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Bündnis 90/Die Grünen

im Landkreis Ebersberg

Unsere Wahlkampf-Veranstaltungen

Da rockt der Wahlkampf!

Beim Blue-Delight-Konzert stellen sich unsere Kandidat*innen vor

 

Auf den Wahlkampf 2020 einstimmen - funktioniert das mit Rocksongs und Balladen, die über ein halbes Jahrhundert alt sind?
Aber ja! We all want to change the world!  John Lennons Behauptung drückt die Stimmung von uns Grünen aus. Oft fühlen wir uns aber auch am Eve of Destruction, am Vorabend der Zerstörung.  Losing my religion -  aus der Haut fahrend in diesen Zeiten ebenfalls nicht ungewöhnlich. Denn wir haben viel vor: etwa Janis Joplin´s Mercedes Benz durch ein Elektroauto zu ersetzen!

Mit unverwüstlichen Songs wie den erwähnten stimmte Uwe Peters Band Blue Delight die Gäste unseres Eberberger OVs auf Themen ein, die wir beim Kommunalwahlkampf 2020 in den Fokus setzen. Mühelos konnte Moderatorin Claudia Peter, im Ortsvorsitz der Ebersberger Grünen, von den Songs, den sich unsere Kandidat*innen für den Stadtrat gewünscht hatten, auf aktuelle Probleme der Stadtpolitik überleiten. Eingangs stellte sie noch eines klar: Einen Bürgermeisterkandidaten aufzustellen „wäre eindeutig auf Philipp Goldner zugelaufen, den Vater des Ebersberger Tunnels.“ Der habe das Recht, nach zwölf Jahren im Stadtrat die Schwerpunkte in seinem Leben anders zu setzen. „Einfach jemand  anderen zu holen, vielleicht von außen, nur um auch einen Kandidaten zu haben, wäre aus unserer Sicht der Bedeutung des Amtes nicht gerecht geworden und auch nicht unserer Verpflichtung Ihnen gegenüber als Wählerinnen und Wähler.“ Auch das Ausscheiden der langjährigen Stadträtin Rosemarie Will habe mit dazu beigetragen, dass auf  der Grünen Liste neben bekannten Gesichtern jetzt einige neue erscheinen und der Generationenwechsel eingeläutet sei.

 „Wie stellst du dir Ebersberg im Jahr 2026 vor?“ diese Frage mussten ihr nun alle acht Spitzenkandidat*innen beantworten. Jede*r setzte dazu individuelle Schwerpunkte. Einig waren sich alle: Wir wollen eine „menschengerechte Stadt“, wie Jürgen Friedrichs es formulierte, mit so wenig Verkehr und parkenden Autos wie irgend möglich. Dies setzt ein Umdenken beim Thema Mobilität voraus, das wiederum durch bessere Rad- und Fußwege erreicht werden muss. Für den verbleibenden Kfz-Verkehr bietet ein Tunnel die einzig akzeptable Lösung. Dann können „Marien- und Schlossplatz miteinander verbunden und echte Orte der Begegnung“ werden, so Stadträtin Petra Behounek.

 „Das zweite Gleis nach Grafing Bahnhof werden wir bekommen!“, ist Mark Block sich sicher. Ebersberg müsse „ehrgeiziger werden, netzwerken, die anderen mit ins Boot holen, Visionen entwickeln!“. Er selbst sei einfach „nicht mehr bereit, alles zu akzeptieren“. Deshalb kandidiert er für den Stadtrat.

Mehr Frauen in der Politik erhofft Stadträtin Susanne Schmidberger sich für 2026, denn „Frauen sind Teamplayer“. Im Übrigen erscheint es ihr „wie im Märchen“, wie stark die vier Grünen Stadträt*innen ihre Kollegen im Rathaus beeinflusst hätten. Dass das neue Baugebiet Friedenseiche 8 zentral mit Wärme versorgt werden wird, sei ein Meilenstein.

