Bündnis 90/Die Grünen

im Landkreis Ebersberg

April 2010 Vaterstetten - Ortsumfahrung Weißenfeld

Ortsumfahrung Weißenfeld wieder im Focus

26.03.10 –

Ortsumfahrung Weißenfeld wird zum "heißen Eisen"

Nachdem der Gemeinderat mit der üblichen Mehrheit der CSU beschlossen hat, ein Planfeststellungsverfahren wegen der Ortsumfahrung anzustreben, wird das Thema wieder brand-aktuell.
Ein solches Verfahren hat letztlich zum Ziel, Grundstückseigentümer, deren Flächen zum Teil für eine neue Straße gebraucht werden, zum Einlenken zu bewegen bzw. zum Zwangsverkauf (Enteignung) zu verpflichten. Es wird dabei zwar ein meist prinzipiell passender Kaufpreis ausgehandelt, die Verhandlungspositionen sind aber zwangsläufig verschieden (verschoben) stark.
Im Fall Weißenfeld gibt es wie in all diesen Fällen verschiedenste Blickwinkel, die gewichtet werden müssen, um zu einem objektiven Gesamtergebnis zu kommen.
Einige Sichten auf die Problematik:
1. Punkt: es ist jedem Beobachter klar, dass die Anzahl der Fahrzeuge, die in den Morgenstunden und auch abends durch Weißenfeld bewegt werden, unangenehm groß ist. Das liegt zum Teil an den Autofahrern, die auf dem Schleichweg von Eglharting - Pöring - Wolfesing her kommen und in München ihren Arbeitsplatz haben.
2. Punkt: Neben diesem Längs-Verkehr gibt es eine nennenswerte Zahl von Autofahrern, die von Vaterstetten nach Parsdorf wollen. Das könnte man als Quer-Verkehr bezeichnen.
3. Punkt: Außer diesen Hauptstrecken gibt es noch die Abzweigungen nach Ammerthal und Ottendichl. Insgesamt also 6 Richtungen.


Was soll nun die vom Bürgermeister gewünschte Umgehung bringen?  
Nun, die SW-Umgehung, die den Verkehrsstrom von Wolfesing nach München und die Menge an Autos von Vaterstetten nach München um den Ort herum führen würde, soll die Einwohner von Weißenfeld entlasten.
Für wen ergeben sich Erleichterungen?
Schaut man sich die Streckenführung an, wird ersichtlich, dass ein bemerkenswerter Teil dieser Mengen weiterhin durch den Ort fahren wird.
Was kann sie kosten?
Augenblicklich gibt es keine belastbaren Zahlen, auch bedingt durch die schwer einzuschätzenden Grundstückspreise. Jedenfalls geht es - wie üblich - um Millionen.
Wer wird die Strecke bezahlen?
Auf jeden Fall die Steuerzahler. Der größere Teil wird über den Kreis finanziert (siehe Kreisumlage). Der nicht geringe Betrag, der direkt auf die Gemeinde zukommt, ergibt sich aus der verlängerten Strecke (der Kreis zahlt nur die kürzeste Trasse) und den zusätzlich notwendig werdenden Brücken bzw. Unterführungen. Was wird vergessen?
Beispielsweise gibt es im Ort einen Getränkemarkt und einen kleinen Lebensmittel-Laden, die beide auch (oder vor Allem?) von der durchfahrenden Kundschaft leben.

Aktuell: Die Grünen in Vaterstetten haben eine Anfrage an den Bürgermeister gerichtet, der die bereits abgewickelten Auslagen benennen soll und dazu die kommenden Beträge, so weit sie geschätzt werden können.
Beantwortung dieser Fragen soll in der April-Sitzung des Gemeinderates erfolgen.

Medien

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