• Heute ist Weltbauerntag!

Wie kann Landwirtschaft in Zukunft aussehen?

Die Grüne Position zum Weltbauerntag

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01. Jun. 2022 –

 

 

Heute ist Weltbauerntag. Bäuerinnen und Bauern leisten eine lebensnotwendige Arbeit: Sie sichern unsere Ernährung. Doch damit das auch weiterhin möglich ist, ist eine intakte Natur erforderlich. Wir von Bündnis 90/Die Grünen wollen, dass heimische Pflanzen und Tiere dauerhaft gesichert werden und die Gesundheit der Menschen erhalten wird.

Warum?

Leider werden in der konventionellen Landwirtschaft oft noch zu viele Pestizide eingesetzt. Der ökologische Landbau verzichtet auf Mineraldünger und auf chemisch-synthetische Pestizide.

Pflanzenschutz im ökologischen Landbau heißt in erster Linie vorsorgender Pflanzenschutz. Maßnahmen wie Bodenpflege, Fruchtfolgegestaltung, die Auswahl robuster Sorten, mechanische Verfahren zur Beikraut Regulierung, Schutz und Förderung der natürlich vorhandenen Nutzorganismen oder der Einsatz von Pflanzenstärkungsmitteln sind die Grundlagen, um Pflanzen im Ökolandbau gesund zu erhalten.

Diese Art und Weise, Pflanzen zu schützen, kann natürlich auch im konventionellen Anbau praktiziert werden. Sie ist ein wichtiger Schritt hin zu einer Ökologisierung der Landwirtschaft insgesamt.

Die Landwirtschaft ist aktuell mit einem Anteil von rund 50 % die größte Flächennutzerin in Deutschland. Zwangsläufig hat sie damit großen Einfluss auf den Zustand und die Entwicklung der biologischen Vielfalt sowie auf Naturgüter wie Boden und Wasser. Darüber hinaus prägt sie nachhaltig das Bild unserer Kulturlandschaften.

Pestizide sind auch für das Grundwasser in Bayern eine große Belastung. Die Bestandsaufnahme zur  europäischen Wasserrahmenrichtlinie zeigt eindrücklich, dass die in der Richtlinie vorgeschriebenen Ziele, die Herstellung des „Guten Zustandes“ für das Grundwasser selbst bis 2027 in weiten Teilen Bayerns nicht erreicht werden. Neben den Nitratwerten sind dafür auch die Belastung mit Pestiziden und ihren Abbauprodukten (Metaboliten) verantwortlich. Die Vorgaben der Wasserrahmenrichtlinie stammen aus dem Jahr 2000. Selbst 20 Jahre reichen also nicht aus, um für sauberes Grundwasser in Bayern zu sorgen.

Schuld sind nicht die Landwirte, die oft ihr bestes tun für eine möglichst nachhaltige Lebensmittelproduktion. Sondern schuld ist ein System, das einem enormen Preisdumping unterliegt und ökologische Landwirtschaft nicht ausreichend fördert.

Wie kann Landwirtschaft in Zukunft aussehen?

Die Landwirtschaft der Zukunft arbeitet mit ihren natürlichen Grundlagen – nicht gegen sie. Sie schützt die Gesundheit von Menschen und Umwelt. Wollen wir die Landwirtschaft zukunftsfähig machen, müssen wir die momentane Abhängigkeit der Betriebsabläufe von Pestiziden und synthetischem Dünger auflösen.

Studien zeigen deutlich, dass in der Landwirtschaft 42 Prozent weniger Pestizide eingesetzt werden könnten, ohne dass die Ernte dadurch in Ertrag oder Qualität geringer ausfällt15. Damit käme man dem Ziel, bis 2030 auf die Hälfte der Pestizide in Bayern zu verzichten, schon deutlich näher. Selbst das Institut für Pflanzenschutz an der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft konnte in einem inzwischen zwölf Jahre laufenden Forschungsprojekt ermitteln, dass eine Reduzierung des chemischen Pflanzenschutzes um 25 Prozent keine gravierenden Ertragsverluste zur Folge hat.

Derzeit (Stand Juni 2020) werden in Bayern nur 12,14 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche ökologisch bewirtschaftet.

Das detaillierte Positionspapier zum Nachlesen findet ihr unter:

https://www.gruene-fraktion-bayern.de/fileadmin/bayern/user_upload/download_dateien_2018/Konzepte/211220_Positionspapier_Pestizidminimierungsstrategie.pdf

 

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