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Bündnis 90/Die Grünen

im Landkreis Ebersberg

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Nord-Süd-Umfahrungs-Varianten

Hier finden Sie Informationen zur von den Grünen erstellten und vom Bauamt Rosenheim in der Machbarkeiststudie als realistisch eingestuften Tunnellösung.

Hier finden Sie Informationen zu den Ostumfahrungsvarianten, welche das Bauamt Rosenheim in der Machbarkeitsstudie 2009 geprüft hat.

Hier finden Sie Informationen zu den Westumfahrungsvarianten, welche das Bauamt Rosenheim in der Machbarkeitsstudie 2009 geprüft hat.

Hier finden Sie Informationen zu den weiträumigen Umfahrungsansätzen (FTO-Verlängerung).

Hier finden Sie Auszüge aus der Presseberichterstattung zu den o.g. Umfahrungsvarianten und den Asphaltorgien von F. Brilmayer (CSU-Vorsitzender, Ebersberg).  

Ostumgehung: leere Versprechen

Eine Umfahrung würde noch mehr Verkehr anziehen

Leserbrief von Ortsvorsitzender Käte Moder in der Ebersberger Zeitung/Münchner Merkur zum Thema einer Östlichen Umfahrung Ebersbergs              

[...] Die damals verantwortlichen Politiker hatten den Anschein erweckt, dass mit der Südumgehung das Paradies am Marienplatz ausbrechen werde. Das Gegenteil ist Realität geworden. Mit einer Ostumgehung wird es nicht anders sein. Denn mit einer neuen Straße wird dem Verkehr wieder zusätzlicher Platz geboten mit dem Resultat, dass er sich vermehrt. Hunderte oder Tausende von Straßen haben nur eines bewirkt: Der Autoverkehr ist stets gewachsen. Deutschland hat weltweit eines der dichtesten Straßennetze, aber z.B. ein erbärmliches schlechtes Schienennetz, vom Öffentlichen Personennahverkehr ganz zu schweigen. Soll der Murks in der Verkehrspolitik so endlos weiter getrieben werden?
Die Initiatoren, die lauthals nach einer Umgehung rufen, haben sich an einer Durchgangsstraße eingemietet, bzw. günstig ein Haus gekauft und verlangen nun von der Allgemeinheit, diese Fehlentscheidung zu „heilen“ mit viel Geld, Flächenverbrauch und wertvoller Natur. Die Leidtragenden einer neuen Trasse sind ihnen egal. Dies betrifft sowohl Ebersberg als auch Forstinning. Die Politik und die ihnen unterstellten Straßenbauämter sind willfährige Helfer.
„Schau um dich, schau höher und ein Weg wird sich finden“ (Lord Baden-Powell, Begründer der internationalen Pfadfinderbewegung). Haben die Umgehungs-Forderer schon mitbekommen, dass nicht weit östlich von ihnen bei Albaching bereits eine Umgehung entstanden ist?!

September 2019


Nach dem Süden jetzt im Osten - Umgehungswahn ohne Ende!

Das Thema Straßenbau lässt uns nicht los, auch wenn wir uns lieber mit anderem befassen würden. So ging es auch auf unserem letzten Ortsverbands-Treffen wieder um die ungeliebten Umgehungen. "Wovor wir immer gewarnt haben, dass nämlich das Bauamt Rosenheim eine östliche Umfahrung der Kreisstadt für die Fortschreibung des Staatsstraßen-Ausbauplans anmeldet, ist jetzt eingetreten", sagte Philipp Goldner.

Die anderen Fraktionen haben den Kopf in den Sand gesteckt und Vogel-Strauß-Politik betrieben nach dem Motto, dass nicht sein kann was nicht sein darf. So ist genau das passiert, was alle Parteien gleichermaßen angeblich verhindern wollten: Das Bauamt reichte die Natur zerstörende Trasse im Osten, für die bei der entscheidenden Stadtratssitzung keine einzige Stimme abgegeben wurde, an die Staatsregierung zur Ermittlung des Kosten-Nutzen-Faktors weiter. Hätte man sich damals mehrheitlich für den von uns Grünen propagierten Tunnel ausgesprochen - und sei es nur aus taktischen Gründen - so stünde jetzt nicht der Osten zur Disposition.

Für entlarvend erachten wir die Aussage von Bürgermeister Walter Brilmayer, nach der "von Anfang an klar" gewesen sei, dass "wenn die Stadt nichts meldet, das Straßenbauamt mit einer eigenen Trasse in die Fortschreibung geht". Diese Aussage steht in krassem Widerspruch zu seinen früheren Einlassungen und zu seiner Beschwichtigung, das Bauamt werde schon nichts gegen den Willen einer Gemeinde tun.

Ein paar hundert Meter entfernt kann übrigens jedermann ein Parade-Anschauungsobjekt für Fehlplanung im Straßenbau besichtigen: Dort wird gerade unter Riesen-Lärm versucht, die Lärmschutzwand der Südumgehung mittels gigantischer Stützröhren vor dem Abrutschen ins Moor zu bewahren. Teilweise gelingt es aber nicht, die Röhren in den Boden zu treiben, und sie werden nun einfach abgeschnitten, berichtete Ex-Stadtrat Dieter Berberich. Auch seien schon jetzt Verwerfungen an der Trasse zu beobachten; der Schwerlastverkehr werde der Straße weiter zusetzen.

