Bündnis 90/Die Grünen

im Landkreis Ebersberg

24.09.2015 Vaterstetten - aus dem Gemeinderat

Schulneubau, Sporthalle, Schwimmbad, Feuerwehr Parsdorf Mannschaftswagen, Asylbewerber, Buslinie 452

27.09.15 –

September 2015 - aus dem Gemeinderat Vaterstetten

Die Sommerpause liegt hinter uns und im Gemeinderat begann wieder die politische Auseinandersetzung. Diese allerdings war während der Ferien bereits von den Freien Wählern eröffnet worden. Die Freien Wähler hatten mit einer Reihe von Forderungen und Behauptungen bezüglich des Schwimmbadneubaus versucht, den TSV Vaterstetten für eine Kampagne gegen die leider notwendigen Einsparungen zu gewinnen.

Vor der Sommerpause hatte der GR mehrheitlich beschlossen, für das Projekt Schule/Sporthalle/Schwimmbad einen Kostendeckel bei 39,2Mio einzuziehen. Die FW stimmten hier nicht zu, weil sie die Auffassung vertraten, das Schwimmbad müsse größer ausfallen und die Gemeinde könne dafür auch mehr Geld ausgeben. Über die Presse forderten die Freien Wähler ein zusätzliches Lehrschwimmbecken und /oder eine zusätzliche Bahn. Außerdem wurde die Behauptung aufgestellt, Sporthalle und Schwimmbad getrennt zu erstellen, sei billiger. Auch der Bürgermeister schloss sich dieser Auffassung an und ließ vom Architekten verschiedene Modelle durchrechnen.

In der Sitzung stellte dieser seine Berechnungen mit dem zu erwartenden Ergebnis vor: Die "Stapellösung" ist die Wirtschaftlichste. Für uns Grüne zählt in diesem Zusammenhang vor allem, dass der Flächenverbrauch so halbiert ist, weniger Boden versiegelt wird und für eventuelle später notwendig werdende Erweiterungen noch Flächen zur Verfügung stehen.

Nach Aufforderung von CSU-Sprecher Dr. Niebler ergriff FW-Sprecher Wolfgang Schermann das Wort und beharrte auf den bekannten FW-Forderungen. Er führte einige angeblich kostengünstige Schwimmbadbauten in anderen Gemeinden an, die aber schon während der Sitzung durch kurzes Recherchieren im Internet als falsch widerlegt wurden. Anschließend kritisierte Schermann massiv den TSV Vaterstetten, weil dieser nicht in die FW-Kampagne eingestiegen sei und deshalb nun nur ein "Planschbecken" und kein richtiges Schwimmbad bekäme.

Auf Schermanns Wortbeitrag erwiderte zunächst Dr. Niebler und unsere Fraktion stellte ebenso ihre gegenteilige Auffassung dar. Auch wenn uns die gestrichene Bahn im Schwimmbad schmerzt, halten wir diese Einsparung (fast eine Mio € durch eine günstigere Tragwerkskonstruktion!) für notwendig.

Letztlich wurde gegen die Stimmen von FW und AfD (die sonst immer so viel Wert auf Sparen legt) beschlossen, die Planungen für die Sporthalle über dem Schwimmbad fortzusetzen. Hoffen wir, dass uns seitens des Architekten oder der ausführenden Firmen nicht neue extreme Kostensteigerungen ins Haus stehen.

Neben der Schwimmbaddebatte wurde lediglich die Neuanschaffung eines Mannschaftstransportwagens für die Feuerwehr Parsdorf beschlossen.

Informationshalber wurde von der Verwaltung die vorübergehende Verpachtung eines Grundstücks in der Verdistraße zur Errichtung einer Asylbewerberunterkunft bekanntgegeben und auch den Erhalt der Buslinie 452 (bisher "Segmüller-Bus"), die durch Spenden vieler Parsdorfer Gewerbetreibender ermöglicht wurde. Wir freuen uns, dass das neue Gewerbegebiet auch weiterhin mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein wird.

 

Diese Website ist gemacht mit TYPO3 GRÜNE, einem kostenlosen TYPO3-Template für alle Gliederungen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
TYPO3 und sein Logo sind Marken der TYPO3 Association.