• Lebensmittelwerbung, die sich an Kinder richtet, sollte gesetzlich reguliert werden © pixabay

Schlechte Noten für die Ernährungspolitik

Es besteht "dringender Reformbedarf"

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21. Okt. 2021 –

 „Für Lebensmittelwer­bung, die sich an Kinder richtet, wollen wir klare Regeln, die sich an den Kriterien der Weltgesund­heits­organisation (WHO) orientieren“,  heißt es im Wahlprogramm der Grünen. Bisher ist die Realität davon weit entfernt, was eine Analyse der Ludwigs-Maximilians-Universität (LMU) Mün­chen und des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie, Bremen, unter vielen anderen Minuspunkten konstatiert.
Maßstab für das Projekt bildeten die 47 Maßnahmen für eine gesündere Ernährung des Food Environment Policy Index. Von diesen Maßnahmen, die von Forschungsgeldern bis zu Qualitätsstandards in Betriebskantinen reichen, sei keine einzige umfassend umgesetzt worden. Besonders zögerlich sei man dabei gewesen, Industrie-Interessen zu berühren. Als einen der wichtigsten Punkte bewerten die Autor*innen der Studie, endlich allgemein verbindliche Qualitätsstandards bei der der Verpflegung in Schulen und Kitas einzuführen. Außerdem fordern sie eine gesundheitsförderliche Mehrwertsteuerreform, eine Herstellerabgabe auf zuckerhaltige Softdrinks, ein im Hinblick auf Kinder anders reguliertes Lebensmittelmarketing sowie gesundes Essen in öffentlichen Einrichtungen.

„Die Ergebnisse des Food-EPI 2021 zeigen, dass Deutschland aktuell weit hinter internationalen Best Practices zur Schaffung gesunder und nachhaltiger Ernährungsumfelder zurückbleibt und dringender Reformbedarf besteht“, resümierte Dr. Peter von Philipsborn von der LMU, der das Projekt leitete. 

Die neue Bundesregierung hat also ein weites Feld - dringend - zu beackern. 

Weitergehende Informationen finden Sie hier.

B.G.

 

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