
18.05.26 –
Die Grüne Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Tierschutz hat Anfang Mai einstimmig ein Positionspapier beschlossen, demzufolge die Anbindehaltung von Rindern verboten werden soll.
Laut Statistischem Bundesamt gibt es in Deutschland 1.138.400 Anbinde-Haltungsplätze, verteilt auf 413.000 Betriebe. Bayern führt die Statistik mit 628.300 Plätzen an (Stand: März 2020). Auch in Biobetrieben wird Anbindehaltung praktiziert. Die Grüne Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Tierschutz hat Anfang Mai einstimmig ein Positionspapier beschlossen, demzufolge die Anbindehaltung von Rindern verboten werden soll.
Begründet wird diese Forderung damit, dass Anbinden das natürliche Verhalten der Tiere einschränkt und soziale Interaktionen verhindert. Unter freibeweglichen Bedingungen legen Rinder täglich mehrere Kilometer zurück (durchschnittlich 2–4 km, in extensiven Systemen deutlich mehr). Sie sind ausgeprägte Herdentiere, die in stabilen sozialen Gruppen mit Rangordnungen und langfristigen Sozialbeziehungen leben, heißt es in dem Papier.
An der Kette angebunden können sich die Tiere nur niederlegen, wo sie stehen und ihre Liegeposition nur minimal verändern. Wichtige Komfort- und Pflegeverhaltensweisen wie Selbstpflege und gegenseitiges Belecken (soziale Fellpflege) werden durch die Fixierung weitgehend verhindert.
Moderne Milchkühe mit einer hohen Milchleistung sind viel breiter, länger und höher als Kühe der ursprünglichen regionalen Rassen und finden in den alten Ställen häufig nicht genug Platz. Wegen der beengten Bedingungen können sie zum Beispiel nicht alle gleichzeitig liegen oder sie liegen im Bereich der Gitterroste bzw. der Kotstufe, argumentiert die BAG..
B.G.
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