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  • Transporte von Kälbern sind besonders qualvoll © ph.goldner

Landtags-Grüne: Amtstierärzte unterstützen!

Tiertransporte in Drittstaaten sind eingebrochen

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22. Feb. 2020 –

Veterinärämter in mehreren Landkreisen haben mit Rückendeckung der Landräte letztes Jahr versucht, keine Rinderexporte in Drittstaaten mehr zu ermöglichen, die Mindest-Standards beim Tierschutz missachten. Auch in Ebersberg setzten die Grünen sich dafür ein. Die Vorstöße scheiterten an juristischen Hürden.
In der Öffentlichkeit werden solche Transporte, auch dank reger Presse-Berichterstattung, jedoch zunehmend kritisch beachtet. So berichtete am 18. Februar die ZDF-Sendereihe 37° über Missstände bei Tiertransporten aus Bayern und Deutschland in Länder des Nahen Ostens und nach Nordafrika. Der tierwohlpolitische Sprecher der Landtags-Grünen, Paul Knoblach kommentierte„Diese grausamen Transporte in Länder, die den Tierschutz mit Füßen treten, müssen beendet werden. Wenn die heimischen Zuchtbetreibe und die gierige Fleischindustrie hier nicht eigenverantwortlich handeln, müssen die zuständigen Amtstierärzte aktiv werden. Die Söder-Regierung muss unsere Amtsveterinäre mit allen Mitteln unterstützen, wenn diese wegen begründeter Zweifel bezüglich des Zielortes von Tieren Transport-Vorzeugnisse verweigern. Leider ist das Gegenteil der Fall, wenn wie in Oberfranken Amtstierärzte schriftlich angewiesen werden, die für den Transport zwingend erforderlichen Vorzeugnisse in jedem Fall auszustellen. Hier wird vorsätzlich und absehbar das Wohl der Tiere aus Bayern verletzt. Dieses Vorgehen muss von ministerieller Seite beendet werden.“
Im Jahresbericht des Rinderzuchtverbands Oberpfalz w.V. heißt es dazu: "Die Rinderzuchtverbände kämpfen derzeit mit dem Verbot der Tiertransporte in Drittstaaten und dem Auftreten der Blauzungenkrankheit. Tiertransporte in Drittstaaten werden von der Gesellschaft nicht mehr geduldet. Auch wenn die rechtlichen Voraussetzungen für Transporte noch gegeben sind, sind sie eingebrochen." 
Vergangenen Sommer habe eine Delegation des Bundesministeriums [des Landwirtschftsministeriums? Anm. d. Red.] die Transportstellen und Verladestationen östlich von Moskau begutachtet und verheerende Zustände registriert. Wie der Verband selber schreibt: "Leider waren die Verladestellen in einem unzumutbaren Zustand oder gar nicht vorhanden. Vertrauensfördernd waren diese Umstände nicht. Mittelfristig werden Langstreckentransporte auch für Zuchtrinder nicht mehr möglich sein."   

B.G., Februar 2020

 

 

 

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