Eine lebendige Gemeinde braucht starke Familien und gute Perspektiven für junge Menschen. Dafür setzen wir auf gute Bildung von Anfang an. Die Qualität der Betreuung in Krippe, Kindergarten und Hort muss gesichert und weiterentwickelt werden. Damit Erzieherinnen und Erzieher gerne in unseren Einrichtungen arbeiten, brauchen sie verlässliche Rahmenbedingungen: pädagogisch wie baulich gut geplante Räumlichkeiten und bezahlbaren Wohn-raum vor Ort.
Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder ist ein wichtiger Schritt zu mehr Planungssicherheit für Familien. Der Hort und seine geplante Erweiterung sollen ein Umfeld bieten, das Kindern eine individuelle Förderung und nach dem langen Sitzen in der Schule Bewegung, Spiel und motorische Erfahrungen ermöglicht – mit modernen Räumen, die dem Bedarf von Kindern und Mitarbeitenden gerecht werden. Unser Ziel: ausreichend Betreuungsplätze für alle Altersgruppen, gerade auch für Kinder aus einkommensschwachen Familien.
Wir wollen aktive Teilhabe und Partizipation von Kindern und Jugendlichen ermöglichen. Junge Menschen sollen in Glonn nicht nur leben, sondern mit-gestalten können. Das gibt ihnen eine Stimme, stärkt demokratisches Bewusstsein und fördert Selbstwirksamkeit. Gleichzeitig setzen wir auf Prävention –gegen Extremismus, gegen Drogenkonsum und für ein sicheres Aufwachsen.
Ein attraktiver öffentlicher Raum mit Orten der Begegnung für Jung und Altist dafür unerlässlich. Eine gut gestaltete Freizeitfläche soll allen offenstehen– niedrigschwellig, erreichbar und besonders auch für diejenigen nutzbar, die nicht selbstverständlich von ihren Eltern gefahren werden können.
Unsere Vereine und das Ehrenamt sind das Rückgrat des gemeinschaftlichen Lebens in Glonn. Wir wollen sie stärken, unterstützen und die nötigen Räumeschaffen, damit Engagement weiterhin möglich bleibt, wachsen kann und gewürdigt wird.
Von: Steffi Kintzel und Elke Inckemann
Wie schaffen wir es, die Verkehrssicherheit insbesondere für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen zu erhöhen – für und in Glonn selber, aber auch regional? Wie können wir dafür den motorisierten Individualverkehr, dessen Leidtragende und Mitverursacher wir gleichermaßen sind, reduzieren?
Innerorts helfen uns bessere und all-tagstaugliche Geh- und Radwege, damit der Schulweg zu Fuß oder mit dem Rad, oder auch das Einkaufen und Ausgehen sicher und selbstverständlich wird. Sehr wichtig sind die derzeit gänzlich fehlenden Anbindungen an die Radwege zu den Nachbargemeinden. Auch hierfehlen, wie bei den Straßenverbindungen, möglichst direkte Radschnellwege und damit attraktive Verbindungen – die umliegenden Gemeinden machen uns das vor!
Die Stärkung des ÖPNV mit häufigeren und schnelleren Busverbindungen zu den umliegenden S- und U-Bahnstationen wie Grafing, Höhenkirchen und Neuperlach-Süd, bietet regional eine hoch wirksame Maßnahme, um die Nutzung des Autos, auch für den alltäglichen Weg zur Arbeit, entbehrlicher zu gestalten. Eine deutlich stärkere Nutzung des ÖPNV-Angebotes wird dann auch zu einem Ausbau der Verbindungen führen: einfach das D-Ticket ausprobieren.
Flankierend sollte auch der unvermeidliche Orts- und Durchgangsverkehr in Glonn zumindest während der Hauptverkehrszeiten entschleunigt werden, während der notwendige Autoverkehr immer noch fließen kann: durch erweiterte Tempo 30 Zonen, Einengungen zwecks Priorisierung des Fuß- und Radverkehrs, Markierungen oder Anpassung des Straßenbelags. Die Glonner Verkehrsprobleme konkret anzugehen und zu verbessern, stellt eine gesamtgemeindliche Herausforderung dar, die ein langfristiges und überparteiliches Engagement erfordert. Damit leisten wir alle einen kleinen aber eben wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Und für uns das Wichtigste: Wir gestalten unsere Lebensmitte Glonn lebenswerter.
Von: Marc Olschewski
Klimaneutralität ist ein wichtiges Ziel. Dazu können wir auf gemeindlicher Ebene und jeder für sich als Bürger vielbeitragen – einiges haben wir auf dem langen Weg schon erreicht!
Die kommunalen Liegenschaften wie Schule, Schwimmbad, Feuerwehr, Wasser- und Abwasseranlagen verbrauchen heute fast 30% weniger Wärme und fast 20% weniger Strom als noch vor 10Jahren, trotz stärkerer Nutzung. Die Straßenbeleuchtung ist auf LED umgestellt, Wärme für kommunale Gebäude kommt fast ausschließlich aus Hackschnitzel und Pellets und der Strom ist Ökostrom. Der Glonner Gemeindebereich ist durch Wärmenetze regionaler Unternehmergrößtenteils gut vorsorgt.
Welche Maßnahmen können uns auf dem Weg zur weiteren Reduzierung vonCO2 unterstützen? Für viele weitere Haushalte, die noch mit Öl oder Gas heizen, wäre eine Anbindung an die Wärmenetze möglich– dort wo es die Wirtschaftlichkeit nicht zulässt, können Anreize der Gemeinde und möglichst verbindliche, zukünftige Erschließungs- bzw. Ausbauzusagender Betreiber helfen. Die Nutzung von Wärmepumpen, idealerweise in Kombination mit Photovoltaikanlagen und sinnvoll dimensionierten Batteriespeichern ist auch für Altbausanierungen eine technische ausgereifte, wirtschaftliche und nachhaltige Lösung.
Gemeinde und Haushalte in Glonn verbrauchen schon jetzt wesentlich mehr Strom, als im Gemeindegebiet in Biogasanlagen und PV-Anlagen erzeugt wird und diese Lücke wird durch den Zuwachs bei Wärmepumpen und Elektroautos noch größer. Deswegen sind die Errichtung eines Glonner Windrades oder Ausweisung von Agri-PV-Anlagen und Energielandwirtschaft wichtige Klimawende-Maßnahmen im regionalen Bereich, die eine breite Unterstützung der Gemeinde und der Bürger erfahren sollten. Zudem bietet sich z.B. durch eine genossenschaftliche Finanzierung die Möglichkeit für alle, am Ertrag dieser Anlagen teilzuhaben. Wir sollten uns hierbei durchaus ehrgeizige Ziele setzen– „Gemeinde Glonn liefert Ökostrom an Region München“.
Wir Glonner können die große Menschheitsaufgabe „weg von fossiler Energie“ nicht allein lösen. Aber nach Kräften daran mitzuwirken – diese Verpflichtung haben wir. Auch im Gemeinderat.
Von: Fritz Gerneth und Marc Olschewski
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