15.10.2012 –
15.10.2012 Vaterstetten - Kletterwald, Baugebiet Vaterstetten-West, Ortsmitte Vaterstetten, Fahrradabstellsatzung
Vor genau drei Jahren schlug die CSU-Fraktion vor, auf dem Gemeindegebiet einen Klettergarten realisieren zu lassen. Dabei hatte sie bereits damals einen Ort dafür ausgesucht: Den Bannwald an der Ottendichler Straße. Nun sollte es soweit sein, man setzte die Aufstellung des Bebauungsplans "Kletterwald" auf die Tagesordnung der Oktober-Sitzung. Zunächst wurde ein artenschutzrechtliches Gutachten vorgestellt und der Betreiber warb nochmals für sein Vorhaben. Beide Vorträge ließen allerdings entscheidende Fragen offen:
Diese Fragen machten es für Günter Glier und mich nicht möglich, dem an sich nicht unsympathischen Vorhaben zuzustimmen. Wir hätten erwartet, dass solch grundsätzliche Fragen im Vorfeld beantwortet würden. Stefan Ruoff hat der Aufstellung des Bebauungsplans zugestimmt, um seine grundsätzliche Sympathie für einen Waldklettergarten zum Ausdruck zu bringen. Wir Grüne hoffen alle, dass das Vorhaben, durch das die CSU in der Wählergunst weiter nach oben klettern will, weder die Natur noch die Gemeindekasse beschädigt.
Daneben standen noch zwei weitere Aufstellungsbeschlüsse auf der Tagesordnung: Zum einen für das Großbaugebiet in Vaterstetten-West und zum anderen für das Ortszentrum Vaterstetten. Das Baugebiet Vaterstetten-West haben wir Grüne schon im GEP-Prozess als viel zu groß abgelehnt und lehnten deshalb natürlich auch die Aufstellung des Bebauungsplans ab.
Anders liegt der Fall in der Ortsmitte Vaterstetten. Hier sind wir, wenn ein Entwurf architektonisch und finanziell in Frage kommt, für die Realisierung eines neuen Verwaltungsgebäudes und eines Bürgersaals. Aber derzeit sind der Mehrheit des Gemeinderates und der Öffentlichkeit keine Entwürfe bekannt. Wir halten es - wie die übrige Opposition - für verfrüht, einen Bebauungsplan aufzustellen, wenn dem Gremium noch nicht einmal grob die Entwürfe vorgestellt wurden.
Gegen Ende der Sitzung standen noch drei Anträge der FBU auf der Tagesordnung. Während man einen Antrag aus sachlichen Gründen durchaus ablehnen konnte, wurden die beiden übrigen Anträge wohl nur deshalb abgelehnt, weil sie vom Kollegen Schmidt gestellt wurden. Wir lehnen dieses einer Demokratie unwürdige Vorgehen strikt ab. Insbesondere die Einführung einer Fahrradabstellsatzung für die Gemeinde, wäre mit kleinstem Aufwand umzusetzen und würde jedem Bürger Nutzen bringen. Besonders pikant war die Äußerung der Gemeindebaurätin, sie habe mit dem Kollegen Schmidt die Satzung überarbeitet und sie sei nun praktikabel. Aber leider sei es aus Gründen der Arbeitsüberlastung nicht möglich, sie in den nächsten Jahren umzusetzen. Wozu dann die ganze Mühe? Jugendliche würden im Internet schreiben: "Kopfschüttel!"
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