• Win-win: Die Nutzung der Sonnenenergie kann mit einem weiteren Aspekt des Klimaschutzes -der Wiedervernässung von Mooren verknüpft werden. Bild©Erzeugergemeinschaft für Energie in Bayern eG -Mitglied "Solarfeld Oberndorf (84155)

Renaturierung von Moorgebieten

Antrag der Kreistagsgrünen

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Moore setzen bei andauernder Entwässerung enorme Mengen an klimaschädlichen Gasen frei. Somit liegt im Moorschutz ein großes Potential für den Klimaschutz.

27. Mai. 2021 –

Antrag an den ULV am 16.06.21 zum Thema Renaturierung von Moorgebieten

Die Kreistagsfraktion der GRÜNEN stellt folgenden Antrag:

  1. Die Verwaltung wird beauftragt, Möglichkeiten der Kompensation der Klimagase CO2e (CO2-Äquivalente für Klimagase)  durch konkrete Moor-Renaturierungsprojekte im Landkreis Ebersberg aufzuzeigen und im Umweltausschuss vorzustellen.
     
  2. Grundlegende und validierte Informationen zur CO2-Speicherfähigkeit von Mooren insbesondere im Vergleich zu anderen Bodenarten (Wald, Wiese, Acker) sollten in diesem Zusammenhang dem Umweltausschuss als Entscheidungsgrundlage zur Verfügung gestellt werden. 
     
  3. Insbesondere werden Möglichkeiten und Wege aufgezeigt, eine Kompensation über die bereits beschlossene Zukunftsaktie des Landkreises Ebersberg zu ergreifen.
     
  4. Die Energieagentur wird beauftragt Informationen zum Thema Freiflächenphotovoltaik auf intensiv landwirtschaftlich genutzten, ehemaligen Moorflächen im Rahmen ihres Internetauftritts bereitzustellen und Projekte in dieser Hinsicht ebenfalls im Zuge der Zukunftsaktie zu prüfen und ggf.  aufzunehmen.

Begründung:

Eine wirkungsvolle Möglichkeit, den Ausstoß von CO2 und anderen klimaschädlichen Gasen (wie z.B. N2O) zu begrenzen oder zu vermindern, liegt im Schutz der Moore. Moore setzen bei andauernder Entwässerung enorme Mengen an klimaschädlichen Gasen frei. Somit liegt im Moorschutz ein großes Potential für den Klimaschutz. Um einen wirkungsvollen Moorschutz verwirklichen zu können, ist es vor allem in Niedermoorgebieten erforderlich, Flächen mit konventioneller landwirtschaftlicher Nutzung zu minimieren. Dies kann einerseits durch eine Wiedervernässung von ehemaligen Moorkörpern verwirklicht werden.

Andererseits besteht die Möglichkeit ehemalige Moorgebiete durch PV-Freiflächenanlagen der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung zu entziehen. Um Moorflächen langfristig als Grünland nutzbar zu machen und gleichzeitig die CO2- Emissionen der Moore zu senken, ist eine kontinuierliche Feuchthaltung des Bodens erforderlich. Der produzierte Solarstrom kann hier auch gleichzeitig zur Wasserstandsregulierung dienen, wie es auf Niedersächsischen Moorflächen bereits erfolgreich praktiziert wird.

Die Montage der Module ist dabei technisch kein Problem mehr. Auch auf den statisch schwierigen Böden gibt es zahlreiche Verankerungstechniken, die gut erprobt sind. Eine Vielzahl realisierter Projekte hat deutlich gemacht, dass die technische Umsetzung ohne schwere Maschinen, ohne Versiegelung und ohne Betonfundamente einfach möglich ist.

Dadurch besteht die Möglichkeit zusätzlich große Mengen an Treibhausgasen einzusparen. Der Win-Win Effekt basiert einerseits auf der Erzeugung sauberen Stroms aus Sonnenenergie und zum zweiten auf der Unterbindung weiterer Treibhausgasemissionen durch weniger intensiv genutzte landwirtschaftlichen Flächen.

Gezeichnet:

Waltraud Gruber, Fraktionssprecherin
Niklas Fent, Mitglied Umweltausschuss
Thomas von Sarnowski, Mitglied Umweltausschuss
Ilke Ackstaller, Mitglied Umweltausschuss

Antonia Schüller, Kreisrätin

 

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