1984 begann der rasche Aufstieg der Grünen im Landkreis Ebersberg mit dem Einzug in den Kreistag. Drei Mandate eroberten die Neulinge auf Anhieb. Ihre konsequente Politik und intensive Außendarstellung trugen bei den nächsten Kommunalwahlen reiche Frucht: 1990 wurden 7 Grüne in den Kreistag gewählt, die Fraktionsstärke war erreicht. Das bedeutete für die RätInnen ein hohes Arbeitspensum, weil "aus dem Stand" nahezu alle Ausschüsse besetzt werden mussten. Das gelang offensichtlich zur vollen Zufriedenheit der WählerInnen, denn 1997 konnten die Kreisgrünen die Zahl der Mandate halten.
Bei der Kommunalwahl 2002 konnten - trotz negativem Bundestrend - immerhin fünf Mandate errungen werden; keine hundert Stimmen fehlten zum sechsten Mandat.
Bei der Kommunalwahl 2008 konnten die Kreisgrünen beträchtlich zulegen. Während CSU, SPD und Freie Wähler an Wählerstimmen verloren haben, konnten die Grünen ihre Fraktionsstärke auf neun erhöhen. Seitdem sind die Grünen in den meisten Ausschüssen zu zweit vertreten, was zu einem erheblichen politischen Gewicht geführt hat.
Bei der Kreistagswahl 2014 haben sie mit 16,6 % ihr Ergebnis von 2008 noch um 2,22 % gesteigert und erreichten 10 Mandate.
Bei der Kreistagswahl 2020 haben sie mit 24,39% ihr bisher bestes Ergebnis erreicht. Mit 15 Sitzen im 60-köpfigen Kreistag waren sie zum ersten mal zweitstärkste Fraktion. Besonderheit: die Fraktion bestand aus neun Frauen und sechs Männern, und hat den Frauenanteil im Kreistag erheblich gehoben. Mit der damals 18-jährigen Antonia Schüller hatte sie das jüngste Kreistagsmitglied in ihren Reihen.
Bei der Kreistagswahl am 08. März 2026 erzielte Bündnis 90/Die Grünen mit 19,2% das bisher zeitbeste Grüne Ergebnis und konnte damit ihren Status als zweitstärkste politische Kraft erneut behaupten. Damit bestätigten die Wählerinnen und Wähler die GRÜNEN klar als prägende Kraft im Landkreis Ebersberg. Die Menschen im Landkreis wollen eine Politik, die auf ehrliche Kommunikation, klare Prioritäten für Klima, lebenswerte Orte und den Erhalt unserer Kreisklinik setzt.
Die kontinuierliche Arbeit der Grünen seit ihrem Einzug 1984 hat sich gelohnt und wurde von den Bürgerinnen und Bürgern honoriert. In über 42 Jahren Kreispolitik achteten die Grünen, wie auch ihre WählerInnen darauf, dass immer wieder neue Gesichter in den Kreistag kamen. Die gelungene Mischung aus erfahrenen Kräften und frischen Ideen hat in all den Jahren nicht nur der Fraktion selbst Spaß gemacht, sondern auch die WählerInnen überzeugt.
Als Grüne werden wir weiterhin auf ebenso konstruktive wie kritische Zusammenarbeit setzen. Die Kreistagsfraktion wird weiterhin Vorschläge einbringen, um unseren Landkreis zukunftsfest zu machen und nachhaltig finanziell zu stabilisieren und Grüne Ziele wie Klimaschutz, nachhaltige Entwicklung, soziale Themen, lebenswerte Umwelt, Jugend, Bildung, Senioren und klimaverträgliche Mobilität vorantreiben.
von: Waltraud Gruber
Interessant ist ein Blick in unsere zurückliegenden Wahlprogramme. Wir bringen stetig Grüne Ideen ein und wie der Titel des Wahlprogramms 2014-2020 es dastellt: "Grüne Ideen setzen sich durch". Dabei ziehen sich die Themen wie ein roter Faden durch die Wahlprogramme und entwickeln sich stetig fort.
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