• Kreisrat Thomas von Sarnowski: Fahrradmitnahme beim MVV soll fahrradtauglicher werden
  • Keine deutlich fahrradfreundliche Innenraumgestaltung der S-Bahnen @beide Fotos: eigene Aufnahmen

S-Bahnen fahrradfreundlicher machen

Grüner Antrag einstimmig angenommen

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28. Mär. 2021 –

Der Radverkehr nimmt zu – und damit auch der Bedarf, sogenannte „multimodale Verkehrsketten“ im Umweltverbund zu verbessern: „Wer Fahrrad und Bahn kombiniert, kann die letzte Meile zum Startbahnhof und vom Endbahnhof zum Reiseziel schneller bewältigen, sodass die ÖPNV-Nutzung deutlich attraktiver wird. Wir müssen von einem MVV-Angebot, das die Fahrradmitnahme teuer macht, zeitlich beschränkt, und in der Praxis unattraktiv macht, zu einem neuen Leitbild gelangen, das die Fahrradmitnahme im MVV als wünschenswert und förderungswürdig sieht.“, fordert Grünen-Kreisrat Thomas von Sarnowski.

Der  Umweltausschuss (ULV) hatte 2015 bereits einen Antrag auf Initiative des damaligen Grünen-Kreisrats Philipp Goldner hierzu angenommen. Nun schreiben wir das Jahr 2021 und es sind weder die Fahrradmitnahme im Landkreis kostenlos, noch die Sperrzeiten für die Fahrradmitnahme auf die Innenstadt beschränkt, noch wurden die Mehrzweckabteile bei der kürzlichen Innenraum-Umgestaltung der aktuellen S-Bahn-Zuggeneration so umgebaut, dass nach Kopenhagener Vorbild mehr Fahrräder mitgenommen werden können.

Der vertraglich vereinbarte sukzessive Austausch der S-Bahn-Baureihe 423 bis zum Jahr 2034 eröffnet jetzt erneut ein kurzes Zeitfenster um auf eine deutlich fahrradfreundlichere Innenraumgestaltung der S-Bahnen im MVV Einfluss zu nehmen. Diese Chance ergriff unser Kreisrat Thomas von Sarnowski und stellte erneut einen Antrag, der abermals einstimmig angenommen wurde. Beschlossen wurde, dass sich der Landrat, der gleichzeitig Sprecher der MVV-Verbundlandkreise ist, beim MVV dafür einsetzt, dass in der neuen Zuggeneration leicht bedienbare „Querparker“ für Fahrräder (ca. 7 Stück) nach dem Vorbild der Kopenhagener S-Bahn installiert werden und zudem die Mehrzweckbereiche im Sinne einer höheren Familienfreundlichkeit so gestaltet werden, dass dort auch die immer mehr Verbreitung findenden Lastenräder (Länge: circa 2,50m) Zugang und Platz finden.

Zudem wurde auch beschlossen, dass weiter die kostenlose Fahrradmitnahme in den (S-)Bahnen verfolgt wird. Die kostenlose Fahrradmitnahme im Nahverkehr gibt es nämlich nicht nur in Kopenhagen, sondern schon jetzt auch in zahlreichen Landkreisen Bayerns. Dafür müsste eine jährliche pauschale Ablöse an den MVV-Verkehrsverbund geleistet werden - mit einer vierstelligen bis niedrigen fünfstelligen Summe je Verbundlandkreis wären das überschaubare Kosten gegenüber einer großen Beitrag zu einem fahrradfreundlichen Landkreis.

Handlungsbedarf besteht auch bei den Sperrzeiten. Die Fahrradmitnahme in den S-Bahnen ist aktuell unnötigerweise eingeschränkt durch die geltenden Sperrzeiten (derzeit Mo-Fr 6-9 Uhr sowie außerhalb der Schulferien auch Mo-Fr 16-18 Uhr), die mit der hohen Auslastung der S-Bahn zu diesen Zeiten begründet werden. Tatsächlich leeren sich zu diesen Zeiten die S-Bahnen aus München kommend bzw. sind in Richtung München erst jenseits der bisherigen Innenraumgrenze (M+1) hoch ausgelastet. Die derzeitigen Sperrzeiten verhindern somit, dass Berufspendler*innen aus dem Landkreis Ebersberg, die im Landkreis selbst arbeiten, Bahn und Rad kombinieren können. Vielen Berufstätigen bleibt somit nur die Fahrt mit dem eigenen Pkw. Der ULV erneuerte mit unserem grünen Antrag die Forderung, dass die Sperrzeiten für die Fahrradmitnahme reduziert werden auf den Innenraum (M+1).

Kreisrat Thomas von Sarnowski kommentiert: „Gerade die Landkreisbürger*innen würden sehr von fahrradfreundlicheren S-Bahnen profitieren, da sie mehrheitlich in „fahrradnaher“ Umgebung einer (S-)Bahnstation mit weniger als 5 km Entfernung wohnen. Eine kostenlose Fahrradmitnahme macht die kombinierte Nutzung von Fahrrad und Bahn deutlich attraktiver. Der Landrat muss jetzt das kurze Zeitfenster nutzen – es darf nicht passieren, dass die Forderungen wieder in der Schublande verschwinden.“

Die Süddeutsche Zeitung und die Ebersberger Zeitung berichteten:

> Der Antrag als pdf

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