08.03.16 –
Bericht zur Grünen Runde am 7. März 2016 im Alten Hof - Brunnenstube - Vaterstetten
Die bevorstehende Wahl für den Ersatz von Christopher Schulze im Ortsvorstand wurde auf einen späteren Termin verschoben. Es ist üblich, im Turnus von zwei Jahren neu zu wählen. Es eilt also nicht.
Günter Glier hatte einige Folien vorbereitet um durch Schlagzeilen aus den Zeitungen die Einstimmung auf das Thema des Abends herzustellen. Von den Ereignissen in Europa und Nahost zu den Vorgängen in Deutschland, dann im Landkreis und schließlich Nachbargemeinden, darunter Markt Schwaben und schließlich Vaterstetten.
Der erste Referent, Herr Dr. Joachim Weikel kam von "auswärts" - Markt Schwaben, wo er selbst einen Helferkreis aufgebaut hat. Der zweite Referent, Herr Arno Weil betreut hier in Vaterstetten das "Verdi-Camp" neben der Feuerwehr.
Beide Gäste sind im dauerhaften Kontakt zu den Flüchtlingen und konnten aus dem Alltag ihre Erfahrungen vor uns ausbreiten.
Fragen wie "vertragen sich die untergebrachten Menschen aus. verschiedenen Regionen?" - Manchmal ist das Versetzen in eine andere Unterbringung notwendig. "Gibt es einen Gemeinschaftsraum für Kontakte untereinander?" - Anfangs waren alle Container im Verdi-Camp durch Flüchtlinge belegt , ein Zelt war vorhanden, das durch den Sturm weggenommen wurde. Danach konnten Container geräumt werden und stehen somit nun als Gemeinschaftsraum zur Verfügung.
Grosses Problem ist die Pünktlichkeit, sie kann nur durch Konsequenz vermittelt werden und funktioniert vor allem dann, wenn dadurch ein Erfolg (z.B. Deutschkurs) besucht werden kann.
"Wie geht man mit den Flüchtlingen um, falls irgendein Kontakt entsteht?" Ganz einfach: Behandeln wie jeden anderen Passanten, also grüßen, es wird zurück gegrüßt. Es entstehen sehr nette Unterhaltungen, wenn man sich darauf einlässt. Man erfährt z.B. woher sie kommen und wo sie untergebracht sind usw. und spricht in Englisch und Deutsch, was sehr amüsant sein kann.
Das Landratsamt steht unter sehr starkem Druck und die Mitarbeiter sind durchwegs überlastet.
Die Bewerbung um Arbeitsplätze erfordert von den Flüchtlingen ein mühevolles und umfangreiches Ausfüllen von Formularen. Dies kann nur mit Unterstützung durch die Betreuer zu einer erfolgreichen Vermittlung führen, aber es gelingt.
Es konnten weiterhin viele Fragen aus der Praxis der Referenten beantwortet werden.
Insgesamt war es ein sehr informativer und gelungener Abend. Wir bedanken uns bei den beiden Referenten ganz herzlich.
Günter Glier und Monika Kalberlah, Ortsvorstände in Vaterstetten
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