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Bewerbung um das Wasserstoffzentrum

Poinger Grüne Fraktion mehrheitlich dafür

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11. Jan. 2021 –

Der Gemeinderat hat in seiner öffentlichen Sitzung am 10.12.2020 beschlossen, sich für die Ansiedlung eines bundesweiten WTAZ (Technologie-Anwenderzentrum Wasserstoff) in Grub zu bewerben. Wir haben uns dafür eingesetzt, dass die Öffentlichkeit bereits im Vorfeld über die Hintergründe und Sicherheitsaspekte informiert wurde.

Hier die Hauptargumente:

Contra:
- Jede Ansiedlung von Gewerbe bedeutet Flächenfraß und Bodenversiegelung
- Poing ist bereits heute stark überbaut und versiegelt
- es entsteht zusätzlicher Verkehr durch geschätzt 350 Mitarbeiter und Lieferverkehr
- langfristig sind weitere gewerbliche Ansiedlungen im Umfeld nicht auszuschließen
- es ist durch ein WTAZ weiterer Druck auf den Poinger Wohnungsmarkt möglich

Pro:
- Ein WTAZ wäre ein bundesweites Leuchtturmprojekt für Poing. Es würden sehr attraktive Arbeitsplätze in Forschung und Entwicklung geschaffen. Poing würde stark an Ansehen und Attraktivität gewinnen.
- Die Fläche wird sich langfristig nicht unbebaut halten lassen. Dazu ist sie durch die Lage am Bahnhof Grub und in der Nähe der Autobahn viel zu attraktiv. Also besser jetzt eine Nutzung mit Ausrichtung „Nachhaltigkeit“ als später eine anderweitige gewerbliche Nutzung. Bisher haben sich nur Logistikbetriebe für die Fläche interessiert, was mehr Verkehr und mehr Bodenversiegelung bedeuten würde.
- Der durch ca. 350 Mitarbeiter und einen moderaten Lieferverkehr zu erwartende Verkehrszuwachs ist sehr überschaubar. Durch die Ansiedlung in Grub würde sich der Zusatzverkehr weitgehend außerhalb des Hauptsiedlungsgebietes abspielen.
- ökologisch gesehen ist die Fläche derzeitig durch die konventionelle landwirtschaftliche Nutzung nicht sehr wertvoll. Wenn ein Teil davon bebaut wird, wird immerhin ein anderer Teil als Ausgleichsfläche ökologisch aufgewertet.
- Auf einer Teilfläche von 3,5 ha soll eine Photovoltaikanlage entstehen. Diese Fläche will die Landesanstalt für Landwirtschaft Grub als Versuchsfläche für Agrophotovoltaik nutzen, d.h. unter und neben den Sonnenpaneelen sollen geeignete Pflanzen angebaut werden, um Synergieeffekte aus Landwirtschaft und Stromerzeugung zu erzielen.
- Nach Aussage der Sachverständigen (TÜV Süd, Techn. Universität etc.) bringt ein WTAZ keine großen Sicherheitsrisiken für die Bevölkerung und Mitarbeiter mit sich. Eine Wasserstoffproduktion ist nicht vorgesehen.

Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht und lange intern darüber diskutiert. Jede von uns hat schließlich nach seiner persönlichen Überzeugung abgestimmt, was letztendlich zur Zustimmung bis auf eine Gegenstimme geführt hat.  Nun sind wir gespannt, ob Poing im weiteren Auswahlverfahren zum einzigen Bewerber aus Bayern gekürt wird.

Für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

Werner Dankesreiter
E-Mail: info@remove-this.gruene-poing.de
www.gruene-poing.de

Ergänzung:

Inzwischen ist die Entscheidung gefallen. Es gaben wohl vor allem die niedrigeren Grundstückspreise den Ausschlag für einen Standort bei Pfeffenhausem im Landkreis Landshut.

G.Höpfner

 

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