Fukushima hat Deutschland verändert: Die "Energiewende" wurde vom Lippenbekenntnis zum allseits anerkannten Thema. Grüne Vordenker hatten gegen massive Widerstände den Boden dafür bereitet.
Auch vor Ort finden Grüne Lösungsansätze jetzt Gehör - ihre Umsetzung geschieht aber bisher zu zögerlich und erfordert deutlich mehr Mut. So konnte der städtische Arbeitskreis "Energiewende 2030" erst nach zähem Ringen die Auseinandersetzungen pro und contra Klimaschutzkonzept Ebersberg zugunsten einer professionellen "Roadmap" entscheiden: Fachleute zeigen der Stadt nun auf, wie viel Wärme und Strom aus erneuerbaren Energien in der Gemeinde "geerntet" werden könnten und welche Maßnahmen hierfür getroffen werden müssen.
Für eine künftige günstige und nachhaltige Strom- und Wärmeversorgung muss die Stadt (viel) Geld in die Hand nehmen - und eigene Stadtwerke gründen. Sie zu etablieren ist Aufgabe des Bürgermeisters und muss zur Chefsache erklärt werden!
Stadtwerke sind bedeutsam für die Steigerung der kommunalen Wertschöpfung sowie das erreichen der Energiewende - hin zu 100% erneuerbare Energien!
Ziele von Stadtwerken sind:
"¢ Ausbau der umweltverträglichen Eigenerzeugung
"¢ Erweiterung und Optimierung der Netzinfrastrukturen
"¢ Erhalt und Hinzugewinnung von Konzessionsverträgen
"¢ attraktive Energiedienstleistungsangebote für Haushalts- und Gewerbekunden
Hier finden Sie eine interessante Foliensammlung zum Thema Rekommunalisierung der Energieversorung des Verbands kommunaler Unternehmer e.V.
Gemäß dem Antrag der Grünen-Fraktion vom November 2008 an den Ebersberger Stadtrat zur Umstellung der städtischen Liegenschaften auf Ökostrom wurden bei der städtischen Stromausschreibung für 2010 bis 2013 die Emissionseinsparung mit 20% und der Preis (nur) mit 80% bewertet.
Dadurch kam mit der Firma Lichtblick ein Anbieter von echtem Ökostrom zum Zug. Eine der größten CO2-Einsparungen der Stadt überhaupt!
"Ebersberger Ökostrom wird noch ökologischer" EZ vom 04.02.2010
Die Stadt Ebersberg modernisiert in den letzten Jahren sukzessive ihre Liegenschaften und bringt sie energetisch auf den Stand der Technik:
2009 Kläranlage: Strom- und Wärmeerzeugung aus Klärgas
2009 Umkleiden im WSP: Installation einer Solarthermie- und PV-Anlage
2011 Familienzentrum: Vollwärmeschutz, PV-Anlage (1,5 Mio. €)
2011 Kiga St. Benedikt (Beteiligung am Neubau der kath. Kirche, 1 Mio. €)
2011 Straßenbeleuchtung: Erneuerung und Optimierung
2012 Bauhof: Vollwärmeschutz
2012 Schule Oberndorf: neue Fenster (Dreifachverglasung)
2011-2014 Generalsanierung der Mittelschule samt Turnhalle (ca. 15 Mio. €)
2012 Grundschule: Vollwärmeschutz
Folgende Sanierungs-Projekte wurden "vorerst nicht in die Haushaltsplanung 2011" der Stadt aufgenommen:
"¢ Vollwärmeschutz Lehrerwohnhaus Oberndorf
"¢ Neue Heizungsanlage für Altes Kino und Marienplatz 4
und könnten durch folgende ergänzt werden:
"¢ Generalsanierung Kindergarten St. Sebastian
"¢ Generalsanierung Hallenbad (33% des städtischen Wärmebedarfs)
"¢ Sanierung FFW Ebersberg (8% des städtischen Wärmebedarfs)
"¢ Vollwärmeschutz Altes Lehrerwohnhaus (Bgm.-Müller-Str.)
Ein großer Fehler wurde beim Millionen-Projekt Stadtsaal gemacht: die geplante Ausstattung mit einer konventionellen Gasheizung ist ein unglaublicher Anachronismus (und wäre heute bereits baurechtlich nicht mehr zulässig!). Es sollte jetzt zumindest geprüft werden, ob der Stadtsaal an das Nahwärmenetz der Ebersberger Grund- und Mittelschule angeschlossen werden kann.
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