Markt Schwaben: Grüner Antrag zur Inklusion angenommen

"Alle öffentlichen Anschreiben und Gebührenbescheide werden seitens der Verwaltung in leichter Sprache abgefasst."

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19. Nov. 2014 –

a) Definition

Die leichte Sprache ist eine besonders geregelte Ausdrucksweise des Deutschen mit dem Ziel Texte für Menschen, welche die Deutsche Sprache in Form und Schrift nicht sicher beherrschen bzw. nicht gut lesen können, verständlicher zu gestalten. Sie dient damit der Inklusion und ist ein erheblicher Beitrag zur Gestaltung der Barrierefreiheit. Eine Empfehlung bzw. ein Regelwerk zur Formulierung, Satzbau etc. bietet z.B. das "Netzwerk leichte Sprache" (www.leichtesprache.org)

b) Haltung von Bund und Land

Die Bundesrepublik Deutschland ist eine von 147 Nationen, die sich im Jahre 2009 durch die Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention Inklusion zur völkerrechtlichen Pflichtaufgabe gemacht hat. Auch der Freistaat Bayern hat sich unter der von der CSU geführten Landesregierung zum Ziel gesetzt Bayern bis 2023 barrierefrei zu gestalten. Bisweilen konzentriert man sich bei dem Thema allerdings fast ausschließlich auf bauliche Maßnahmen in öffentlichen Gebäuden. Dies ist zweifelsohne wichtig, es gehört aber nach unserer Auffassung wesentlich mehr dazu, Menschen mit Beeinträchtigung in das alltägliche Leben zu inkludieren und Barrieren abzubauen. Da dies von Stadt zu Stadt bzw. Gemeinde zu Gemeinde unterschiedliche Bereiche sein können, sind auch die einzelnen Kommunen in der Pflicht hinzuschauen und individuelle Missstände zu beheben.

c) Bezug zur Marktgemeinde

Abgesehen davon, dass Inklusion eine Selbstverständlichkeit sein sollte, gibt es in Markt Schwaben Personengruppen, denen unter Verwendung von leichter Sprache in öffentlichen Anschreiben und Gebührenbescheiden der Alltag wesentlich erleichtert werden könnte. Zum einen sind dies Menschen mit Migrationshintergrund. In der Diskussion um die örtliche Schulpolitik haben wir erfahren, dass eine Vielzahl von Schülern extra Deutschförderunterricht benötigt, da Deutsch nicht deren Muttersprache ist. Im Rückschluss bedeutet diese Tatsache, dass vermutlich auch die Eltern der Kinder hier vor einer echten Sprachbarriere stehen.

Ebenfalls zu nennen sind Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung. Zu den kognitiven Fähigkeiten zählen unter anderem die Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Erinnerung und Konzentrationsfähigkeit. Dies alles sind Fähigkeiten die durch zunehmendes Alters stark reduziert werden können. Wenn man sich vor Augen führt, dass in Markt Schwaben nicht nur junge Familien leben, sondern auch viele Senioren (3 Seniorenzentren im Ort!!!), sollte man erkennen das auch hier Inklusion von Nöten ist.

Kognitive Beeinträchtigungen können aber nicht nur bei Senioren auftreten, sondern von Geburt an bestehen ("geistige Behinderung") oder durch einen Unfall z.B. im Rahmen eines Schädel-Hirn-Traumas erworben werden. Nach Quellenangabe der Offenen Behinderten Arbeit der AWO KV Ebersberg (Sitz in Markt Schwaben) beläuft sich die Zahl der in Markt Schwaben lebenden betroffenen Patienten auf 17.

 

Im Interesse der Betroffenen bitten wir um ihre Zustimmung.

Dieser Antrag hat keine finanziellen Auswirkungen.

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