• Landwirtschaftsschule in Ebersberg; ©Foto: Ilke Ackstaller

Landwirtschaftsschule Ebersberg

Darf bleiben - sieben andere Standorte werden aber geschlossen

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Mit dem Kabinettsbeschluss zur Schließung von sieben Landwirtschaftsschulen in Bayern wurde die Chance auf eine Neuausrichtung, wie etwa dem ökologischen Anbau, vertan.

13. Aug. 2020 –

Was wurde beschlossen

Die derzeitigen 27 Landwirtschaftsschulen in Bayern werden auf 20 Standorte reduziert, die jährlich ein erstes Semester anbieten werden. 

Die Fachschulen für ökologischen Landbau in Landshut/Schönbrunn und Weilheim bleiben bestehen.

Als  Grund für die Reduzierung der Schulstandorte werden  die geringen Schülerzahlen genannt und eine Steigerung „der Effektivität“ durch die Schulschließungen.

Unsere Einschätzung

Die Landwirtschaftsschulen sind für unsere Landwirtinnen und Landwirte eine wichtige und bewährte Ausbildungseinrichtung, die weiterhin dezentral bestehen sollte.

Das Argument von Landwirtschaftsministerin Kaniber, sie wolle durch die der sieben Schulen in Bayern die Effektivität, Verlässlichkeit und Qualität der Landwirtschaftsschulen erhöhen, lässt viele Fragen offen: Sieht die Ministerin die Arbeit in Erding nicht als effektiv, verlässlich und kompetent an?

„Sinkende Schülerzahlen - sollten nicht zu Schulschließungen führen, sondern dazu, Schulstandorte und Lehrinhalte attraktiver zu gestalten“, so Grünen-Fraktionssprecherin Waltraud Gruber. Denn Schulen, die sich z. B. auf ökologische Landwirtschaft spezialisiert haben, führen Wartelisten. An der Fachschule für ökologischen Landbau in Landshut/ Schönbrunn wurde beispielsweise 2019 ein Semester zusätzlich angeboten. "Das wäre auch für die Ebersberger Schule eine sehr positive Option", so Waltraud Gruber.

Auch die Möglichkeiten der Digitalisierung hätten genutzt werden können um Schulstandorte zu erhalten und Lehrinhalte effizient und attraktiv zu vermitteln.

Fazit:

Wenn man sich wirklich Mühe gegeben hätte und Landwirtschaft und Gesellschaft tatsächlich zusammen denken würde, hätten sich für die Schulstandorte sicher interessante Kooperationen ergeben können. Das wird mit dieser Entscheidung verpasst. Unsere Landwirtschaftsschüler haben aber eine gute Zukunftsperspektive verdient. 

Die Chance auf eine Erneuerung und zeitgemäße neue Lerninhalte in Richtung ökologischer Landbau wurde vertan. Verkannt wurde auch, wie wichtig eine fundierte Ausbildung für die Landwirtschaft vor Ort ist und auch hier die berufliche Bildung wichtig und notwendig ist.

 

Von: Waltraud Gruber

 

 

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