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  • v.li:Waltraud Gruber, Doris Seibt, Dr. Joachim Weikel, MdEP Maria Heubuch, Michael Rittershofer (Verein Tagwerk), Wilma Östreicher. ©Foto: Traudl_Hoepfner
  • Übergabe der Urkunde von MdEP Maria Heubuch (li) an Doris Seibt vom Projekt Storchengarten. ©Foto: eigene Aufnahme

Urkunde der UN zu Biodiversität

Storchengarten in Markt Schwaben erhält Auszeichnung

Das Projekt erhält zum 2. Mal die Urkunde des UN-Biodiversitäts- Wettbewerbs des Bundesumweltministeriums zum Thema: “Nutzpflanzenvielfalt und Insektenvielfalt erhalten“.

18. Okt. 2018 –

Die Urkunde wurde von der Europaabgeordneten Maria Heubuch und dem  3. Bürgermeister der Marktgemeinde Markt Schwaben Dr. Joachim Weikel (beide GRÜNE) übergeben.

Waltraud Gruber, stellvertretende Landrätin, sprach das Grußwort, das hier abgedruckt ist:

Was hat der Biodiversitätspreis mit Dinosauriern zu tun?

Viel, - denn die Dinosaurier sind ja bekanntlich ausgestorben. Heute haben wir wieder einen dramatischen Artenschwund zu verzeichnen. Viele Insekten, Vögel, Reptilien und Säugetiere sind schon ausgestorben oder massiv bedroht.

75% Prozent der fliegenden Insekten sind bereits verschwunden – also Wildbienen, Schmetterlinge und Heuschrecken. Und mit ihnen verschwinden auch insektenfressende Vogelarten aus unseren Breiten. 42% der heimischen wildlebenden Säugetiere stehen auf der roten Liste.

Das eine ökologische Katastrophe, gegen die wir etwas unternehmen müssen.

Was hat das mit Nutzpflanzenvielfalt zu tun?

Wieder sehr viel.

Denn Gifteinsatz und Eintönigkeit der Intensiv-Landwirtschaft entziehen unseren Tieren neben der Flächenversiegelung  immer mehr ihre Lebensgrundlagen. Bleibt kein Raum mehr für Pflanzenvielfalt, sterben Insekten aus und dann fehlt auch den anderen Tieren die Lebensgrundlage.

Wir brauchen also mehr Vielfalt

Das Projekt Storchengarten in Markt Schwaben zeigt wie es gehen kann.

Die Mitglieder des Storchengartens haben sich zum Ziel gesetzt, einem Verlust der biologischen Vielfalt in der Landwirtschaft entgegenzuwirken und Kulturpflanzensorten zu erhalten.

Es werden zwar bereits Genbanken angelegt um die „Daten“ der Pflanzen zu speichern. Doch sind Pflanzen nicht statisch, sie passen sich laufend an  die Gegebenheiten an, wie Klimaveränderungen und Krankheiten.  Das ist immens wichtig.  So kann eine breite genetische Resistenz, so können robuste lokale Sorten entstehen  und Kultur-Pflanzen am Leben erhalten werden.

Auch das Wissen über den Anbau dieser Pflanzen kann nur in der Praxis gepflegt und weitergegeben werden. Und so erfüllt der Storchenacker neben dem Erhalt der Kulturpflanzen auch einen Bildungsauftrag, damit das Wissen über die Vielfalt der Kulturpflanzensorten als unser lebendes kulturelles Erbe erhalten bleibt.

Aktuell werden agrarökologische Methoden nur mit einem Bruchteil der finanziellen Mittel erforscht und weiterentwickelt, wie sie konventionelle und gentechnische Ansätze erhalten. In Deutschland sind es gerade einmal 1,5% der Forschungsmittel. Das Potenzial agrarökologischer Anbautechniken ist riesig, dieses Potenzial sollte ausgeschöpft werden.

In Österreich nennen gleichgesinnte ihren „Storchenacker“  „Arche Noa“.

Diese Metapher passt auch für den Storchenacker sehr gut. Denn der Erhalt der Artenvielfalt – unser Kulturerbe muss gerettet werden. 

In der biblischen Geschichte hören die Menschen nicht auf die Warnungen von Noah. Wir hoffen, dass unsere Geschichte hier und heute besser endet.

Dass das Projekt Storchengarten heute zum 2. Mal die Urkunde der UN bekommt und damit die jahrelange Arbeit herausragend würdigt, ist ja immerhin ein guter Anfang.

Im Namen des LK Ebersberg gratuliere ich all den Aktiven des Vereins Storchengarten, stellvertretend Frau Doris Seibt, zu ihrer Auszeichnung und wünsche allen, dass ihre Bemühungen, die Nutzpflanzenvielfalt zu erhalten, weitergetragen werden.>>

Von: Waltraud Gruber

→ Filmtipp zum Thema : "Unser Saatgut – Wir ernten, was wir säen"

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