturszene für alle Altersstufen schafft Identität und stärkt das Gemeinschaftsgefühl. Sie ermöglicht allen Menschen, sich auszudrücken und teilzuhaben. Kultur ist weit mehr als Freizeitgestaltung, sondern der Kitt der Gesellschaft. Über kulturelle Angebote verbinden wir Menschen über Generationen, Herkunft und Lebensentwürfe hinweg. Die Begegnungen, die eine lebendige Kunst- und Kulturszene ermöglichen, machen eine Stadt wie Ebersberg lebens- und liebenswert.

Ebersberg verfügt bereits heute über ein reichhaltiges und vielfältiges kulturelles Angebot – von Musik, Theater, Brauchtum, bildender Kunst und Literatur bis hin zu ehrenamtlicher Vereinskultur. Mit dem Alten Kino und dem Alten Speicher hat Ebersberg zudem ein regional bekanntes und geschätztes Kulturzentrum, das wir befürworten.

Ehrenamtliches Engagement wollen wir wertschätzen, sichern und weiterentwickeln. Dabei entwickeln Menschen Fähigkeiten, Selbstbewusstsein und lernen Verantwortung zu übernehmen. Kultur lebt von Menschen, die Räume bekommen, Ideen einbringen und Neues ausprobieren dürfen. Dafür braucht es verlässliche Rahmenbedingungen, Offenheit und eine Politik, die Kultur als zentrale kommunale Aufgabe versteht.

Wir setzen uns dafür ein, bestehende Kulturorte langfristig zu erhalten und weiterzuentwickeln. Gleichzeitig wollen wir prüfen, wo zusätzliche, flexibel nutzbare Räume für Proben, Workshops, Veranstaltungen und neue Ideen entstehen können. Gerade junge Kultur, freie Szenen und ehrenamtliche Initiativen brauchen bezahlbare und zugängliche Orte, um sich entfalten zu können.

Dennoch sind Kulturtöpfe oftmals die ersten Kandidaten für Kürzungen und Streichungen, in den immer schwieriger werdenden Haushaltsdebatten. Kulturförderung kann nicht vorweg aus dem Blickwinkel der Wirtschaftlichkeit betrachtet werden. Wir fordern daher Budgetanpassungen mit Augenmaß und eine langfristige Absicherung der Ebersberger Kulturorte.

Den Ausbau des Angebots, insbesondere für Jugendliche und junge Erwachsene, unterstützen wir. Kulturorte und -formate müssen auch für jüngere Generationen attraktiv, zugänglich und gestaltbar sein. Eigene Räume, niederschwellige Angebote und flexible Nutzungsmöglichkeiten sind dafür entscheidend. Junge Menschen sollen nicht nur Publikum sein, sondern aktiv mitgestalten können.

Kultur muss für alle zugänglich sein – unabhängig von Einkommen, Alter oder Herkunft. Deshalb setzen wir uns für bezahlbare Angebote, barrierearme Zugänge und eine stärkere Vernetzung von Kultur, Bildung und sozialem Leben ein. Öffentliche Räume, Schulen, Vereine und freie Initiativen sollen stärker als Orte kultureller Begegnung gedacht und genutzt werden.

Nachhaltigkeit und Fairness gehören für uns auch zur Kulturpolitik. Wir unterstützen ressourcenschonende Veranstaltungsformate und setzen uns für faire Bedingungen für Kulturschaffende in städtischen Einrichtungen ein. Kultur soll außerdem frühzeitig in Stadtentwicklung und Quartiersplanung eingebunden werden – denn wo Stadt wächst, soll auch kulturelles Leben wachsen.

