• Von li: Helga Kamis, Ronja Schweinsteiger, Waltraud Gruber, Evelyn Hitzke, Renate Jess, Angela Rupp, Ottilie Eberl; ©Foto: eigene Aufnahme

Hilfe für Frauen in Not

Vernetzung von Kreistagsfraktion und Frauennotruf Ebersberg

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Den Frauennotruf gibt es seit 31 Jahren- unzählige Mädchen und Frauen in Not fanden dort Hilfe. Doch die Herausforderungen nehmen zu. Bei ihrem Besuch bekamen die Grünen interessante Einblicke.

04. Oct. 2022 –

Das Frauenhaus gibt es noch immer nicht. „Das zieht sich“, so Fraktionssprecherin Waltraud Gruber, die schon vor 30 Jahren ein Frauenhaus für den Landkreis beantragte. Seit 2020 gibt es den Beschluss ein solches im Landkreis zu errichten – ein Grundstück wurde gefunden – jetzt beginnen die Planungen hoffentlich bald.

Doch es gab noch mehr Themen zu besprechen. Neben Waltraud Gruber  kamen Bezirksrätin Ottilie Eberl und Kreisrätin Ronja Schweinsteiger in die neuen Räumlichkeiten nach Ebersberg.

Beratungsbedarf

Der Beratungsbedarf im Landkreis Ebersberg war auch 2021 ungebrochen hoch. 297 Frauen, Angehörige und Fachkräfte suchten Rat beim Frauennotruf und der Beratungs- und Interventionsstelle. Auffallend zugenommen haben auch die jährlichen Beratungskontakte insgesamt. Diese stiegen von 841 im Jahr 2020 auf 1.363 im Jahr 2021.

Second-Stage

Sehr erfolgreich ist das Modellprojekt „Second-Stage“. Es wird auch als „wohnraumbezogenes Übergangsmanagement“ bezeichnet.  Ziel ist es, Frauen und ihre Kinder bei der Bewältigung der Trennung, der Wohnungssuche und dem Aufbau eines gewaltfreien, eigenständigen Lebens zu unterstützen.  Im Jahr 2021 konnten 12 Frauen und 17 Kinder in das Projekt aufgenommen werden. 8 Frauen und 10 Kinder konnten in eine neue Wohnung ziehen. 4 Frauen und 7 Kinder sind derzeit noch im Modellprojekt und werden weiterhin betreut.  Wie im Jahr 2020 wurden auch 2021 75% der Frauen mit ihren Kindern auf dem privaten Wohnungsmarkt in Wohnungen vermittelt. Das ist eine gewaltige Leistung vom Team des Frauennotrufs – ist doch es doch gerade im Landkreis Ebersberg  sehr schwer geeigneten und günstigen Wohnraum zu bekommen.

Leider läuft das überaus erfolgreiche Modellprojekt  Ende 2022 aus. Eine Verlängerung wurde seitens des Bayerischen Staatsministeriums zugesagt, aber zu reduzierten Konditionen.  Andernorts bekommen Projekte mehr Zuschüsse, weil sie in ein Frauenhaus eingebunden sind. Im Landkreis Ebersberg haben wir aber noch kein Frauenhaus –„ ein doppelter Nachteil für den Landkreis“, so Bezirksrätin Ottilie Eberl.

Interventionsstelle

Nach einem Einsatz wegen Gewalt und Stalking übermittelt die Polizei Betroffene an die Interventionsstelle. Es besteht ein Kooperationsvertrag mit der Polizei. So wurden 2021 42 Frauen geholfen.

beraten, unterstützen, informieren, begleiten

Nach längerer Diskussion war für die Kreisrätinnen klar, dass sie regelmäßige Treffen mit dem Frauennotruf fortsetzen wollen und sie seitens des Kreistages weiterhin unterstützen werden.

Der Frauennotruf ist für Frauen, die von Gewalt betroffen sind eine entscheidende Hilfe -  wie gut, dass es den Verein nun schon so lange gibt. Respekt vor dem immensen Engagement des Teams und der Ehrenamtlichen. Die Grünen wünschen viel Erfolg weiterhin für die wichtige Aufgabe und  vor allem genügend finanzielle Ressourcen. Was die Zuständigkeit des Landkreises Ebersberg betrifft – da sagen die Grünen ihr volle Unterstützung zu.

Weitere Infos auf der Homepage des Frauennotrufs: Verein – Frauennotruf Ebersberg (frauennotruf-ebersberg.de)

Von: Waltraud Gruber

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