Unsere Wahlkampf-Veranstaltungen

Offizielle Wahlparty abgesagt

 

 

Wegen der Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus mussten wir unsere Wahlparty absagen, beziehungsweise auf unbestimmte Zeit verschieben. Immerhin kam es dann doch zu einem Gläschen Sekt - unter Wahrung von Abständen! 

 

 

Robert Habeck in Grafing

 

Diese wunderbare Veranstaltung haben die Grafinger Grünen organisiert. Wir waren natürlich mit vielen Vertreter*innen unseres Ortsverbands mit dabei im "Lokal zur Wahl"!

4. März 2020


"Politik Pur" mit den Bürgermeister-Kandidaten

Heiße Diskussion um Wege und Windkraft

Mit unseren Stadtrats-Kandidat*innen und mit den Bürgermeister-Kandidaten der anderen Parteien diskutierten wir die Kernthemen für die Zukunft Ebersbergs. Im Mittelpunkt standen die Bereiche Energie, Wohnen, Mobilität, Soziales, Wirtschaft und Naturschutz. Die  eingeladenen Bürgermeisterkandidaten erhielten Gelegenheit, sich zu den „Grünen Wahlprüfsteinen“ zu äußern. 

Konzipiert und moderiert wurde der Abend von Dr. Marc Block, unserem männlichen Spitzenkandidaten. Die Fragen an die Bürgermeisterkandidaten stellte Claudia Peter vom Ortsvorstand. Um das zahlreich erschienene Publikum auf die Themenkomplexe einzustimmen, trugen unsere Stadtratskandidat*innen Positionspapiere vor, die mit den Themen korrespondierten.  

Alle Bürgermeisterkandidaten für Ebersberg (bis auf den terminlich verhinderten Herrn Spötzl, FDP) waren gekommen, um zu den Antworten auf unsere Wahlprüfsteine, die sie uns zuvor schriftlich eingereicht hatten, noch einmal persönlich Stellung zu nehmen. Nicht immer fiel es den Bewerbern für das höchste Amt in der Stadt ganz leicht, auf unsere Fragen konkret zu antworten. Ausweichmanöver ließ Claudia aber keinem durchgehen. Auffallendste Differenzen gab es bei den Themen Verkehrsführung und Energiewende. So wird der Verlauf einer möglichen Tunneltrasse noch viel Gesprächsstoff liefern; Windräder, sind mit den Freien Wählern nicht zu machen, während alle anderen sie für unabdinglich halten.
Eine ausgesprochene Empfehlung für einen der Bürgermeister-Kandidaten wird es unsererseits gegebenenfalls vor einer möglichen Stichwahl geben.

Hier mehr zu der Veranstaltung.
Die Wahlprüfsteine sowie die schriftlichen Antworten der Kandidaten können Sie  hier nachlesen.

Bettina Goldner, Februar 2020


Erstes Ebersberger Barcamp

"Eine Unkonferenz selbst zu erleben, bewirkt mehr als tausend Worte." Motto: DEINE ZUKUNFT IST JETZT! 

Die Idee zu dem Projekt Barcamp, Unterm First, am Nachmittag des 8. Februar. und seine Leitung hatte Grüne Stadtratskandidatin Lakhena Leng, IT-Expertin, selbstständige Unternehmerin und Mutter von zwei kleinen Kindern. Landratskandidatin Waltraud Gruber machte mit, ebenso wie Anna Maria Blau, Zukunftsmacherin – Petra Broese, Yogalehrerin - Philipp Goldner, Stadt- und Kreisrat   - Prisca Gregory, Coach - Kristina Henry, Vorstand Verein Dynamic Facilitation, - Andreas Hoffmeyer, Web-Development - Bärbel Körner, Anti-Plastik-Initiative - Manuela Kordel, Graphic Recording –  r – Marjeta Prah-Moses, Webdesign – Patrick Ranz, Filmemacher, Musiker – Tanja Schnetzer-Ruthmann, Ansprechpartnerin für Gemeinwohl-Ökonomie. 

Ein Barcamp ist eine „Un“konferenz. Im Gegensatz zu einem Vortrag, einer Schulung oder einer Konferenz gestalten alle Barcamper*nnen aktiv das Barcamp mit. Auf nicht weniger als zwanzig, teils parallel laufenden 45-minütigen Sessions stellten sie im Barcamp Ebersberg eigene Projekte, Ideen oder Probleme vor und diskutierten mit den Teilnehmer*innen. Die Gäste referierten selbst und/oder unterstützten die Anwesenden beim Vorstellen ihrer Projekte.

Hier mehr zu der sehr erfolgreichen und von allen Altersgruppen gut besuchten Veranstaltung.


