• Auf den Dächern des Gymnasium Grafing herrscht leider größtenteils noch gähnende Leere - hier wären mehrere 1000m2 Fläche für Sonnenenergie frei; ©Foto: Thomas von Sarnowski

Sonnenlandkreis Ebersberg

Solarenergie auf allen kreiseigenen Gebäuden nutzen

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Die Sonne scheint im Landkreis Ebersberg dank Föhn häufiger als anderswo. Dieses Geschenk der Natur kann der Landkreis aber noch besser nutzen, dafür sorgt der technische Fortschritt – und unser einstimmig angenommener Antrag.

24. May. 2022 –

Der Landkreis verfügt über eigene Liegenschaften und somit über viele Dach- und Fassadenflächen, um die einfallende Sonnenenergie zu nutzen. Er hat auf Antrag der Grünen bereits 2009 systematisch bei allen Liegenschaften und Schulbauten geprüft, ob sich deren Dachflächen für Solarenergie eignen, und beschlossen, diese mit Photovoltaikanlagen auszurüsten.

Tatsächlich können wir heute auf etlichen Liegenschaften des Landkreises PV-Module finden. Besonders hervorzuheben ist beispielsweise die sehr gute Ausnutzung des Dachs des Neubaus der Realschule Poing. Gleichzeitig sind viele Dach- und auch Fassadenflächen nicht oder nur zu einem Bruchteil genutzt. Ein eindrucksvolles Beispiel sind die Dachflächen des Gymnasium Grafing. (siehe Foto). Hier schlummert großes Potential, das für den Landkreis, den Klimaschutz und unsere Energiesicherheit endlich gehoben werden muss!

Neue Generation Solarenergie-Technik, neue Standorte!

Der technische Fortschritt in der Solarenergie der vergangenen Jahre ist enorm: Mittlerweile gibt es erprobte neue Module, die sehr leicht sind und statisch auch für solche Dächer geeignet sind, die in der Vergangenheit ausgeschlossen wurden. Und die modernen Module sind sehr effizient! Auch bei Ost-, West- oder sogar Nord-Ausrichtung und an Fassaden können sie hohe Erträge liefern. Teilverschattete Flächen können Dank Bypass-Dioden genutzt werden. Solarthermie kann im Verbund mit Großwärmepumpen genutzt werden. Hinzu kommt: Im gleichem Zug sind auch die Kosten massiv gefallen.

Die frühere Einstufung von „geeigneten Dachflächen“ ist angesichts der neuen Generation Photovoltaik-Module und Solarthermie-Anlagen also überholt. Weitaus mehr Flächen sind durch die moderne Technik nutzbar als noch vor wenigen Jahren. Deshalb ist eine umfassende erneute Prüfung unerlässlich. Genau das hat der Liegenschaftsausschuss jetzt beschlossen – zusammen mit regelmäßigen Updates, weil der technische Fortschritt natürlich nicht plötzlich Stopp macht.

In Zukunft maximale Nutzung der Dachflächen, Fassaden und Parkplatzflächen

Die Fraktionsvorsitzende Waltraud Gruber ordnet den GRÜNEN Erfolg ein: „In Zukunft wird der Landkreis Ebersberg alle geeigneten Dachflächen, Fassaden und Parkplatzflächen seiner Liegenschaften für Solarenergie nutzen. Und dabei gilt: Dächer voll machen statt nur auf den Eigenverbrauch von Strom schauen. Die Klimaschutzleistung wird das neue Hauptkriterium, wenn es um die Priorisierung der Investitionsentscheidungen und die Größe der Anlagen angeht. Jedes Jahr sollen so viele Solaranlagen geplant werden, dass bis 2030 alle Projekte umgesetzt sind – pünktlich zum selbstgesetzten Ziel des Landkreises, sich bis 2030 zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien zu versorgen. 

Thomas von Sarnowski, Kreisrat und grüner Landesvorsitzender, kommentiert den von ihm und Waltraud Gruber gestellten Antrag: „Die Dringlichkeit, jetzt Klimaschutz und Energiewende endlich konsequent voranzutreiben, ist heute höher denn je zuvor. Erneuerbare Energien sind der Garant dafür, dass wir unsere Bürgerinnen und Bürger, unsere Unternehmen und Betriebe und die kreiseigenen Einrichtungen günstig, sauber und unabhängig von fossilen Energieimporten mit Strom versorgen. Die Solarenergie hat hier eine Schlüsselrolle, die wir mit unserem Antrag deutlich gestärkt haben.“

Der Liegenschaftsausschuss des Kreistag Ebersberg fasste in seiner Sitzung vom 19.6.2022 folgenden Beschluss:

Der Landkreis Ebersberg erneuert und erweitert den Grundsatzbeschluss zur Nutzung der eigenen Liegenschaften für die Sonnenenergienutzung wie folgt:

1.   Der Landkreis Ebersberg strebt an, neben allen geeigneten Dachflächen auch alle geeigneten Fassaden und Parkplatzflächen seiner Liegenschaften für Solarenergie zu nutzen, wofür neben Photovoltaik auch Solarthermie zur Eigennutzung oder im Verbund mit kalter Nahwärme möglich ist;

2.   Der Landkreis Ebersberg prüft noch 2022 und danach in regelmäßigen Abständen, welche Flächen der eigenen Liegenschaften nach dem aktuellen Stand der Technik für Solarenergie mit Blick auf Statik, Dachausrichtung und -steigung geeignet sind, wägt dabei die Nutzung von Solarthermie und Photovoltaik miteinander ab und zieht für die Prüfung die neuen, technischen Entwicklungen heran (z.B. Leichtbaumodule bei statischen Problemen; gute Erträge auch bei Ost-, West- und teilweise sogar bei Nordausrichtung, bei Fassadennutzung sowie bei Beschattung dank moderner, effizienter Module;

3.   Der Landkreis Ebersberg zieht künftig die Klimaschutzleistung als Hauptkriterium für die Priorisierung der Investitionsentscheidungen und Auslegung der Größe heran statt des Eigenverbrauchs von Strom. Das heißt, das Ziel ist die möglichst vollständige Nutzung der Flächen.

4.   Auf Grund dieser Priorisierung werden jedes Jahr Anlagen für solare Energie eingeplant, so dass bis 2030 alle Projekte umgesetzt werden.

Der Antrag "Solarenergie auf allen Liegenschaften" als pdf

In Verbindung stehender Artikel:

26.11.2009: Photovoltaik auf allen Dächern der Liegenschaften des Kreistages

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