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Bündnis 90/Die Grünen

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  • Christine Gerneth

Christine Gerneth

Ein Nachruf von Waltraud Gruber

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18. Mai. 2016 –

Christine war immer eine Frohnatur.

Ein Glas, halb mit Wasser gefüllt, führt bei manchen Menschen dazu sich zu beschweren: warum denn das Glas nicht voll sei, es wäre zu wenig, andere bekämen mehr usw. Ein halb leeres Glas Wasser eben.

Nicht so bei Christine. Sie sah sofort: "Da ist ja Wasser drinnen - da würde sich doch was damit anfangen lassen"¦"

Sie konnte damit Samen zum Keimen bringen, kleine Pflänzchen gießen, den Durst nach einer Anstrengung stillen oder einfach einen Kaffee daraus kochen und das Leben genießen.

Sie hat vieles zum Keimen gebracht und viele Pflänzchen groß gezogen - auch im Kreistag Ebersberg.

Christine ist politisch aktiv geworden, weil sie ihren Beitrag leisten wollte, um die Welt ein bisschen gerechter und zukunftsfähiger zu gestalten. Das war der Motor ihres ehrenamtlichen Engagements.

Christine war schon seit Gründungszeiten bei den Grünen. 1978 trat sie der GAZ (Grüne Aktion Zukunft) bei, die dann in der Bundespartei "Die Grünen" aufging. Sie war seit 1996 Mitglied im Kreistag Ebersberg.

Die Sozial- und Umweltpolitik waren dort ihre Schwerpunkte und vor allem als Sozialexpertin hat sie sich durch ihre Kompetenz auch über Parteigrenzen hinweg hohes Ansehen erarbeitet. Sie hat sich eingebracht in der Familienhilfe, im seniorenpolitischen Gesamtkonzept, in der Jugendhilfe uvm.

Sie war nicht hier die Politikerin und auf der anderen Seite eine, die Familie, einen Job und daneben Hobbys hatte. Nein, alles passte zusammen, bereicherte sich gegenseitig und wurde zu einem großen Ganzen: Ihre Familie, der Verein KiJuFa, das Kinderhaus, der kommunalpolitische Arbeitskreis KOMMA, ihre journalistische Tätigkeit, die Sozial- und Umweltpolitik. Nichts war theoretisch, immer war das eine das Hintergrundwissen und die Verbindung für das andere und umgekehrt.

Neben ihrer Kompetenz war Christine aber auch unsere kluge Ratgeberin, sie konnte uns mit ihrer ruhigen unaufdringlichen Art in die Mitte bringen, war so unser Ruhepol und eine unbeirrbare Pragmatikerin. Was sie sagte, war stets wohldurchdacht und so war sie eine, der zugehört wurde - Christine eben.

Was bleibt ist ihr Vorbild, ihr Wirken und ihre Werke - und so wollen wir versuchen, all die Pflänzchen, die sie so sorgsam gehütet hatte, in ihrem Sinne weiterzupflegen - auch wenn wir das nicht so gut können wie Christine.

Danke Christine!

 

Den Nachruf verfasste Waltraud Gruber, Fraktionssprecherin der Grünen im Kreistag Ebersberg

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