Konzert mit Nirit Sommerfeld und ihrer Band Shlomo Geistreich

Ein toller Rahmen für die Vorstellung unseres Wahlprogramms!

 

 

„Mazel tov“, also „viel Glück!“ oder „viel Erfolg!“ - mit diesem Ohrwurm  stimmten Nirit Sommerfeld und ihre Band „Shlomo Geistreich“ das gespannte Publikum auf den Abend ein. Der begann mit der Vorstellung von Waltraud Gruber, Grüne Landratskandidatin und dienstälteste Grüne Kommunalpolitikerin in Bayern. Die derzeit stellvertretende Landrätin zählte die Maßnahmen auf, mit denen sie beeindruckend ihr Leben ökologisch umgebaut hat. Beim Co2-Zähler kam dann trotzdem heraus, dass sie mit ihrem Lebensstil immer noch 1,7 Planeten verbraucht. (Und es hängen doch in ganz Ebersberg Plakate, denen zufolge es keinen „Planet B“ gibt!) Die Empfehlung des Co2-Zählers löste allgemeine Heiterkeit aus: „Engagieren sie sich politisch für Klimaschutz!“

Na, diesen Rat hatten sich offenbar auch andere zu Herzen genommen, wie die anschließenden provokanten Fragen und Behauptungen zeigten, mit denen Moderator Matthias Konrad in Gestalt einer Infotisch-Nervensäge die Kandidat*innen für den Stadtrat traktierte. „Glaubt ihr wirklich, Ebersberg über ein paar Windräder voll mit Energie versorgen zu können?“, wollte er zum Beispiel von ihnen wissen. Oder: „Programmieren Begegnungszonen im Verkehr nicht das Chaos?“, „Tunnel! Bautechnisch unmöglich und nicht finanzierbar!“, „Artenschutz. Der geht eindeutig gegen die Bauern!“,  „Quartierskonzepte! So was Kompliziertes!“, „flächensparendes Wachstum - wie soll das bei der Wirtschaft funktionieren?“

Mit ihren Antworten erläuterten die Befragten praktisch das Grüne Ebersberger Wahlprogramm, das zeitgleich veröffentlicht wurde.  

„Mit Windrädern in Bürgerhand können alle Ebersberger an der Energiewende verdienen. Ein Windrad bringt so viel Energie wie PV-Anlagen auf durchschnittlich 800 Dächern“, konterte etwa Susanne Schmidberger (Platz 3). „Parkraum zu schaffen heißt: den Autoverkehr subventionieren. Stattdessen wollen wir Raum für Zonen in denen sich alle Verkehrsteilnehmer*innen gleichberechtigt bewegen können, nicht nur am Marktplatz, sondern auch an den Schulen“, erklärte Jürgen Friedrichs (4). „Der Goldner-Tunnel ist unsere Lösung für den geringstmöglichen Verkehr“, sagte Helmut Fink (6). „Die heutige konventionelle Landwirtschaft bedroht unsere Lebensgrundlagen“, so Theresa Stock (7). Für die Bauern müsse es sich lohnen, auf bio umzustellen. „Die Nachfrage müssen wir aber selber schaffen!“, appellierte Dr. Marc Block (2) an die Anwesenden. Er erläuterte auch, was „Quartierskonzepte“ bringen sollen: niederschwellige Freizeitangebote, gemeinsame Energienutzung, gute Einkaufsmöglichkeiten in allen Stadtvierteln. Einen Manager brauche es dafür nicht, sondern gemeinsames Übernehmen von Verantwortung.  - „Die richtigen Unternehmen nach Ebersberg bringen“, ein Zauberwort dafür heißt „coworking spaces“, also intelligent genutzter gemeinsamer Raum, so schließlich Lakhena Leng (5). „Wirtschaftswachstum, ein Plus bei den Arbeitsplätzen und der Gewerbesteuer das funktioniert damit auch ohne neuen Flächenverbrauch.“  

Nach so viel Politik rauchte allen der Kopf. Zeit, wieder abzuschalten und in Ruhe alles zu überdenken – etwa bei den wundervollen Klängen eines Liedes, das Nirit Sommerfeld, Trägerin des Grünen Wanninger, selbst völkerverständigend umgedichtet hat und auf hebräisch, arabisch und englisch vortrug: "Jerusalem, du bist die Stadt der Völker“.

Respekt, Gesprächsbereitschaft und Verständigung, das wünschten sich auch alle Anwesenden für möglichst alle Wahlkämpfe.

Bettina Goldner, Januar 2025


Da rockte der Wahlkampf!

