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  • Trotz Dauerregen kamen 400 Besucher zur Demo auf dem Grafinger Marktplatz
  • Heinz Fröhlich von den Grafinger Grünen
  • Eigens aus dem Wendland angereist ist Bio-Bauer Carsten Niemann
  • Margarete Bause begeisterte mit ihrer kämpferischen Rede
  • Christian Magerl zitierte aus einem Gutachten über Isar 1 - zum Schrecken der Zuhörer / Fotos: Daniel Bader (4), Silvia Huber (1)

Grafing: Groß-Demo wird trotz Dauerregen ein großer Erfolg

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30. Sep. 2010 –

Es regnete an diesem Samstag Vormittag in Grafing ununterbrochen. Trotzdem kamen über 400 Teilnehmer zur Groß-Demo gegen die Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken. Die Demonstranten brauchten ihr Kommen auch nicht zu bereuen, denn die Grafinger Grünen hatten für prominente Redner gesorgt.

Heinz Fröhlich, Grüner Stadtrat und im OV-Vorstand, moderierte durch die Veranstaltung, und kam gleich zum Thema. Er sprach von der kürzlich im Grafinger Stadtrat nicht behandelten Resolution der Grünen, die 2012 endende Laufzeit des über 30 Jahre alten AKW Isar 1 nicht zu verlängern. Die CSU fürchtet offenbar eine Diskussion zur aktuellen Atompolitik, ja sie traut sich nicht einmal, einen entsprechenden Antrag auf Nichtbehandlung selbst zu stellen. Dafür muss dann ein ehemaliges Parteimitglied im Stadtrat zur Antragstellung herhalten. Das ist doppelte Feigheit.

Dann begrüßte Heinz Fröhlich einen bis dahin in Grafing gänzlich unbekannten Gast. Carsten Niemann aus dem Wendland betrat die Bühne. Der Bio-Bauer kämpft seit über 30 Jahren gegen den Bau des Atommülllagers in Gorleben. Carsten Niemann schilderte eindrucksvoll, mit welchen Tricks und Machenschaften von Staat und Atomlobby vorgegangen wird, um den Standort Gorleben für ein Endlager aufrecht zu erhalten. Und er beschrieb den seit Jahrzehnten bestehenden Ausnahmezustand, der über einen ganzen Landstrich herrscht - überall Zäune, Sperren, Sicherheitszonen. Er selbst lebt mittendrin und baut Bio-Kartoffeln an. Mit viel Beifall wurden Carsten Niemanns Schilderungen aufgenommen.

Den politischen Höhepunkt der Kundgebung bildeten die kämpferischen Reden von Margarete Bause und Christian Magerl. Margarete Bause, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, griff die kürzlichen Entscheidungen der Bundesregierung scharf an. "Es geht Union und FDP weder um eine zukunftsfähige Energieversorgung noch um billigere Strompreise, sondern allein darum, den Energieriesen weiterhin die Profite zu sichern. Damit legen sich Merkel, Seehofer und Westerwelle gerade selbst die Lunte für einen heißen Herbst." Der ist bereits im vollem Gang, denn "die Menschen merken immer mehr, dass sie die großen Verlierer in diesem Geschacher um längere Laufzeiten sein werden." Margarete Bauses wurde immer wieder durch Beifall unterbrochen, so sehr sprach sie die Teilnehmer mit ihren Vortrag an.

Christian Magerl kennt Grafing schon ganz gut, und er freute sich besonders, dass diesmal noch viel mehr Leute gekommen sind als bei seinen  früheren Besuchen. Der Landtagsabgeordnete und Naturschützer Christian Magerl hat sich besonders mit dem Altreaktor Isar 1 und einem offiziellen Gutachten über die Sicherheit des Atommeilers auseinander gesetzt. Daraus geht klar hervor, dass Isar 1 in bedenklichem Sicherheitszustand ist, und trotzdem 12 Jahre weiter laufen soll.

Auch die SPD war bei der Demo mit Stand und vielen Mitgliedern vertreten. Ihr prominentestes, Bundestagsabgeordneter Ewald Schurer, sprach in seiner Rede die ursprüngliche Laufzeitregelung für AKW an. Vor 10 Jahren hatten die damalige rot-grüne Bundesregierung in mühevollen Verhandlungen mit der Atomindustrie einen Kompromiss zu Stande gebracht, der moderate Laufzeiten in Verbindung mit dem Ausbau der regenerativen Energien vorsah. Dieses solide Gesetzt wird jetzt zunichte gemacht.

Die Grafinger Demo hat gezeigt, dass auch bei Sauwetter gut zu demonstrieren ist. Wasserfest verpackt, mit Regenschirm und Gummistiefel ausgerüstet, lässt es sich gut protestieren. Nachher ging es ins Wirtshaus - zum besseren Kennenlernen und weiter diskutieren.

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