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Obsoletes „Vorschießen“ in EBE

Grüne Anfragen zur Böllershow verschleppt

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03. Dez. 2019 –

Erneut wird Ebersberg zum Jahresende zwei Feuerwerke durchstehen müssen. An Silvester die traditionelle Böllerei und 14 Tage vorher die „Produktschau“ eines Privatunternehmers aus Grafing. Feuerwerk, das bedeutet fünf Minuten Schönheit, aber auch Lärmexplosionen, Feinstaub-Lawinen, Panikattacken bei Kleinkindern, Haus- und Wildtieren und Verletzungsgefahr durch unsachgemäßes Hantieren mit Knallkörpern und Raketen.
Nicht mehr zeitgemäß – das fand die Grünen-Fraktion im Ebersberger Stadtrat schon nach der letzten privaten Böllershow. Vor fast einem Jahr, am 18.12.2018, forderte sie den Bürgermeister auf, die Genehmigung künftig zu verweigern. Die Verwaltung prüfe das, erwiderte Brilmayer. Die Verwaltung prüfte und prüfte, um den Grünen schließlich im November nur auf Nachfrage mitzuteilen, dass für dieses Jahr am so genannten Vorschießen wieder nichts geändert wird. Im Ebersberger Terminkalender steht auch in schöner Offenheit, was der Zweck der Veranstaltung ist: Es handelt sich um eine „Produktvorstellung“ der Firma Andreas Büttner Feuerwerke aus Grafing. Das Unternehmen nutzt den Volksfestplatz, für seine Verkaufsförderung.
Stadträtin Petra Behounek (Bündnis 90/Die Grünen) findet es schade, dass Bürgermeister und Verwaltung das Privatfeuerwerk offenbar im stillen Kämmerlein genehmigt hätten, obwohl die Bevölkerung bei dem Thema seit geraumer Zeit stark sensibilisiert sei. Der Grüne Stadtratskandidat Dr. Marc Block, Hausarzt und Kardiologe, nennt das Signal „umwelt- und gesundheitspolitisch verantwortungslos.“ Feuerwerke sorgten jedes Jahr für einen massiven Anstieg der Feinstaubbelastung, erklärt er. „Das ist gesundheitsgefährdend, vor allem für Kranke, Kinder und alte Menschen.“
Nach Recherchen der Grünen hatte die Stadt sehr wohl die Möglichkeit, die Veranstaltung zu verhindern. Genehmigungsbehörde ist das Gewerbeaufsichtsamt München-Land. Dieses fragt  immer, ob die betroffene Gemeinde Einwände hat. Ein schlichtes „Ja, haben wir“ hätte also in Ebersberg genügt. Außerdem ist die Stadt Pächterin des Volksfestplatzes und entscheidet frei, wer diesen nutzen darf.
Über die Motive des Bürgermeisters herrscht einstweilen Rätselraten. Die des Unternehmers sind klar: Feuerwerke finden in der Bevölkerung immer weniger Akzeptanz. In bundesweit mehr als 20 Städten sind sie nur noch eingeschränkt möglich. Vaterstetten hat im Landkreis Ebersberg den Anfang gemacht. Dort ist die Knallerei beim Volksfest abgeschafft worden. In Ebersberg wird die Stadtratsfraktion der Grünen demnächst ebenfalls Anträge stellen, die das Böllern einschränken. Damit die Kreisstadt nicht irgendwann zum bundesweiten Reservat für  Feuerwerksfirmen wird.

Von: Claudia Peter

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