Bündnis 90/Die Grünen

im Landkreis Ebersberg

08.07.2010 Vaterstetten - aus dem Gemeinderat

Spannende Diskussion um das Rathausumfeld Vaterstetten - Sanierung oder Neubau des Rathauses? Thema Windkraft ungenügend vorbereitet.

11.07.10 –

Der Grünen-Vorschlag, zu prüfen, ob ein Abriss des Rathauses nicht eine Alternative zur immens teuren Sanierung darstellen könnte, fand nun nach einem Jahr Eingang in die Überlegungen aller Fraktionen im Gemeinderat.

Das Top-Thema der ersten Juli-Sitzung des Gemeinderates war die Vorlage des Berichts der Arbeitsgruppe "Rathausumfeld". Der zweite Bürgermeister Martin Wagner als Vorsitzender dieser Arbeitsgruppe stellte zunächst den Verlauf der Arbeit des Arbeitskreises vor. Er stellte dar, welche Überlegungen und Erfahrungen in die Vorlage eingearbeitet wurden.

Als Arbeitsergebnis der Gruppe wurden zwei mögliche Alternativen zur Ortsmitte Vaterstetten vorgestellt. Die Alternative 1 ist gesplittet in 1a und 1b.

Den Alternativen gemeinsam ist die geplante Ansiedlung eines "Nahversorgungszentrums" mit integriertem Vollsortimenter und ein Rathaus (saniert oder neu). Geplant ist ein einheitlicher Entwurf, der das gesamte Gebiet um das Rathaus zu einer attraktiven Ortsmitte werden lässt. Die Verwaltung soll eine europaweite Ausschreibung für ein "Wettbewerbliches Dialogverfahren" vorbereiten.

Im Wesentlichen werden zwei Grundmodelle ausgeschrieben:

Variante 1:

Verwertung der Flächen bei Erhalt des Rathauses
- Alternative 1a: mit gleichzeitiger Errichtung eines Bürgersaales

- Alternative 1b: mit späterer Errichtung eines Bürgersaales

Variante 2:

Verwertung der gesamten Flächen (Abbruch Rathaus) mit gleichzeitiger Errichtung Bürgersaal

Ein Beschluss wurde noch nicht gefasst, um mögliche Verbesserungen oder Änderungen noch einarbeiten zu können. Wir Grüne werden den Prozess um das Ortszentrum aufmerksam und kritisch beobachten. Neben ästhetischen und ortsplanerischen Erwägungen steht bei uns immer auch die Finanzierbarkeit der Planungen und der Realisierung im Fokus.

Das zweite große Thema der Sitzung war die Windkraft. Nach langer Diskussion zeigte sich, dass der Beschlussvorschlag der Verwaltung so nicht zur Abstimmung gestellt werden konnte.

Die Gemeinde hätte sich, wie unserer Fraktionssprecher Robert Winkler darlegte, im Fall einer Zustimmung in höchst gefährliches juristisches Fahrwasser begeben. Schließlich ließ sich auch Bürgermeister Niedergesäß überzeugen, dass die Vorlage seiner Verwaltung mangelhaft vorbereitet wurde und nicht zielführend im Sinne einer wünschenswerten Stärkung erneuerbarer Energien ist:

Er zerknüllte die Vorlage und warf sie auf den Boden. Als Grüne hoffen wir selbstverständlich, dass dies nicht Ausdruck einer Unlust am Thema Windenergie war, sondern lediglich den Unmut über die Beschlussvorlage ausdrückte!

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