Bündnis 90/Die Grünen

im Landkreis Ebersberg

13.10.2016 Vaterstetten - aus dem Gemeinderat

Partnerschaft Alem Katema, Photovoltaik auf neuem Sportgebäude, Kita im Brennereigebäude Baldham-Dorf, Soialer Wohnungsbau in Parsdorf, Kita beim Verkehrsübungsplatz, Zuschuss zur neuen Petri-Orgel

15.10.16 –

Oktober 2016 - aus dem Gemeinderat Vaterstetten

Hier können Sie die TOPs im Sitzungskalender lesen.

Zu Beginn der Sitzung konnte der Gemeinderat den Bürgermeister unserer Partnergemeinde Alem Katema begrüßen. Dieser nahm mit großer Freude den einstimmigen Beschluss zur Kenntnis, dass Vaterstetten für einen sechsstelligen Betrag einsteht, mit dessen Hilfe an der Berufsschule von Alem Katema diverse umfangreiche und nachhaltige Bildungsangebote organisiert werden können.

Der zweite Punkt der Tagesordnung widmete sich der neuen Grund- und Mittelschule bzw. deren Dächern. Es wurde einstimmig beschlossen, auf dem Dach der Sporthalle Photovoltaik-Flächen zu realisieren und auf dem Dach des Schulgebäudes alles für eine Solarthermie-Anlage vorzubereiten. Dieses Vorgehen ist aus statischen Gründen sinnvoller, als die Solarthermie, wie ursprünglich angedacht, auf dem Schwimmbad/Turnhallengebäude zu errichten.

Das Thema Kinderbetreuung fand sich gleich zweimal auf der Tagesordnung. Zunächst wurden vom Architekt die neuesten Planungen des ehemaligen Brennereigebäudes in Baldham-Dorf vorgestellt. Dort sollen ab dem nächsten Schuljahr 4 Krippengruppen Platz finden. Wir begrüßen diese neue Einrichtung sehr, weil sie das Angebot erweitert und zugleich auch für diesen Ortsteil eine Einrichtung anbietet.

Der Schwerpunkt der Sitzung lag bei TOP 5. Das zeigte auch der massive Besucherandrang aus Parsdorf. Die Landeshauptstadt München verfügt nördlich des Fußballplatzes in Parsdorf ein ca. 5ha großes Grundstück. Auf einem Teil davon möchte sie in Zusammenarbeit mit Vaterstetten 70 Wohnungen im geförderten Wohnungsbau errichten. Durch Fehlinformation angestachelt, wurde im Vorfeld sogar von 1000 Neubürgern in Parsdorf gesprochen, was natürlich niemand im Gemeinderat jemals erwogen hat. Es geht um maximal 175 Neubürger. Problematisch scheint besonders zu sein, dass hier Sozialwohnungen und anders geförderter Wohnungsbau entstehen soll. Gegen Einheimischenbauland gäbe es keinen Widerstand. Im Gegenteil: Kollege Wirth aus Parsdorf forderte ihn ausdrücklich. Für uns Grüne ist gerade die Schaffung von wirklich günstigem Wohnraum das Argument, der Bebauung zuzustimmen und unsere Bedenken bezüglich ständig weiter voranschreitender Versiegelung in unserer Gemeinde hintanzustellen.

Der folgende Tagesordnungspunkt befasste sich wieder mit der Kinderbetreuung. So wurde beschlossen, am Verkehrsübungsplatz in Vaterstetten eine neue Kita zu errichten. Diese sollte ursprünglich nur ein Provisorium sein, wird jetzt aber als dauerhafte Einrichtung geplant. Wir Grüne lehnen diesen Standort aus zwei Gründen ab: Zum einen liegt das Gebäude mitten im innerörtlichen Grünzug, der bisher von allen Fraktionen geschützt wurde, zum anderen führt die Lage dort zu einer massiven Verkehrskonzentration zu bestimmten Zeiten, da sich in unmittelbarer Nähe mehrere Kindergärten und Schulen befinden. Die eigentlich auch skeptische SPD-Fraktion handelte immerhin noch den Bürgerpark hinter dem Friedhof, den wir schon vor Jahren, damals leider erfolglos, beantragt hatten, heraus. Trotzdem bedauern wir sehr, dass das Ende des regionalen Grünzugs eingeleitet wurde. Es wird sicher wieder Bedarf an Baugrund für gemeindliche Interessen geben "¦"¦

Eine längere Diskussion entstand, als es um einen Zuschussantrag der evangelischen Petrigemeinde zum Kauf einer neuen Orgel ging. Der AfD-Gemeinderat Schmidt hielt eine lange Rede, nur um zu sagen, dass er diesen Zuschuss nicht unterstützen werde. Neben der AfD  lehnte auch die gesamte Fraktion der FW den Zuschuss ab. Es ist bei uns in der Gemeinde üblich, dass bei ähnlichen Anschaffungen, die dem kulturellen Leben der Gemeinde dienen, (es finden dort auch Konzerte statt) ein Zuschuss von ca. 20% gewährt wird. Dazu stehen wir, da wir religiöses und kulturelles Leben in unserer Gemeinde für unverzichtbar halten.

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