• Sa
  • 15
  • Jan 22
  • 11:00

Mit Solidarität und Wissenschaft durch die Pandemie

Kundgebung in Gedenken an die Toten und die Menschen, die Corona noch nicht überstanden haben

Gemeinsam rufen BUNT STATT BRAUN - Bündnis gegen Rechtsradikalismus und Respekt@Poing zu einer Kundgebung auf. Die Grünen im Landkreis unterstützen sie.

BITTE BEACHTEN SIE DIE AUFLAGEN DER KUNDGEBUNG FÜR UNSER ALLER SICHERHEIT UND GESUNDHEIT AM ENDE DIESER ANKÜNDIGUNG!

Gemeinsam rufen BUNT STATT BRAUN - Bündnis gegen Rechtsradikalismus und Respekt@Poing zu einer Kundgebung unter dem Motto "Mit Solidarität und Wissenschaft durch die Pandemie - in Gedenken an die Toten "Mit Solidarität und Wissenschaft durch die Pandemie -." auf.

Basis ist die gemeinsame Erklärung für Demokratie und Solidarität:

Seit einigen Wochen finden im Landkreis Ebersberg sogenannte „Spaziergänge“ gegen die Maßnahmen zur Einschränkung der Pandemie statt. Gleichzeitig arbeiten im Ebersberger Krankenhaus Mediziner und Pflegepersonal am Limit. Die Mehrheit der Menschen im Landkreis, in ganz Deutschland, verhält sich vernünftig, solidarisch und rücksichtsvoll. Restaurants und Einzelhändler setzen die 2-G-Regel um, Kultureinrichtungen haben zum Wohl aller Menschen ihren Betrieb stark eingeschränkt oder eingestellt, viele Unternehmer versuchen trotz Ausfällen mit 3-G, Quarantänen und Tests ihre Produktion auch in der Pandemie aufrecht zu erhalten. Existenzen sind gefährdet.
Sie alle wissen, dass die Bekämpfung der Pandemie eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Sie kann nur gemeinsam bewältigt werden. Alle sollten solidarisch die weltweite Impfkampagne gegen das Coronavirus SARS-Cov-2 unterstützen und das staatliche Impfangebot annehmen. Der Weg aus der Pandemie geht vor allem über eine flächendeckende Impfung. Wir rufen daher alle Bewohnerinnen und Bewohner des Landkreises Ebersberg auf: Werden wir durch Impfung Teil einer beispiellosen weltweiten Solidar-Aktion!
Wenn der Einzelne nur an das eigene Ich denkt, zerstört er das gesellschaftliche Zusammenleben. Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo sie die Freiheit des anderen begrenzt. Es gibt auch ein Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit, und das muss der Staat schützen. Es kann nicht akzeptiert werden, dass die Entbehrungen und die gesamtgesellschaftlichen Anstrengungen zur Eindämmung des Coronavirus durch das verantwortungslose Reden und Handeln einer Minderheit schlecht gemacht werden. Wir vertrauen auf die Empfehlungen der Wissenschaft, um größeren Schaden von allen abzuwenden.
Wir haben das große Glück, in einer freien, friedlichen und demokratischen Gesellschaft zu leben. Viele Jahrhunderte wurde für unsere Demokratie gekämpft. Demokratie und die Grundrechte schützen jede:n einzelne:n und geben jedem und jeder die Möglichkeit, sich einzubringen. Daraus entsteht auch die Verantwortung eines jeden, einer jeden für die Gemeinschaft. Dieser Zusammenhang ist der Mehrheit der Menschen, die in unserem Landkreis leben, bewusst. Das Versammlungsrecht ist ein Grundrecht, das eine wesentliche Voraussetzung für unsere demokratische Grundordnung ist. Wer allerdings Versammlungen ohne rechtliche Grundlage und ohne Verantwortliche Woche für Woche organisiert, tritt dieses Grundrecht mit Füßen. Die Parolen einer lautstarken Minderheit, dass der Staat wie eine Diktatur handelt, sind absurd und verhöhnen alle Opfer von Diktaturen, in der Vergangenheit und heute.
Allen sollte klar sein: Die überregionalen Initiatoren der Corona-Proteste nutzen die Pandemie als Vorwand, um Unruhe zu stiften, die Demokratie zu gefährden und die Gesellschaft zu spalten. Der Bruch geht durch Familien und Freundeskreise. Teils verdeckt, teils bewusst und offen suchen manche Corona-Kritiker den Schulterschluss mit der rechtsextremen Szene. Die Unterzeichnenden verurteilen die von den Versammlungen und Aufmärschen ausgehende verbale und auch körperliche Gewalt scharf. Wer im vermeintlichen Schutz der Anonymität Straftaten begeht und Polizeibeamte in Ausübung ihres Dienstes behindert, angreift und sogar verletzt, der stellt sich gegen unsere Wertegemeinschaft.
Eine Gemeinschaft mit den im Verborgenen bleibenden Organisatoren, die gezielt das Versammlungsrecht umgehen und ihre Identität verschleiern möchten, führt in die Irre. Eine Solidarisierung birgt die Gefahr, sich mit anti-demokratischen Personen, Gruppierungen oder Zielen gleich zu machen und zu Instrumenten gefährlicher Strömungen zu werden. Diesen „Spaziergängen“ sollte jede Bürgerin, jeder Bürger fernbleiben – dazu rufen wir alle Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises Ebersberg auf!

Unsere Kundgebung richtet sich an alle Demokrat:innen. Wir möchten gemeinsam solidarisch für unsere Demokratie einstehen und der Menschen, die an Corona starben oder noch immer an Corona leiden, gedenken. Auch der unglaubliche Leistung der Menschen im Gesundheitswesen möchten wir unseren Respekt und unsere Anerkennung aussprechen.

AUFLAGEN FÜR DIE KUNDGEBUNG:

- Der Mindestabstand zwischen den Teilnehmenden ist zwingend einzuhalten! Ausgenommen sind Personen aus einem gemeinsamen Haushalt!

- Es besteht keine Maskenpflicht, solange der Mindestabstand eingehalten wird. Allerdings empfehlen wir das freiwillige Tragen einer FFP2 Maske.

- Flyer oder ähnliches dürfen nicht von Person zu Person verteilt werden.

- Das kontaktlose Auslegen von Flyern "zum Mitnehmen" ist gestattet.

Einlassvorbehalt der Veranstalter*innen: Die Veranstalter*innen behalten sich gem. Art. 10 Abs. 1 BayVersG vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Veranstalter:BUNT STATT BRAUN - Bündnis gegen Rechtsradikalismus und Respekt@Poing

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