Beim Blue-Delight-Konzert stellten sich unsere Kandidat*innen vor

 

Auf den Wahlkampf 2020 einstimmen - funktioniert das mit Rocksongs und Balladen, die über ein halbes Jahrhundert alt sind?
Aber ja! We all want to change the world!  John Lennons Behauptung drückt die Stimmung von uns Grünen aus. Oft fühlen wir uns aber auch am Eve of Destruction, am Vorabend der Zerstörung.  Losing my religion -  aus der Haut fahrend in diesen Zeiten ebenfalls nicht ungewöhnlich. Denn wir haben viel vor: etwa Janis Joplin´s Mercedes Benz durch ein Elektroauto zu ersetzen!

Mit unverwüstlichen Songs wie den erwähnten stimmte Uwe Peters Band Blue Delight die Gäste unseres Eberberger OVs auf Themen ein, die wir beim Kommunalwahlkampf 2020 in den Fokus setzen. Mühelos konnte Moderatorin Claudia Peter, im Ortsvorsitz der Ebersberger Grünen, von den Songs, den sich unsere Kandidat*innen für den Stadtrat gewünscht hatten, auf aktuelle Probleme der Stadtpolitik überleiten. Eingangs stellte sie noch eines klar: Einen Bürgermeisterkandidaten aufzustellen „wäre eindeutig auf Philipp Goldner zugelaufen, den Vater des Ebersberger Tunnels.“ Der habe das Recht, nach zwölf Jahren im Stadtrat die Schwerpunkte in seinem Leben anders zu setzen. „Einfach jemand  anderen zu holen, vielleicht von außen, nur um auch einen Kandidaten zu haben, wäre aus unserer Sicht der Bedeutung des Amtes nicht gerecht geworden und auch nicht unserer Verpflichtung Ihnen gegenüber als Wählerinnen und Wähler.“ Auch das Ausscheiden der langjährigen Stadträtin Rosemarie Will habe mit dazu beigetragen, dass auf  der Grünen Liste neben bekannten Gesichtern jetzt einige neue erscheinen und der Generationenwechsel eingeläutet sei.

 „Wie stellst du dir Ebersberg im Jahr 2026 vor?“ diese Frage mussten ihr nun alle acht Spitzenkandidat*innen beantworten. Jede*r setzte dazu individuelle Schwerpunkte. Einig waren sich alle: Wir wollen eine „menschengerechte Stadt“, wie Jürgen Friedrichs es formulierte, mit so wenig Verkehr und parkenden Autos wie irgend möglich. Dies setzt ein Umdenken beim Thema Mobilität voraus, das wiederum durch bessere Rad- und Fußwege erreicht werden muss. Für den verbleibenden Kfz-Verkehr bietet ein Tunnel die einzig akzeptable Lösung. Dann können „Marien- und Schlossplatz miteinander verbunden und echte Orte der Begegnung“ werden, so Stadträtin Petra Behounek.

 „Das zweite Gleis nach Grafing Bahnhof werden wir bekommen!“, ist Mark Block sich sicher. Ebersberg müsse „ehrgeiziger werden, netzwerken, die anderen mit ins Boot holen, Visionen entwickeln!“. Er selbst sei einfach „nicht mehr bereit, alles zu akzeptieren“. Deshalb kandidiert er für den Stadtrat.

Mehr Frauen in der Politik erhofft Stadträtin Susanne Schmidberger sich für 2026, denn „Frauen sind Teamplayer“. Im Übrigen erscheint es ihr „wie im Märchen“, wie stark die vier Grünen Stadträt*innen ihre Kollegen im Rathaus beeinflusst hätten. Dass das neue Baugebiet Friedenseiche 8 zentral mit Wärme versorgt werden wird, sei ein Meilenstein.

Zum Reizthema Wohnen entwickelte Helmut Fink nachhaltige Vorstellungen – Stichwort: Flexible Wände, begrünte Fassaden, Holzbauweise, weniger Parkplätze pro Wohnung. Ein Anteil am neuen Wohnraum sollte Ebersbergern zu erschwinglichen Preisen vorbehalten bleiben. Bezahlbaren Wohnraum für junge Menschen und junge Familien ist auch großes Anliegen von Christian Heindl.  Auch strebt er bessere Angebote für junge Väter an,  die eine Familienauszeit nehmen. 

Drumherum blüht und summt es im Ebersberg 2026 von Theresa Stock. Imagine! Auf Spritzmittel wird verzichtet,  Bioware und Regionales einzukaufen ist für die Bürger*innen selbstverständlich; in den Kindertagesstätten wird hauptsächlich vegetarisch gegessen. Ebersberg ist  „Vorzeigestadt gegen den Klimawandel“.

Mehr Bürgerbeteiligung will Lakhena Leng etablieren. Mittels IT sei es heute kein Problem mehr, die Bürger*innen in Entscheidungen einzubeziehen oder auch einen kommunalen Onlineshop für Produkte und Dienstleistungen einzuführen. Kleine und mittelständige Unternehmen würden besonders von guten digitalen Rahmenbedingungen und Sharingkonzepten profitieren.

