
21.09.26 –
Wir Grünen haben einen Antrag gestellt, die Bahnunterführung auf der Nordseite zu begrünen, der in der Gemeinderatssitzung letzte Woche behandelt wurde. Der Antrag lautete:
Die Gemeinde möge die Nordseite der Bahnunterführung am Bahnhof unter Berücksichtigung der Verkehrsströme begrünen
a) an den Betonwänden
b) als Grünfläche innerhalb der Asphaltfläche mit oder ohne Option einer Sitzfläche
Hintergrund des Antrags war, dass wir aus der Bevölkerung immer wieder der Wunsch an uns herangetragen wurde, die Nordseite der Bahnunterführung am Bahnhof stärker zu begrünen. Die große Asphaltfläche und die kahlen Betonwände werden als störend, unästhetisch und unökologisch empfunden.
Bereits früher wurden die Begrünungsmöglichkeiten im Gemeinderat diskutiert und Maßnahmen auf der Südseite beschlossen und umgesetzt. Dort wurde die östliche Böschung mit Bäumen und einer Blühwiese versehen und die triste Asphaltfläche durch eine dreieckige Grünfläche mit Bäumen und einer Sitzgelegenheit aufgebrochen. Auf der Nordseite wurde im Hinblick auf die Verkehrsströme die Umsetzung einer Grünfläche im Asphalt verschoben. Wir baten daher um eine Wiederaufnahme der Überlegungen und die Ausarbeitung von Vorschlägen zu Begrünung der Asphaltfläche und der Betonwände, soweit möglich.
Die Verwaltung befürchtet bei einer Begrünung der Betonwände technische Probleme mit dem Bauwerk (Eingriff in die bestehende Betonkonstruktion und deren Abdichtung) sowie hohen Aufwand bei der Pflege. Das Gremium konnte sich nicht auf eine kurzfristige Umsetzung einer Grünfläche mit Baum innerhalb der Asphaltfläche einigen. Daher folgten wir dem Vorschlag der Verwaltung, vor dem Hintergrund der derzeitigen Haushaltslage die Möglichkeit eines Baumstandortes im Zusammenhang mit der zukünftigen Umgestaltung und Aufwertung des Marktplatzes und der Ortsmitte gemeinsam zu planen.
Bleibt zu hoffen, dass wir bald zu einer (auch ökologischen) Aufwertung der Gesamtfläche kommen und diese dann auch finanzierbar sein wird.
Einwohnerprognose und Simulation Gymnasium
Ebenfalls in der letzten Gemeinderatssitzung wurde die Einwohnerprognose für Poing fortgeschrieben. Wesentlich ist die erfreuliche Erkenntnis, dass trotz des weiteren Zuzugs in W7 und W8 sowie des Wohnungsbaus Am Hanselbrunn die Versorgung mit Grundschul-, Krippen- und Kindergartenplätzen weitestgehend gesichert ist.
Besonders aufschlussreich war die Simulation eines Poinger Gymnasiums. Hier zeigt die Prognose ganz klar, dass eine Auslastung mit weit über 1000 Schülern bis 2040 gesichert ist. Die Gymnasien in Markt Schwaben und Vaterstetten sind aktuell bereits überfüllt. Das Gymnasium Kirchheim (Landkreis München) nimmt derzeit die meisten Schüler aus Poing auf, macht aber keine Aussagen dazu, ob das auch in Zukunft möglich sein wird. Die Vergangenheit zeigt, dass ein Aufnahmestopp von heute auf morgen erfolgen kann.
Die Zahlen zeigen somit eindrucksvoll, dass der Bau eines Gymnasiums in Poing
absolut notwendig und sinnvoll ist!
Für die Fraktion der Poinger Grünen
Werner Dankesreiter
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