Bezirkstagswahl Oberbayern

Im Herbst 2023 stehen in Bayern Wahlen an. Gewählt werden Landtag und Bezirkstage.

Die Mitglieder von B90/DIE GRÜNEN  schicken jeweils eine*n Kandidat*in für den Landtag und ein*e Kandidat*in für den Bezirkstag Oberbayern ins Rennen um das Direktmandat im Landkreis Ebersberg.

Auf der Aufstellungsversammlung am 26.10.22 im Gasthof zum Kastenwirt in Grafing wurde Ottilei Eberl zur Direktkandidatin für die Wahl zum Oberbayerischen Bezirkstag 2023 für den Stimmkreis Ebersberg gewählt.

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Ottilie Eberl

Liebe Freundinnen und Freunde im KV Ebersberg,

ich bewerbe mich im KV Ebersberg als Direktkandidatin für die Bezirkstagwahl in Oberbayern.

Seit 2018 bin ich gewählte Bezirksrätin als eine von 18 der Grünen Bezirkstagsfraktion.

Mein Schwerpunkt ist die Sozialpolitik, deshalb bin ich Mitglied im Sozial- und Gesundheitsausschuss.

90% des Haushalts des Bezirks fließen in die soziale Sicherung. Die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen ist ein großer Teil davon. Meine Erfahrung an der Basis und das Wissen über den Alltag bei Betreuung, Begleitung und Assistenz von Menschen mit Behinderung bringe ich in die Beratungen im Bezirkstag ein.

Weitere Aufgaben in meiner bisherigen Bezirkstagsarbeit sind die Mitarbeit im Aufsichtsrat der Bau-GmbH München Land, Mitglied im Zweckverband Holzknechtmuseum Ruhpolding und im Holztechnischen Museum in Rosenheim.

Als Stellvertreterin habe ich auch in der Arbeitsgruppe Erinnerungskultur mitgearbeitet.

Was bewegt mich, weiter im Bezirkstag mitarbeiten zu wollen?

In den letzten vier Jahren habe ich viele Bereiche kennengelernt außerhalb meiner bisherigen Berufserfahrung, vor allem im Bereich seelische Gesundheit und im Bereich Intensivwohnen. Diese Projekte will ich weiter begleiten und mich für optimierte Betreuung einsetzen.

Z.B. will ich den dringend notwendigen Neubau eines Wohngebäudes für Menschen mit intensivem Betreuungsbedarf unterstützen. Leider ist bis jetzt keine Einigkeit mit den Kostenträgern über ein teureres, aber langfristig erfolgreicheres Konzept erzielt worden

Der Bezirkstag braucht Menschen aus der Praxis, die wissen, wovon sie reden. Leider ist der aktuelle Bezirkstag mit wenig Praktiker*innen ausgestattet.

Gelebte Eingliederungshilfe

40 Jahre habe ich in Wohngruppen gearbeitet, in denen Menschen mit geistiger Behinderung leben. Mit ihnen wird gekocht, geputzt, gewaschen, Freunde eingeladen, Reisen geplant, Streit geschlichtet, Windeln gewechselt, beim Duschen geholfen, Liebeskummer besprochen. Als Erzieherin war ich von 1977 bis 2019 im EV Steinhöring beschäftigt, einer großen, modernen Einrichtung mit Schwerpunkt Betreuung von  Kindern und Erwachsenen mit kognitiven Einschränkungen, seit 1994 in einer Außenwohngruppe in Grafing. Die Bewohner*innen dort schätzen ihre Privatheit in kleinteiligen Wohneinheiten, schätzen ihre Eigenständigkeit und Unabhängigkeit sehr. Für diese Wohnformen setze ich mich im Bezirk ein, kleine Wohneinheiten auch in größeren Häusern.

Für die Weiterentwicklung der Werkstätten für Menschen mit Behinderung habe ich in den letzten Jahren viele Gespräche geführt, viele Werkstätten besucht und mit den Beschäftigten gesprochen.

Getreu dem Motto: Nicht ohne uns über uns.

Es muss ein Wahlrecht geben für Menschen mit Behinderung, wo sie ihre Arbeitskraft einbringen wollen. Deshalb brauchen alle Werkstätten Außenarbeitsplätze, angeschlossene Integrationsfirmen und Jobcoaches, um das Budget für Arbeit zu ermöglichen.

Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und des Bundesteilhabegesetzes hat noch viele Hürden vor sich, die ich gerne helfe, zu überwinden.

Genauso wichtig und groß sind die Bereiche der Hilfen für psychisch erkrankte Menschen. Hier ist der Krisendienst, den der Bezirk inzwischen flächendeckend anbietet, eine sehr hilfreiche Einrichtung.

Wie soll die Personalnot und der Fachkräftemangel behoben werden?

Sie kann nur durch bessere Arbeitsbedingungen und höhere Bezahlung gelöst werden. Dafür ist ganz sicher mehr Geld notwendig als bisher ausgegeben wurde.

Weitere Themen im Bezirk sind Kulturförderung, Imkerei, Fischerei, Kloster Seeon und Volksmusik und die Landwirtschaft. Der Bezirk besitzt 391 ha landwirtschaftliche Flächen, die nicht ökologisch bewirtschaftet werden. Die Umstellung der landwirtschaftlichen Güter des Bezirks auf giftfreie biologische Bewirtschaftung muss gelingen. Dazu hatten wir mehrere Gespräche und Anträge beim Bezirksgut in Haar, auch zu PV-Anlagen auf den Dächern.

 In der Kommunalpolitik sind meine Schwerpunkte  Barrierefreiheit, Carsharing und innovative Wohnformen, z.B. Mehrgenerationenhäuser. In den letzten zwei Jahren habe ich mich intensiv im Senioren- und Pflegebereich für mehr Kurzzeitpflegeplätze und die Unterstützung der Menschen, die Angehörige daheim pflegen, eingesetzt.

Behinderung und Pflegebedürftigkeit – jede und jeden kann das treffen.

Es zeichnet eine Gesellschaft aus, wenn sie in einen würdevollen Umgang und in eine Öffnung des öffentlichen Lebens gegenüber allen Menschen investiert.

Dazu gehört auch mehr Wertschätzung und bessere Arbeitsbedingungen für die Pflegekräfte.

Privat: Geboren 1953 im Landkreis Mühldorf, verheiratet, zwei erwachsene Kinder, begeisterte Oma, seit 1977 im Landkreis Ebersberg beruflich und privat unterwegs, seit 1984 in Grafing.

Engagement: Seit 1985 Mitglied der Grünen und Mitbegründerin des Grafinger Ortsverbandes

von 1990 bis 2014 Stadträtin in Grafing, seit 2020 Stadträtin  und Kreisrätin

Mitgründerin der Kinderwerkstatt Grafing, des Frauenzentrums Ebersberg, der fair-Grafing Weltladen Genossenschaft, des Vereins Grafinger Autoteiler und des WiNGS (Wohnen in Nachbarschaft Grafing Stadt) e.V.

Die Bewerbung von Ottilie Eberl als pdf

Mehr über Bezirksrätin Ottilie Eberl finden Sie hier

 


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