Zum Ausklang gab es noch so manchen Ohrwurm von Blue Delight.
„Diese Hits aus den USA und Großbritannien haben uns so geprägt“,  sinnierte Claudia Peter,  „und wo stehen wir heute?“
Es scheint, wir müssen zunehmend unsere eigenen Wege finden.

Bettina Goldner, November 2019

Weitere Fotos von der Veranstaltung  hier.


Unser Team steht!

Aufstellungsversammlung am 10. Oktober

Unser Team steht. Es setzt sich zusammen aus langjährig erfahrenen Kommunalpolitiker*innen und jungen, hochengagierten, qualifizierten und ebenfalls sehr dem Umweltschutz, der Nachhaltigkeit und einem friedlichen, fairen Miteinander verpflichteten Frauen und Männern. Folgendermaßen haben wir die 24 Plätze besetzt:

Petra Behounek (1), Dr. Marc Block (2), Susanne Schmidberger (3), Jürgen Friedrichs (4), Lakhena Leng (5), Helmut Fink (6), Theresa Stock (7), Christian Heindl (8), Bärbel Körner (9), Joel Gross (10), Beatrice Fußgänger (11), Dr. Michael Schulte Langforth (12),  Ilke Ackstaller (13),  Manfred Lipp (14), Käte Reimann-Moder (15), Dr. Gerhard Weydt (16), Marianne von Pfaler (17), Matthias Konrad (18), Claudia Peter (19), Kurt Scholz (20), Bettina Goldner (21), Thomas von Sarnowski (22) Angela Bredel-Michael (23), Richard Meisinger (24). Als Nachrücker*innen wurden gewählt: Angelika Purchart-Konrad, Anton Ackstaller, Gerald Moder.


Zukunftswerkstatt schmiedet Pläne

Auftakt des Kommunalwahlkampfs

Wie soll Ebersberg im Jahr 2026 aussehen? Was erwarten wir vom Stadtrat in der nächsten Amtszeit? Das wollte der Grüne OV von den Ebersberg*innen wissen. Moderator war von Thomas von Sarnowski, Geschäftsführer der Grünen/Oberbayern.

Als Auftakt für den Kommunalwahlkampf veranstaltete der Ortsverband Ebersberg eine "Zukunftswerkstatt". Bei dem öffentlichen Brainstorming war viel darüber zu erfahren, was den Ebersberger*innen besonders auf den Nägeln brennt und für welche Probleme sie vom Stadtrat in der nächsten Amtszeit Lösungen erwarten. Ansätze für diese Lösungen wurden in kleinen Gruppen entwickelt.

Insbesondere ging es um die Themenkreise
- Klima- und Artenschutz sowie Müll- und Güllevermeidung
- Flächenverbrauch, Wohnen, Gewerbeansiedlung
- Mobilität
- Digitalisierung, Verwaltung

Wer auch immer die Grünen im künftigen Stadtparlament vertreten wird - unsere Vertreter*innen werden auf viele gute Ideen zurückgreifen können! Wenn zum Beispiel der Marienplatz Parkplatz-frei würde - was sich alle Anwesenden wünschten -, ließen sich Parkalternativen durch Überbauen des monströsen Parkplatzes vor dem E-Einz schaffen (wofür es ästhetisch ansprechende Pläne gibt).  Auf einer anderen wenig genutzten versiegelten Fläche könnten Lastenräder parken, die die Stadt verleihen soll. Der Lärm am Klostersee ließe sich durch eine Glaswand deutlich verringern.
Gerne würden die Werkstatt-Teilnehmer*innen zum verpflichtenden Standard machen, dass neue Häuser nur noch in Null-Energie- oder Plus-Energie-Bauweise erstellt werden; aber das dürfte schwierig werden, wenn der Grund nicht von der Stadt stammt. Selbst die Ausrufung der Klimaschutzregion hilft da kaum weiter.  Aber im Zuge der Erweiterung der Radständer am S-Bahnhof auch absperrbare Fahrradboxen und Auflade-Möglichkeiten für E-Bikes zu schaffen - das dürfte kein allzu großes Problem sein. Realistisch ist auch die Forderung, Spielstraßen und Parkräume digital besser zu überwachen. Schließlich könnte man Erzieher*innen für die Kindertagesstätten gewinnen, indem ihnen erschwinglicher Wohnraum angeboten wird. 
Diese Ideen und viele mehr wurden entwickelt und warten nur darauf, dass unsere Fraktion 2020 sie zügig auf den Weg bringt.

Bettina Goldner, August 2019

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