  • Kultur braucht Räume
    Wir sichern bestehende Kulturorte langfristig und prüfen zusätzliche, flexibel nutzbare Räume für Proben, Workshops, Veranstaltungen und neue Kulturformate – insbesondere für Vereine, Initiativen und junge Kultur.
  • Jugendkultur stärken
    Wir bauen Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene gezielt aus. Eigene Projektmittel, niederschwellige Förderung und die temporäre Nutzung öffentlicher Räume ermöglichen jungen Menschen, Kultur aktiv mitzugestalten.
  • Kultur für alle zugänglich machen
    Wir setzen uns für bezahlbare Angebote, barrierearme Zugänge und eine bessere Sichtbarkeit kultureller Angebote ein – unabhängig von Einkommen, Alter oder Herkunft.
  • Vernetzung statt Einzelkämpfertum
    Wir fördern den Austausch und die Zusammenarbeit von Vereinen, Initiativen, Bildungseinrichtungen und Kulturorten – durch regelmäßige Vernetzung und eine gemeinsame Kulturstrategie.
  • Nachhaltige und faire Kulturpolitik
    Wir unterstützen ressourcenschonende Veranstaltungsformate, setzen uns für faire Bedingungen für Kulturschaffende ein und verankern Kultur frühzeitig in Stadtentwicklung und Quartiersplanung.

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Kinder und Jugend – Stabile Wurzeln und echte Chancen

Stabile Wurzeln und echte Chancen

Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft. Sie müssen gesehen und ernst genommen werden – mit ihren Bedürfnissen, Sorgen und Ideen. Sie gehören in die Mitte unserer Gesellschaft und sollen spüren: Ihre Meinung zählt.

Gerade in Zeiten von Krisen und Zukunftsängsten brauchen junge Menschen Zuversicht und Verlässlichkeit. Die Erfahrungen der Pandemie haben deutlich gemacht, wie verletzlich Kinder und Jugendliche sind. Deshalb wollen wir Ebersberg als einen Ort gestalten, an dem sich junge Menschen wohl, sicher und wertgeschätzt fühlen. Für uns gilt: Nicht über Kinder und Jugendliche reden – sondern mit ihnen.

Eltern und Familien leisten einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Gesellschaft. Kindererziehung, Betreuung, häusliche Pflege, das Erlernen sozialen Miteinanders und demokratischer Werte sind grundlegende Pfeiler unseres Zusammenlebens. Diese Arbeit verdient Anerkennung und Unterstützung.

Wir befürworten alle Familienformen: klassische Familien ebenso wie Patchwork- und Regenbogenfamilien. Selbstverständlich berücksichtigen wir auch Familien mit Kindern mit besonderem Unterstützungsbedarf in allen städtischen Angeboten.

Unser Ziel ist echte Chancengleichheit für alle Menschen – unabhängig von Alter, Herkunft, Bildungsstand, finanziellen Möglichkeiten sowie mit und ohne Behinderung. Ebersberg soll ein Ort sein, an dem Vielfalt als Stärke erlebt wird.

Konkret setzen wir uns ein für:

  • Sichere und attraktive Treffpunkte für junge Menschen:
    Wir schaffen konsumfreie Zonen und soziale Angebote in möglichst allen Stadtteilen. Kinder und Jugendliche brauchen Orte, an denen sie unter sich sein können, sich austauschen, kreativ sein, feiern und Gemeinschaft erleben. Bestehende offene Treffpunkte wie das „M4“, „Unterm First“ oder das „JUZ“ wollen wir stärken und gemeinsam weiterentwickeln.

  • Sichere, selbstständige und bezahlbare Mobilität für Kinder und Jugendliche:
    Kinder und Jugendliche sollen sich in Ebersberg sicher und eigenständig bewegen können – zu Fuß, mit dem Fahrrad und mit dem öffentlichen Nahverkehr. Wir setzen uns für sichere Wege, gute Querungen, durchgängige Radverbindungen und einen kind- und jugendgerechten ÖPNV ein. Dazu gehören auch attraktive und bezahlbare Tarife, die den Busverkehr im Stadtgebiet für junge Menschen wirklich nutzbar machen und ihre Mobilität unabhängig vom Elternhaus stärken.

