Bündnis 90/Die Grünen

im Landkreis Ebersberg

10.06.2010 Vaterstetten - aus dem Gemeinderat

Update vom 9.7.2010 zu genossenschaftlichem Wohnungsbau: CSU und Grüne haben dazu einen gemeinsamen Antrag für den Gemeinderat erstellt. Sehen Sie hierzu den Dateianhang ganz am Ende dieser Nachricht.

09.07.10 –

Ergiebige Experten-Anhörung im Gemeinderat: Wohnen in Vaterstetten - Kooperationsmöglichkeiten im Genossenschaftssektor.

Vor über einem Jahr hatten wir Vaterstettener Grünen einen Antrag auf diese Anhörung gestellt.  Nun endlich konnte sie durchgeführt werden. Als Ergebnis zeichnet sich - jedenfalls für uns - ab, dass Vaterstetten sowohl Bedarf als auch Potential für genossenschaftlichen Wohnungsbau hat.

Eigene Sozialwohnungen wird Vaterstetten für sehr lange Zeit nicht mehr errichten. Umso wichtiger ist es, dem Bedarf an bezahlbarem Wohnraum für einkommensschwächere Mitbürger ein adäquates Angebot gegenüber zu stellen. Hierfür ist der genossenschaftliche Wohnungsbau erste Wahl. Dies wurde insbesondere im Vortrag des kaufmännischen Geschäftsführers der Gemeinnützigen Ebersberger Wohnungsgenossenschaft, Herrn Krapf, klar.

Haken an der Sache ist nur, dass diese relativ kleine Wohnungsgenossenschaft aufgrund von Wünschen anderer Landkreisgemeinden derzeit so stark wie nie ausgelastet ist und über Jahre hinaus kein neues Projekt in Angriff nehmen kann.

Wir Grünen sind daher der Meinung, dass als nächstes unser Bedarf an günstigem und qualitativ hochwertigem Wohnraum ermittelt werden sollte und dann das Gespräch mit der Gemeinnützigen Ebersberger Wohnungsgenossenschaft aufgenommen werden sollte, um nicht noch weiter in der Warteschlange nach hinten zu rutschen. Übrigens: die Gemeinde Vaterstetten ist seit kurzem Mitglied dieser Genossenschaft und finanziert sie seit Jahrzehnten über die Kreisumlage mit.

Sehr interessant waren auch der Vortrag von Frau Gorzel, der Seniorenbeauftragten des Landkreises Rosenheim, die über erfolgreiche Projekte gemeinsamen Wohnens im Alter berichtete. Sie sitzt dem Verein Initiative alternatives Wohnen e. V. vor und berät alle, die am Thema "Wohnen für die Generation 50+" interessiert sind.

Auch hier sehen wir Grünen einen Bedarf in Vaterstetten und werden das freundliche Angebot von Frau Gorzel sicher noch nutzen. Schon jetzt sind alle Mitbürgerinnen und Mitbürger, die hier Anregungen und Interesse haben und eventuell an einem Meinungsaustausch interessiert sind, herzlich eingeladen, sich an unsere Gemeinderäte zu wenden.

Ein Highlight in der durchweg hochinteressanten Anhörung war der Vortrag und die Diskussion mit Herrn Stupka von der WOGENO München eG, einer noch relativ jungen, seit 1993 bestehenden, sehr erfolgreichen Wohnungsgenossenschaft mit inzwischen über 240 Wohnungen im Bestand.

Herr Stupka warb engagiert dafür, in Vaterstetten doch selbst eine Wohnungsgenossenschaft zu gründen. Der Gesetzgeber habe Gründung und Betrieb einer Genossenschaft in den letzten Jahren sehr erleichtert. Es lohne, schon für einzelne Wohnbauprojekte eine Genossenschaft zu gründen. Die Gründung einer Vaterstettener Wohnungsgenossenschaft könnte auch interessant sein für die Übernahme der derzeit im gemeindlichen Eigentum stehenden Sozialwohnungen, die einen wachsenden Stau an unerledigtem Bauunterhalt vor sich her schieben.

Herr Stupka wies aber auch auf interessante steuerliche Vorteile genossenschaftlichen Wohnens hin und betonte, dass seine Genossenschaft stabil 4 % Dividende für Genossen auf den Genossenschaftsanteil auswirft, auch wenn man derzeit keine Wohnung beansprucht. Wer aber eine Wohnung nutzt, kann diese Dividende als Mietpreisminderung, also unversteuert vereinnahmen. 

Wir Grünen werden an dem wichtigen Thema Wohnungsgenossenschaft konsequent weiter arbeiten und streben hier einen Schulterschluss mit der Mehrheitsfraktion im Gemeinderat an, ohne die in Vaterstetten aufgrund der Mehrheitsverhältnisse nichts geht.

Ansonsten gibt es aus der letzten Gemeinderatssitzung noch zu berichten, dass unser Antrag "Krippenplätze für Vaterstetten" zur Ansiedlung des privaten Kinderkrippenträgers "Seepferdchen e. V." einstimmig angenommen wurde. Wir hoffen nun, dass möglichst bald eine Vereinbarung getroffen werden kann, um dem immer noch eklatanten Mangel an Krippenplätzen endlich abzuhelfen.

Der Antrag des Gemeinderatskollegen Bienheim (Freie Wähler/BI) zum Vorhaben Kino mit VHS / Musikschule und Tiefgarage am S-Bahnhof Baldham fand erwartungsgemäß lediglich in dem Teil Zustimmung, der die Veräußerung des noch im Gemeindeeigentum befindlichen Grundstücks nördlich der Finkenstraße vorsah. An dem Kinoprojekt hält die CSU nach wie vor verbissen fest, obwohl im Grund bereits klar erkennbar ist, dass es sich nicht wird realisieren lassen.

 

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