Bündnis 90/Die Grünen

im Landkreis Ebersberg

Transparenz bei der Schulplanung

Kreistagsfraktion fordert aktuelle Daten zu Schülerzahlen und Prognosen

26.10.26 –

"Die Planung unserer Schulen ist eine Investition in die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen. Damit diese Investitionen sinnvoll und nachhaltig erfolgen, benötigen wir eine belastbare Datengrundlage. Deshalb fordern wir im Kreis- und Strategieausschuss (KSA) sowie im Kreistag die sofortige Vorstellung der aktuell vorliegenden Informationen zu Schülerzahlen und deren Prognosen für die Gymnasien im Landkreis", so die Grüne Kreistagsfraktion.

Warum ist das jetzt wichtig?

"Angesichts der aktuellen Haushaltslage und bestehender Haushaltssperren ist eine präzise Bedarfsplanung unerlässlich. Wir können es uns nicht leisten, finanzielle Mittel dort einzusetzen, wo kein tatsächlicher Bedarf besteht, während an anderen Stellen Engpässe drohen. Eine fundierte Entscheidung der Kreisrätinnen und Kreisräte ist nur möglich, wenn alle Fakten auf dem Tisch liegen", so Thomas von Sarnowski, der den Antrag federführend erstellt hat.

Die Fraktion fordert die Darstellung folgender Daten:

  • Aktuelle Zahlen: Die Einschreibungen pro Jahrgangsstufe an den Gymnasien des Landkreises sowie deren Entwicklung der letzten 5 Jahre.
  • Prognose-Check: Ein Vergleich, wie sich die Schülerprognosen der vergangenen 5 Jahre im Vergleich zu den tatsächlichen Zahlen entwickelt haben.
  • Kapazitäten: Die derzeitige Auslastung und die maximalen Schülerkapazitäten der jeweiligen Schulen.
  • Regionaler Kontext: Die Entwicklung der Einschreibungen in der 5. Jahrgangsstufe an den benachbarten Gymnasien in Kirchheim, Aschheim und Haar.
  • Fachliche Bewertung: Eine Stellungnahme der Verwaltung zur Studie der Gemeinde Poing bezüglich der Schülerprognosen am dortigen Gymnasium und den Nachbarschulen.

Keine Verzögerungen bei der Information

Die Verwaltung hat angekündigt, eine umfassende Prognose inklusive der Daten der Nachbarlandkreise erst im Frühjahr 2027 fertigzustellen. Dieser Zeitraum ist der Fraktion zu lang. Um die politische Entscheidungsfähigkeit nicht zu blockieren, fordert sie, dass bereits jetzt die vorliegenden Daten präsentiert und diskutiert werden. Eine aktualisierte Fassung kann dann im Frühjahr folgen.

"Nur durch eine transparente, eigenständige und zügig veröffentlichte Datengrundlage des Landratsamts können wir sicherstellen, dass die Schulplanung sachlich und im Sinne aller Schüler*innen und Eltern erfolgt", so Fraktionssprecherin Sarah Onken.

→ Den Antrag, der am 25.10.26 eingereicht wurde, lesen Sie hier

Kategorie

Bildung | Finanzen/Wirtschaft

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