  • Inklusive Orte der Begegnung für alle Generationen:
    Spielplätze, Mehrgenerationentreffs und soziale Angebote sollen barrierearm gestaltet und wohnortnah erreichbar sein.

  • Vielfältige Freizeitangebote und starke Vereine:
    Vereine und Initiativen, die das Gemeinwohl fördern, leisten wertvolle Arbeit für Kinder, Jugendliche und Familien. Diese wollen wir gezielt unterstützen.

  • Echte Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen:
    Beteiligungsformate wie der 8er-Rat sowie Kinder- und Jugendversammlungen unterstützen wir ausdrücklich und wollen zusätzliche Möglichkeiten schaffen, bei denen junge Menschen aktiv mitgestalten und Verantwortung übernehmen können.

  • Umwelt- und Klimabildung:
    Wir setzen uns für mehr Bildungsangebote zu Umwelt- und Klimaschutz in Schulen und Freizeit ein – praxisnah, altersgerecht und motivierend.

  • Gute Begleitung beim Übergang von der Schule in den Beruf:
    Wir befürworten Initiativen aus Schulen, regionaler Wirtschaft und Arbeitsagentur, die Jugendliche eng begleiten. Projekte zur Berufsorientierung helfen jungen Menschen, ihre Stärken zu entdecken, Perspektiven zu entwickeln und Selbstwirksamkeit zu erfahren. Wer erlebt, dass das eigene Handeln etwas bewirkt, bleibt optimistisch und gestaltet Zukunft aktiv mit.

  • Mehr Sicherheit und Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum:
    Alle Menschen – insbesondere Kinder und Jugendliche – sollen sich in Ebersberg sicher fühlen. Orte wie die Altstadtpassage, die Garage am Landratsamt oder der Ehrenamtsplatz wollen wir so gestalten, dass sie ein positives Sicherheitsgefühl und hohe Aufenthaltsqualität bieten.

  • Freies WLAN im öffentlichen Raum:
    Digitale Teilhabe ist für junge Menschen unverzichtbar. Der Zugang zum Internet muss nicht nur zu Hause, sondern auch unterwegs möglich sein. Deshalb setzen wir uns für freies WLAN an möglichst vielen Orten im Stadtgebiet ein.

  • Zielgerichteten Einsatz städtischer Mittel:
    Öffentliche Gelder sollen dort ankommen, wo sie Kindern, Jugendlichen und Familien tatsächlich zugutekommen.

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Demokratie stärken

Wir wollen ein Ebersberg, in dem Vielfalt, Respekt und demokratisches Engagement selbstverständlich gelebt werden: offen, angstfrei und frei von Diskriminierung. Menschen sollen sich einbringen, Verantwortung für ihre Stadt übernehmen und gehört werden. Dafür stärken wir das Ehrenamt, fördern politische Bildung und unterstützen Projekte, die Erinnerungskultur sichtbar machen. Ein respektvoller Umgang ist die Grundlage eines freien Zusammenlebens.

Deswegen treten wir entschieden jeder Form von Hass, Rassismus und Diskriminierung entgegen – egal ob im Netz, am Stammtisch oder auf der Straße. Eine deutliche Grenze ziehen wir gegenüber der AfD. Mit dieser nachweislich rechtsextremen Partei kann und wird es keine Zusammenarbeit geben. Sie steht für Spaltung, Hetze und die Schwächung unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Das ist mit unseren Werten und unserem Verständnis von Demokratie unvereinbar.

Rechtsstaatlichkeit, Menschenwürde und Demokratie müssen jeden Tag neu gestärkt und verteidigt werden – gegen Desinformation, Populismus und rechte Hetze.

Gemeinsam sorgen wir dafür, dass Ebersberg ein Ort bleibt, an dem Freiheit, Vielfalt und gegenseitige Wertschätzung fest verankert sind

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Das gedruckte Wahlprogramm zum Herunterladen

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