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  • Führung durch den Storchengarten in Markt Schwaben; ©Foto: https://www.nutzpflanzenvielfalt.de/der-storchengarten-markt-schwaben-biologische-vielfalt

Artenreichtum der Erde schwindet

Weckruf aus dem Storchengarten

Doris Seibt, Dipl.-Agrar-Ing. und Mitglied im VEN (Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt), fordert, dass der Erhalt der Artenvielfalt auf die politische Agenda kommt.

25. Mär. 2018 –

Doris Seibt, Dipl.-Agrar-Ing. und Mitglied im VEN (Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt), fordert, dass der Erhalt der Artenvielfalt auf die politische Agenda kommt. Die Markt Schwabenerin, die für das Projekt "Nutzvielfalt erhalten im Storchengarten" von der UN ausgezeichnet wurde, sieht pessimistisch in die Zukunft. Denn  immer noch werden die Projekte ehrenamtlich von Privatpersonen initiiert und mit ihren Privatgeldern am Leben gehalten. BUND, BN, NABU. VERN, uvam. sind privat finanzierte Vereine, die sich um die Vielfalt kümmern. Dringender Handlungsbedarf ist geboten, wie den vom Weltbiodiversitätsrat IPBES in Kolumbien veröffentlichten Berichten zum Verlust von Biodiversität und ihrer Bedeutung für die Menschen zu entnehmen ist.

Dazu erklärt Steffi Lemke, Sprecherin der Grünen für Naturschutzpolitik:

„Dies muss ein Weckruf an die Weltgemeinschaft sein. Auch von höchster Stelle, vom Weltbiodiversitätsrat, ist bestätigt, dass die Artenvielfalt unserer Erde schwindet und welche gravierenden Gefahren damit einhergehen. Der Bericht macht klar: Schreitet das Artensterben weiter voran, kann unsere Natur nicht mehr für saubere Luft, gesundes Wasser und Klimaregulierung sorgen. Der Verlust der Biodiversität ist eine der globalen Krisen und hat mit seinem katastrophalen Ausmaß längst die Grenze der Belastbarkeit unserer Erde überschritten. Der Weltrat zur Biodiversität, analog zum Weltklimarat, gibt der Politik enorm wichtige Impulse und muss nun eine ähnliche Durchschlagkraft entfalten. Die Weltgemeinschaft und die Bundesregierung müssen die Ergebnisse des Rates ernst nehmen und in konkretes Handeln umsetzen. Nun darf es keine Ausreden mehr geben.

Zentrale Aufgabe der neuen Bundesregierung muss sein, das Artensterben in Deutschland - allen voran das Vogel- und Insektensterben - zu stoppen. Sie muss handeln, bevor der Frühling verstummt und Felder und Wälder leer sind. Einzelmaßnahmen zum Monitoring werden nicht ausreichen, um das Artensterben bis 2020, wie sich Deutschland vielfach international verpflichtet hat, zu stoppen. Wir brauchen eine Trendwende im Artenschutz, die den größten Verursachern des Artensterbens Einhalt gebietet. Für den Erhalt unserer Artenvielfalt braucht es zuallererst eine Agrarwende und einen Ausstieg aus Ackergiften wie Glyphosat und Neonikotinoiden.“

Hintergrund:

Der Weltbiodiversitätsrat (IPBES - Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) ist ein zwischenstaatliches Gremium zur wissenschaftlichen Politikberatung zu den Themen biologische Vielfalt und Ökosystemleistungen. Der Rat wurde 2012 als Schnittstelle zwischen Forschung und Politik von der UN formell gegründet. Das Sekretariat befindet sich in Bonn. Vom 17. bis 24. März 2018 treffen sich die Vertreter der 128 Mitgliedsstaaten sowie der Wissenschaften, Verbände und andere Beobachter zur 6. Vollversammlung des Weltbiodiversitätsrates IPBES in Medellín, Kolumbien. Heute (Fr) wurden erste Berichte veröffentlicht. Mehr Infos: https://www.ipbes.net/ und http://www.biodiversity.de/


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