Bündnis 90/Die Grünen

im Landkreis Ebersberg

Bärbels Garten

Bärbel Aschauer-Lamml geehrt

20.08.26 –

Laudatio von Waltraud Gruber:

Würde ich einen Film über Bärbel drehen, dann gäbe ich ihm den Titel „Bärbels Garten“.

Stehe ich in ihrem Garten, gerade jetzt, wo die Apfelbäume voll mit roten Äpfeln sind, dann denke ich: „So würde das Paradies aussehen, falls es denn eines gibt“.

Ein schöner, großer und gepflegter Apfelgarten mit den guten alten Sorten, dazwischen grasen Schafe, eine kleine Feuerstelle ist da, ein Gartenhäuschen zum Feiern …

Und Bärbels Feste sind einmalig. Geburtstags- und Sommerfeste, aber auch ihre Feste zum Jahres-Rhythmus. So wie beispielsweise letzten Sonntag zur Herbst-Tag-und-Nachtgleiche – „Zeit des Ausgleichs und des Dankes“, sagt sie. Es gibt einen wahren Schatz an alten Bräuchen und Mythen. Sie geben Bärbl den Anlass inne zu halten und das Bewusstsein zu schärfen. Doch sie verweilt nicht im Alten, sie spannt den Bogen nach heute zu uns selbst. Fortführen, erneuern, weiterentwickeln, das sind ihre Ziele.

Bärbl, die Oma von 5 Enkelkindern ist, möchte gerade auch den Kindern die Schätze der Natur nahebringen. So kommt im Herbst der Frauenneuhartinger Kindergarten in ihrem Garten und gemeinsam wird Apfelsaft gepresst und jedes Kind bekommt eine Flasche voll mit.

Für Bärbel liegt die wirkliche Weisheit in der Natur. Sie kennt die Pflanzen, schätzt sie und ehrt sie. Die Ausbeutung der Natur und unsere Verantwortung ihr gegenüber, das ist der Motor für ihr Grünes Engagement.  

Sie ist entsetzt von der globalen politischen Entwicklung. Ihre Hoffnung ist der Austausch mit den Menschen vor Ort. Der persönliche Kontakt. Denn ein Gespräch ist nicht anonym und Bärbl scheut sich nicht ihre Meinung kund zu tun. Sie lässt sich nicht einschüchtern, argumentiert aber stets auf ihre einfühlsame zugewandte Art.

So auch im Frauenneuhartinger Gemeinderat, dem sie 6 Jahre lang angehörte. Es ist in Frauenneuharting nicht so, dass einfach eine grüne Liste aufgestellt wird. In Frauenneuharting gibt es zwei Listen. Das war immer schon so und so wird es wohl auch bleiben. Eine für die CSU und eine der Freien Wähler. Und über diese Liste kam Bärbl in den Gemeinderat.

Das zeigt schon, sie ist mitten drin in ihrer Gmoa. Als Senioren-Beirätin organisiert sie Wanderungen und Kaffeekränzchen für die Senioren. Überhaupt ist sie ein großes Kommunikations-Talent und schafft es, auch als bekennende Grüne in Frauenneuharting anerkannt und beliebt zu sein. Ein Bauer hat mal zu ihr auf seine Art anerkennend gesagt: "Bärbl, du bist zwar a Greane, aber mit dir ko ma redn." 

Als Logopädin hat sie Kontakte zu den Gesundheitsberufen. Die hat sie genutzt und ist Gründungsmitglied der Ebersberger Ortsgruppe von „Health For Future“. Das Motto ist: „Gesundheit braucht Klimaschutz – denn gesunde Menschen gibt es nur auf einem gesunden Planeten!“.

Bärbels ökologischer Fußabdruck ist vorbildlich. Sie ernährt sich vegetarisch und ökologisch, Reisen in die Ferne braucht sie nicht.

Am liebsten ist sie in ihrem Traumgarten – warum fortfahren, wenn es daheim so schön ist. Für die kurzen Strecken, hat sie ihr kleines E-Auto. Ansonsten geht sie in ihrer Umgebung zu Fuß.

Und ja, Ortsvorsitzende des Ortsverbands der Grünen Aßling, Frauenneuharting und Emmering ist sie auch – zusammen mit Konrad Eibl und mir.

Würde wirklich ein Film über Bärbel gedreht werden, er würde uns alle animieren sorgsamer mit der Natur und untereinander umzugehen. Die Welt wäre eine bessere, gäbe es mehrere Bärbels, die so sind wie sie.

 

 

 

Kategorie

Demokratie | Naturschutz/Flächenfraß

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