Bettina Goldner März 2010


Nach Präsentation der Umfahrungsstudie für Ebersberg: Grüner Standpunkt unverändert

Eine Tunnel-Lösung zur Kanalisierung für den Nord-Südverkehr der Kreisstadt ist sowohl sinnvoll wie machbar. In dieser Überzeugung wurden wir Ebersberger Grüne durch die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie bestätigt, die das Bauamt Rosenheim Ende Januar vorgelegt hat.

Insgesamt acht verschiedene Umfahrungsvarianten für Ebersberg stellte die Behörde in einer gemeinsamen öffentlichen Sitzung der Gemeinderäte aus Ebersberg, Kirchseeon, Anzing, Forstinning und Steinhöring vor. Die Vertreter des Bauamts untermauerten, was wir Grüne schon immer gesagt haben: dass alle Trassen durch den Forst aus naturschutzrechtlichen Gründen praktisch ausscheiden. Bleiben fünf mögliche Umgehungsvarianten im Osten sowie der Tunnel, der die Kreisstadt östlich vom Amtsgericht bis zum Klostersee unterqueren würde.

Für uns Grüne hat sich durch die Präsentation des Bauamts nichts geändert: Die Straßen im Osten, egal ob zwischen Mailing und Westerndorf oder westlich von Westerndorf, ob südlich oder nördlich von Gmaind, sind für uns sämtlich unannehmbar. Denn: Ausnahmslos würden sie das Aus für die Endmoränenlandschaft im Osten der Kreisstadt bedeuten. Das werden wir niemals mittragen. 

Für uns bleibt der Tunnel als überzeugende Alternative: Er lässt die Natur praktisch unangetastet und hat einen minimalen Flächenverbrauch. Seine Verkehrswirksamkeit und Entlastungswirkung für Ebersberg sind so hoch wie bei keiner der anderen kleinräumigen Varianten. Die Gründe:

- Der Tunnel setzt so nah am Stadtgebiet an, dass er auch Ebersberger Verkehr (Binnen-, Quell- und Zielverkehr) aufnehmen wird

- Die Verbindungsstraße zwischen Grafing und Ebersberg wird nach Fertigstellung der Südumgehung weiterhin befahrbar bleiben. Der von dort kommende Verkehr wird nur bei Realisierung der Tunnelvariante nicht durch die Ebersberger Innenstadt abkürzen.

- Der Tunnel produziert die kürzesten Umwege und bedeutet somit den geringsten Benzinverbrauch und die geringsten Emissionen.

Auf den Verkehrslärm in der Ebersberger Innenstadt hat der Tunnel die höchste Entlastungswirkung. Den gleich bleibenden Lärmemissionen am Klostersee, und im nördlichen Stadtgebiet (Schwabener Straße und Hohenlindener Straße) lässt sich durch den Auftrag von sog. Flüsterasphalt und mit hochabsorbierenden Lärmschutzwänden aus Glas wirkungsvoll begegnen. Im Gegensatz zu den Umfahrungen im Osten verlärmt die Tunnelvariante keine/n einzige/n Ebersberger/in neu.

Als ein "Knackpunkt" des Tunnels stellte sich auf der Präsentation durch das Bauamt der womöglich nötige Abriss von fünf Häusern dar. Dieses Ergebnis der Studie rührt offenbar daher, dass ein vom Bauamt mit den Tunnel-Untersuchungen beauftragtes Spezialbüro nicht die bestmögliche Tunneltrasse herauszufinden und zu untersuchen hatte, sondern lediglich dessen Machbarkeit auf einer geraden Linie von SO nach NW. Deshalb auch die faire Aussage des Bauamts, dass der Tunnel noch "weit optimierbar" sei.

Schließlich noch zu den Finanzen: Das Bauamt veranschlagt für den Tunnel Kosten von 27,3 Mio €. In ihnen sind 5 Mio € für den Abriss von fünf Häusern und die entsprechenden Entschädigungen enthalten.

Um die Größen besser einordnen zu können, sollte man wissen: Für die Entlastung von Schwaberwegen/Moos schlägt das Bauamt selbst eine Trasse mit einem Tunnelteilstück vor, die 18 Mio € kosten würde - und dies obwohl eine halb so teure oberirdische Variante dort auch möglich wäre. So ließen die Planer auch keinen Zweifel daran, dass eine (vergleichsweise: nur) um ein Drittel teurere Tunnellösung für die Kreisstadt durchaus finanzierbar ist.

Ein Gedanke zum Schluss: Seit Jahrzehnten denken wir Grüne in Verkehrsfragen großräumig. Daran hat sich nichts geändert. Wir können uns auch durchaus vorstellen, den Verkehr großräumig im Westen des Forstes - vorwiegend auf bestehendem Straßennetz - und unter Kirchseeon hindurch zu kanalisieren. Realistisch ist diese Variante nur bedingt; wir befürchten, dass das Gedankenspiel "Großräumig West" nicht verhindern kann, dass im Ebersberger Osten Umfahrungs-Tatsachen geschaffen werden.

Und last, not least: Wir werden auch nicht müde werden, in Sachen Verkehr einen verstärkten Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs zu propagieren. Wir verweisen an dieser Stelle auf unser im Oktober 2008 erstelltes Integriertes Verkehrskonzept.

Philipp Goldner, Februar 2009

 

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