Bündnis 90/Die Grünen

im Landkreis Ebersberg

09.02.2012 Vaterstetten - PM Gewerbegebiet Parsdorf

09.02.2012 Vaterstetten - Pressemitteilung zum Gewerbegebiet Parsdorf - Planungen führen zum großen Teil zu erheblichen Handelsflächen. Dadurch Verkehrszunahme und Belastungen der Bürger in Parsdorf und Weißenfeld.

15.02.2012 –

Pressemitteilung vom 09.02.2012

Vaterstettener Grüne besorgt über Entwicklung in Parsdorf

Mit zunehmender Sorge betrachten die Vaterstettener Grünen die Planungen zum Parsdorfer Gewerbegebiet. Das Gewerbegebiet wird zu einem großen Teil aus Handelsflächen bestehen. Dies ist aus zwei Gründen problematisch:

Zum einen tragen Einzelhandelsflächen sehr stark zur Verkehrsbelastung in und um Parsdorf bei. Um die selbst generierten Verkehrsströme aus den Ortschaften herauszuhalten, plant die Gemeinderatsmehrheit eine weiträumige Umfahrung von Parsdorf und Weißenfeld, die schon ohne Grunderwerb und Lärmschutzmaßnahmen einen zweistelligen Millionenbetrag kosten wird. Diese Umgehungsstraße ist nur finanzierbar, indem man die erzielten Gewerbesteuereinnahmen aus dem geplanten Gewerbegebiet auf viele Jahre hinaus in den Straßenbau steckt. Die Gemeindekasse profitiert von dieser Lösung nicht. "Da uns bisher weder die Verwaltung noch die CSU erklären konnten, wo die Mittel für den Straßenbau herkommen sollen, die Straßen aber weiter propagiert werden, drängt sich uns der Verdacht auf, dass die Umgehungsstraßen insgesamt erst am St. Nimmerleinstag realisiert werden sollen", fürchtet der Grünen-Fraktionssprecher Axel Weingärtner: Ein solches Vorgehen ist für die Grünen nicht akzeptabel. "Wenn man die Straßen nicht finanzieren kann, muss man das den Bürgern auch offen und ehrlich sagen", fordern die Grünen.

Daneben sind für die Grünen auch der Flächenverbrauch, die Zerschneidung der Landschaft zwischen den Ortsteilen und die Anziehung neuer Verkehrsströme (Mautvermeidungs- und Stauumfahrungsverkehr) Gründe, die geplanten Trassen abzulehnen. Um vor allem die Parsdorfer und Weißenfelder Bevölkerung mit dem Verkehrsproblem nicht allein zu lassen, hatten die Grünen im vergangenen Herbst im Gemeinderat beantragt, die Handelsflächen zu halbieren und so die Verkehrsbelastung zu verringern. Dies wurde von der Mehrheit abgelehnt.

Für die Grünen steht fest, dass es genug andere Gewerbebetriebe gibt, die sich in Parsdorf ansiedeln würden. "Für den Investor sind Handelsflächen allerdings erheblich rentabler", stellt Weingärtner fest.

Neben der Verkehrsproblematik sehen die Grünen auch die Situation der Vaterstettener Einzelhändler mit großer Sorge. Im Gewerbegebiet Parsdorf wird es neben einem der größten Baumärkte im Umland Münchens einen großen Lebensmittelvollsortimenter, Buchhandel, Optiker, Bäcker, Apotheke, Spiel- und Schreibwarengeschäft, Drogerie und Parfümerie geben. Für die Grünen stellt diese Massierung von Geschäften an einem Ort eine erhebliche Existenzgefährdung für die bestehenden Geschäfte in Vaterstetten und Baldham dar. Sollten die Umsatzeinbußen alteingessene Einzelhändler zur Geschäftsaufgabe zwingen, drohen dem Kern der Gemeinde weitere Leerstände und eine Verödung der Ortskerne. Insbesondere für das geplante Ortszentrum Vaterstetten sind schon vor seiner Realisierung nachteilige Auswirkungen zu befürchten.

Die Vaterstettener Grünen bedauern die Entwicklung in Parsdorf. Nach ihrer Meinung dient die übermäßige Orientierung auf Handel und Konsum nicht dem Nutzen der Gemeinde und ihrer Bürger.

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