15.05.2011 –
15.05.2011 Vaterstetten - Parsdorf Bürgerversammlung
Mehrheit wünscht Abschaffung der Baumschutzverordnung
Am 15. Mai 2011 fand die Teilbürgerversammlung in Parsdorf statt. Nach den Informationen, die der Bürgermeister vortrug, kam der Punkt "Anfragen" auf die Tagesordnung. Ganz unerwartet kam das Thema "Baumschutzverordnung" auf den Tisch. In einer kurzen Diskussion, in der auch der Begriff "Entmündigung" genannt wurde, bezog auch der pensionierte Rathausbeamte Johann Gunszt dafür Stellung. Seit 27 Jahren ist geregelt, dass für ungeliebte Bäume die Regel gilt: ist der Umfang des Baumes in 1 Meter Höhe über Grund mehr als 80 cm, muss bei der Gemeindeverwaltung eine Genehmigung beantragt werden. Erfolgt die Erlaubnis, wird eine entsprechende Ersatzpflanzung gefordert. Es kam dann zur Abstimmung über die Abschaffung der Verordnung, der etwa 200 der Anwesenden zustimmten, nur Wenige waren für die Beibehaltung. Der Bürgermeister stellte eine Flexibilisierung der Bestimmungen in Aussicht, will aber insgesamt daran festhalten. Nun muss innerhalb von 3 Monaten im Gemeinderat darüber beraten werden. Die Verwaltung bereitet einen Sachvortrag vor, es werden Vorschläge für eine teilweise Anpassung an die heutigen Anforderungen zu erwarten sein. Wolfgang Kuhn, der Umweltreferent, wies darauf hin, dass auch jetzt schon sehr oft Wünsche der Bürger erfüllt werden. Von etwa 500 Anträgen werden bis zu 90 Prozent genehmigt. Auch er selbst kann sich eine Abschaffung der Verordnung nicht vorstellen. "Die erneuerte bayerische Bauordnung schützt die Bäume nicht mehr, der wichtigste Teil der Regelung ist der Zwang zur Ersatzpflanzung". Baurecht gefährdet den Baumbestand immer mehr es kann nur versucht werden, dass Grundstücke nicht komplett abgeholzt werden. Das Vaterstettener Ortsbild unterscheidet sich deshalb von anderen Kommunen. Tenor: "Es ist sehr leicht, die Verordnung zu kippen, sie aber wieder ins Leben zu rufen, ist fast unmöglich". Der Versuch der Gemeinde Grasbrunn im vorigen Jahr, eine Baumschutzverordnung einzuführen, ist gescheitert. In Markt Schwaben und Kirchseeon sind Versuche der Wiedereinrichtung misslungen. Zur Info: Fünf Gemeinden im Landkreis besitzen eine Baumschutzverordnung: Egmating, Forstinning, Poing, Vaterstetten und Zorneding. Bericht: Günter Glier
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