• Eiche beim Kreisel Seeschneid in Grafing ©Foto: Eigene Aufnahme

Eiche soll erhalten bleiben

Antrag der Kreistags-Grünen im Umweltausschuss

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Die Kreistag-Grünen wollen mit einem Antrag an den Umweltausschuss erreichen, dass die 300 Jahre alte Eiche trotz fortgeschrittener Planungen doch noch gerettet wird. Dazu haben sie auch eine alternative Straßenführung entworfen.

05. Jun. 2020 –

Antrag an den ULV:Rettung der 300 Jahre alten Eiche an der EBE 8 Kreisel Seeschneid

  • Im nächsten ULV-Ausschuss soll darüber beraten werden, wie die ca. 300 Jahre alte Eiche, die im Zuge des Ausbaus der EBE 8 Seeschneid-Nettelkofen  gefällt werden soll,  trotz fortgeschrittener Planungen doch noch zu retten ist.
  • Insbesondere ist zu prüfen, ob dort die Straße auf der bestehenden Strecke und der Radweg nord-westlich der Eiche mit einer leichten Verschwenkung geführt werden kann.
  • Dazu soll an das Straßenbauamt Rosenheim herangetreten werden, um eine Umplanung in diesem Bereich (nahe dem Kreisel Seeschneid) zu erwirken.
  • Ein Sachverständiger* für naturverträgliche Verkehrsplanungen wird zur Sitzung geladen, um Beispiele andernorts aufzuzeigen, wo vorbildliche Lösungen gefunden wurden. Lösungsvorschläge des Sachverständigen sollen auch für die EBE 8 erfolgen.
  • Dazu wird eine Vertretung des Straßenbauamtes Rosenheim sowie die untere Naturschutzbehörde angehört.

Begründung:

Die Verbindung zwischen Ebersberg und Grafing Bahnhof mit einem Radweg hat für uns nach wie vor eine hohe Priorität. Doch gilt es beim Bau für Radweg und Straße die Natur-Gegebenheiten zu berücksichtigen.

Eine 300 Jahre alte Eiche ist ein Naturjuwel, das es unbedingt zu erhalten gilt. Sie hat einen enormen ökologischen Wert, ist  für den Klimaschutz bedeutend und ein wichtiges geschichtliches Erbe, das wir bewahren sollten.

„Geht nicht gilt nicht“. Denn andernorts wurden auch erfolgreich herausragende Naturexponate berücksichtigt.

Es handelt sich bei der Eiche um eine ausladende Eiche mit riesiger Krone und 4,20 Meter Stammumfang. Der Wald in der Umgebung dagegen ist sehr jung.  Es ist davon auszugehen, dass die iche lange frei stand. Für Mensch und die Natur kann ein Baum dieses Alters nicht durch Ausgleichsmaßnahmen  ersetzt werden.

Unsere Fraktion hat leider erst Ende Mai von Bürger*innen davon erfahren.

In den Kreistags-Gremien wurde das Thema weder während der Planungen noch  danach thematisiert.  Dieses Problem hätte schon damals behandelt und gelöst werden sollen. Dass nun die Planungen weit fortgeschritten sind, bedauern wir sehr.  Doch noch bleibt Zeit den Fehler zu korrigieren.

Mit freundlichen Grüßen

Waltraud Gruber
Fraktionssprecherin

Ilke Ackstaller, Niklas Fent, Antonia Schüller, Thomas von Sarnowski
Mitglieder ULV-Ausschuss

* Beispielsweise plante der Landschaftsarchitekt Haas aus Grafing für die Gemeinde Aßling einen naturnahen Gehweg bei Lorenzenberg und konnte alte Kastanien vor der Fällung rettenhttps://landschaftsarchitekt-haas.de/

 

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