Zum Schutz des Ebersberger Forsts – Windkraft, ja bitte!

Leserbrief zum Beitrag von Frau Mertens in der EZ vom 3. März 21 von Kreis- und Gemeinderat Reinhard Oellerer

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10. Mär. 2021 –

„Sie sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht,“ möchte man Frau Mertens zurufen, wenn sie zum wiederholten Mal das Ende des Ebersberger Forsts beschwört, weil darin 5 Windräder gebaut werden sollen.

Auch wenn unser Forst wegen seiner Lage im Nordstau der Alpen noch wenig geschädigt ist und sich die Forstverwaltung bemüht, ihn nachhaltig umzubauen, so ist er langfristig gefährdet, wenn wir den Klimawandel nicht effizient bekämpfen. 

Es hilft nichts, immer wieder darauf hinzuweisen, dass der Wind an der Nordsee kräftiger bläst. Wir müssen unsere Ressourcen nutzen, so gut wir können – weil es nicht nur um den Wald hinter unserem Haus geht, sondern um die Lebensgrundlagen unseres Planeten. 

Der vor kurzem veröffentlichte Waldzustandsbericht lässt keinen Zweifel: der Wald in ganz Deutschland ist im schlechtesten Zustand seit Beginn der Erhebungen 1984. Dürre, Stürme und Käfer haben auch bei den Hoffnungsträgern des Waldumbaus dramatische Schäden angerichtet. 80 % der Eichen und 89 % der Buchen sind betroffen.

Es muss also darum gehen, die Erderwärmung zu begrenzen. Und der Bau von Windkraft-anlagen ist derzeit die effizienteste Möglichkeit, saubere Energie zu erzeugen. 

Frau Mertens fordert zu Recht eine faktenbasierte Argumentation. Und die Fakten sprechen für das Projekt.

  • Die für Herstellung, Nutzung und Entsorgung einer modernen Windkraftanlage verbrauchte Energie kann durch eigene Stromproduktion in einem Jahr ausgeglichen werden.
  • Ein Hektar bewirtschafteter Wald bindet im Laufe von 20 Jahren etwa 220 Tonnen CO2. Dauerhaft gerodet bleiben für eine Windkraftanlage jedoch nur 0,3 Hektar. Eine Windenergieanlage verhindert im Laufe von 20 Jahren dagegen die Freisetzung von über 76.000 Tonnen CO2.
  • Für die gerodeten Flächen müssen Ersatzpflanzungen getätigt werden.
  • Fünf Windkraftanlagen können auch in einem Schwachwindgebiet den Strom für 

            13000 Haushalte oder ca. 28000 Bewohner umweltfreundlich erzeugen.

 

Das wird nicht ausreichen, um die Energiewende in unserem Landkreis zu Erfolg zu führen. Entscheidend für den unverzichtbaren Ausbau der Windenergie in Bayern ist die Aufhebung der fatalen 10-H-Regel durch die CSU-Staatsregierung. Dann können im übrigen Landkreis endlich weitere Anlagen entstehen, die mit der ursprünglichen Konzentrationsflächenplanung ins Auge gefasst worden waren. 

 

Reinhard Oellerer

Gemeinde- und Kreisrat

Bündnis 90/Die Grünen, Anzing

 

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