Gemeinderatssitzung

Unser Antrag zu einer klimaverträglichen Abfallentsorgung

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04. Mär. 2021 –

Wir produzieren immer noch zu viel Verpackungsmüll. Zurückführen kann man dies u.a. auf die zunehmend kleineren Haushalte, die kleinere Verpackungseinheiten nutzen, sowie auf den steigenden Zubereitungsgrad bei Lebensmitteln. Hinzu kommt der Trend zu „To-Go“-Essen und Getränke in Einwegverpackungen sowie das zunehmende Onlinehandelsgeschäft. Ein Umdenken bei der Industrie, aber auch bei uns Konsumenten ist daher wichtig.

Für eine hohe Recyclingquote ist das getrennte Sammeln von Reststoffen die Grundlage. Alles, was mit dem Restmüll weggeworfen wird, ist für das Recycling verloren, da dieser in die Müllverbrennungsanlagen gelangt. Damit verbunden ist ein Verlust von Ressourcen in Form von Material und Energie. Hinzu kommt, dass die Beseitigung von Restmüll große Auswirkungen auf die Umwelt hat. Zum Beispiel bleibt bei der Verbrennung hochtoxische Asche übrig.

Für eine klimaverträglichere Abfallwirtschaft muss das Restmüllaufkommen weiter gesenkt werden. Um diesen Gedanken in die Tat umzusetzen, haben wir zusammen mit der SPD den Antrag gestellt die Machbarkeit einer Umstellung der Festpreis-Abfallentsorgungsgebühren auf ein finanzielles Anreizsystem zu prüfen. Dabei verwiesen wir beispielhaft auf das Müllmarkensystem von Vaterstetten.

Die Beschlussvorlage der Verwaltung für die Gemeinderatssitzung beinhaltete vorwiegend Bedenken und Probleme hinsichtlich des Wertmarkensystems von Vaterstetten. Leider stand für die Verwaltung bei der Antragsbeurteilung die Sorge um die Umlegbarkeit der Müllgebühren im Vordergrund. Ich hätte hier mehr Mut und Willen gewünscht das Thema als Möglichkeit zum aktiven Klimaschutz zu nutzen.

Die Idee der Verwaltung war es die Einführung einer 40 l-Tonne zu prüfen. Dieser Vorschlag wäre allerdings auch nicht problemlos und schnell umsetzbar, denn dafür müssten erst die entsprechenden rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden.

Da es vermutlich für eine andere Lösung keine Mehrheit im Gemeinderat gegeben hätte, stimmten wir der Kompromisslösung zu. Mit einem kleineren Tonnenvolumen wird ein konsequentes Reduzieren der Restmüllmenge unterstützt. Wir regten zusätzlich an, dass sich dafür aber auch der Preis gegenüber der 80 l-Tonne halbieren müsste. Ebenso möchten wir die Möglichkeit zur generellen Nutzung von Gemeinschaftstonnen prüfen lassen.

Daniel Becker, Fraktionssprecher
E-Mail: info@remove-this.gruene-poing.de
www.gruene-poing.de

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