• Festakt am Zehmerhof in Gelting. v. li: Waltraud Gruber, 1. Vorsitzende Luise Braun; ©Foto: Josef Rüegg

Solidargemeinschaft Ebersberger Land

Gratulation zum 20-jährigen Bestehen

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„Ernten kann das 'Ebersberger Land' schon heute. Und zwar die Früchte seiner Arbeit für den Erhalt der Lebensgrundlagen für Menschen, Tiere und Pflanzen in der Region", so die stellvertretende Landrätin Waltraud Gruber in ihrem Grußwort.

14. Jul. 2018 –

Grußwort von Waltraud Gruber anläßlich des 20-jährigen Bestehens der Solidargemeinschaft Ebersberger Land:

Liebe Frau Braun, liebe Mitglieder des Ebersberger Lands, liebe Familie des Zehmerhofs, die uns heute so gastfreundlich empfängt, sehr geehrte Damen und Herren,

Ebersberger Land. Ich gehe mal um mehr als 20 Jahre zurück, als es die „Solidargemeinschaft Ebersberger Land“ noch nicht gab.

Was sagt uns dann der Begriff Ebersberger Land, welche Emotionen weckt er?

Das Ebersberger Land das sind Wiesen, Felder, Wälder, Bäche, der Alpenblick, es ist da wo wir wohnen, unsere Kinder aufwachsen, unsere Freunde sind, wo wir unsere Freizeit verbringen – wo wir leben. Da ist unsere Heimat. Und es ist uns nicht egal, wie es dieser Heimat geht.

Für sie wollen bzw.  sollten wir auch sorgen, sie hegen und pflegen, beschützen und bewahren. Wir alle haben eine Verantwortung für unsere Natur, die arg in Mitleidenschaft gezogen wird. Gifte auf den Äckern, gentechnisch veränderte Pflanzen, Bodenerosion, Tierleid, Insektensterben, Artensterben...

Leider gab es diese Probleme auch schon vor 20 Jahren – auch wenn es damals nur wenigen bewusst war.

So haben sich vor 20 Jahren Menschen zusammengetan, die etwas tun wollten um  „Verantwortung für die Schöpfung“ zu übernehmen.

Verschiedene Gruppen fanden sich: Menschen aus den Bereichen der Kirche, der Verbraucher, dem Handel, dem Umweltschutz und der Landwirtschaft gründeten die „Solidargemeinschaft Ebersberger Land“ innerhalb der Dachorganisation „Unser Land“. Hand in Hand haben sie sich für ihre Idee eingesetzt: Gesunde Lebensmittel aus der Region für die Verbraucherinnen und Verbraucher vor Ort zu produzieren und zu vermarkten.

Ich erinnere mich noch genau, als ich vor 20 Jahren das erste Ebersberger Land Brot in den Händen hielt. Bald gab es dann  Apfelsaft, Mehl, Senf, Honig, Milch, Getreide, Eier, Gurken und vieles mehr vom „Ebersberger Land“ in unseren Supermärkten zu kaufen. „Ebersberger Land“ ist zu einer Marke geworden und die Produkte sind den Verbrecherinnen und Verbrauchern leicht in vielen Lebensmittelläden zugänglich.

Mit dem Kauf der Produkte unterstützen wir alle das Anliegen des „Ebersberger Lands“:  die Biologische Vielfalt – die Biodiversität -  zu bewahren und wir können mit  gutem Gefühl genießen.

Die  Lebensmittel, die vom „Ebersberger Land“ produziert werden, entsprechen kontrollierten Richtlinien - größten Teils sind sie aus ökologischem Anbau - alle ohne Gentechnik. Wir haben die Möglichkeit, die Anbauflächen zu sehen und zu begutachten, weil sie ja hier direkt vor Ort sind.

Vielleicht hat jemand die Sendung am Montag in der ARD gesehen „Europas dreckige Ernte“. Dabei ging es um die katastrophalen Arbeitsbedingungen in den Obst- und Gemüseplantagen in Spanien und Italien. Und auch um die Qualität der Erzeugnisse, die im Massenproduktion hergestellt werden. Das war erschreckend. Und es wurde mir erneut klar – wie wichtig regionale Produkte sind - Lebensmittel, die vor Ort  produziert werden. Wir können ja selbst verfolgen, wo und wie die Lebensmittel erzeugt werden.

Erwähnen möchte ich noch die positive Klimabilanz von regionalen Produkten durch kurze Wege und weitgehenden Verzicht auf Dünger und Spritzmittel.

Ebersberger Land setzt sich auch  für die Bildung und für das Verbraucherbewusstsein ein. Z.B. durch Kochkurse, die Teilnahme an Ausstellungen und Projekten, durch Vorträge, Schulungen.…

Was mir ganz besonders gefällt, sind die Sonnenäcker. Auf diesen können wir für einen geringen Betrag, selbst eigenes Gemüse ohne Dünger und Spritzmittel anbauen. Einziger Nachteil – es gibt sie nicht in jedem Ort des Landkreises. Ich wünsche mir, Sonnenäcker für jede Gemeinde  – damit es noch mehr Gelegenheiten gibt selbst zu säen, zu pflanzen und zu ernten.

Ernten kann das „Ebersberger Land“ schon heute. Und zwar die Früchte seiner Arbeit für den  Erhalt der Lebensgrundlagen für Menschen, Tiere und Pflanzen in der Region.

Ich gratuliere im Namen des Landkreiseses Ebersberg Frau Luise Braun, der 1. Vorsitzenden, den vielen Mitgliedern, Ehrenamtlichen, Landwirten, die die Solidargemeinschaft Ebersberge Land gegründet haben und unermüdlich weiter betreiben.

Es  hat sich gelohnt, vor 20 Jahren die „Solidargemeinschaft Ebersberger Land“ ins Leben zu rufen – Unser Ebersberger Land dankt euch dafür!

 

 

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