• Fledermäuse gelten als gefährliche Überträger von Krankheitserregern ©pixabay

Viren aus dem Tierreich

Infektionsgefahr steigt auch durch Wildtier-Handel

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"Eines der am meisten unterschätzten Probleme in Bezug auf die Entstehung von Zoonosen ist der Handel von Wildtieren", sagen Grüne Spitzenpolitiker.

19. Nov. 2020 –

Wie Renate Künast, Steffi Lemke  und Robert Habeck in ihrem Gastbeitrag für den  Kölner Stadt-Anzeiger weiter ausführen, "gibt es vielleicht keine zwei Politikfelder, die so eng miteinander verbunden sind wie Gesundheits- und Umweltschutz". Schätzungen zufolge gibt es 1,7 Millionen bisher noch unbekannte Viren, die Menschen womöglich infizieren können. Bei neu auftretenden Infektionskrankheiten sei davon auszugehen, dass 75 Prozent einen tierischen Ursprung haben (s. auch u.s. Artikel).
Das Risiko steigt, dass viele Viren die Artgrenzen zwischen Tier und Mensch überspringen, so die Grünen Politiker. Grund ist das Eindringen des Menschen in Lebensräume von Wildtieren, deren Immunsystem sich an die Erreger angepasst hat. Das gilt insbesondere bei der Abholzung von Regenwäldern für unsere Ernährung (Weideflächen, Futtermittel-Anbau!) und zum Anbau von Palmölplantagen. Aber auch der Handel von Wildtieren spielt eine große Rolle. Künast., Lemke und Habeck bezeichnen ihn als "eines der am meisten unterschätzten Probleme in Bezug auf die Entstehung von Zoonosen". Viele Milliarden Dollar werden jährlich damit verdient. In Deutschland sei er sogar großenteils legal.
Drittens erweise sich auch die industrielle Haltung von Pelztieren als Brutherd zoonotischer Krankheiten, wie die Corona-Ausbrüche auf dänischen Pelztierfarmen drastisch vor Augen geführt haben.

B.G., Nov. 2020

Update vom Dezember 2020 : 150 Tierschutzorganisationen haben zusammen mit der Primatenforscherin Jane Goodall ein Statement veröffentlicht, in dem sie einen anderen Umgang mit Tieren fordern, um Pandemien künftig zu verhindern, berichtet die SZ online. Als Konsequenz fordern die Tierschützer unter anderem, die menschliche Ernährung umzustellen und den Bedarf an Proteinen künftig stärker durch pflanzliche als durch tierische Lebensmittel zu decken. 
"Die Menschheit führt Krieg gegen die Natur. Das ist selbstmörderisch. Die Natur schlägt immer zurück und zwar mit voller Kraft und Wut", sagte zu dem Thema UN-Generalsekretär Antonio Guterres  bei einem Treffen der Vereinten Nationen. 

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