Zum Reizthema Wohnen entwickelte Helmut Fink nachhaltige Vorstellungen – Stichwort: Flexible Wände, begrünte Fassaden, Holzbauweise, weniger Parkplätze pro Wohnung. Ein Anteil am neuen Wohnraum sollte Ebersbergern zu erschwinglichen Preisen vorbehalten bleiben. Bezahlbaren Wohnraum für junge Menschen und junge Familien ist auch großes Anliegen von Christian Heindl.  Auch strebt er bessere Angebote für junge Väter an,  die eine Familienauszeit nehmen. 

Drumherum blüht und summt es im Ebersberg 2026 von Theresa Stock. Imagine! Auf Spritzmittel wird verzichtet,  Bioware und Regionales einzukaufen ist für die Bürger*innen selbstverständlich; in den Kindertagesstätten wird hauptsächlich vegetarisch gegessen. Ebersberg ist  „Vorzeigestadt gegen den Klimawandel“.

Mehr Bürgerbeteiligung will Lakhena Leng etablieren. Mittels IT sei es heute kein Problem mehr, die Bürger*innen in Entscheidungen einzubeziehen oder auch einen kommunalen Onlineshop für Produkte und Dienstleistungen einzuführen. Kleine und mittelständige Unternehmen würden besonders von guten digitalen Rahmenbedingungen und Sharingkonzepten profitieren.

Zum Ausklang gab es noch so manchen Ohrwurm von Blue Delight.
„Diese Hits aus den USA und Großbritannien haben uns so geprägt“,  sinnierte Claudia Peter,  „und wo stehen wir heute?“
Es scheint, wir müssen zunehmend unsere eigenen Wege finden.

Bettina Goldner, November 2019

Weitere Fotos von der Veranstaltung  hier.


Zukunftswerkstatt schmiedet Pläne

Auftakt des Kommunalwahlkampfs

Wie soll Ebersberg im Jahr 2026 aussehen? Was erwarten wir vom Stadtrat in der nächsten Amtszeit? Das wollte der Grüne OV von den Ebersberg*innen wissen. Moderator war von Thomas von Sarnowski, Geschäftsführer der Grünen/Oberbayern.

Als Auftakt für den Kommunalwahlkampf veranstaltete der Ortsverband Ebersberg eine "Zukunftswerkstatt". Bei dem öffentlichen Brainstorming war viel darüber zu erfahren, was den Ebersberger*innen besonders auf den Nägeln brennt und für welche Probleme sie vom Stadtrat in der nächsten Amtszeit Lösungen erwarten. Ansätze für diese Lösungen wurden in kleinen Gruppen entwickelt.

Insbesondere ging es um die Themenkreise
- Klima- und Artenschutz sowie Müll- und Güllevermeidung
- Flächenverbrauch, Wohnen, Gewerbeansiedlung
- Mobilität
- Digitalisierung, Verwaltung

Wer auch immer die Grünen im künftigen Stadtparlament vertreten wird - unsere Vertreter*innen werden auf viele gute Ideen zurückgreifen können! Wenn zum Beispiel der Marienplatz Parkplatz-frei würde - was sich alle Anwesenden wünschten -, ließen sich Parkalternativen durch Überbauen des monströsen Parkplatzes vor dem E-Einz schaffen (wofür es ästhetisch ansprechende Pläne gibt).  Auf einer anderen wenig genutzten versiegelten Fläche könnten Lastenräder parken, die die Stadt verleihen soll. Der Lärm am Klostersee ließe sich durch eine Glaswand deutlich verringern.
Gerne würden die Werkstatt-Teilnehmer*innen zum verpflichtenden Standard machen, dass neue Häuser nur noch in Null-Energie- oder Plus-Energie-Bauweise erstellt werden; aber das dürfte schwierig werden, wenn der Grund nicht von der Stadt stammt. Selbst die Ausrufung der Klimaschutzregion hilft da kaum weiter.  Aber im Zuge der Erweiterung der Radständer am S-Bahnhof auch absperrbare Fahrradboxen und Auflade-Möglichkeiten für E-Bikes zu schaffen - das dürfte kein allzu großes Problem sein. Realistisch ist auch die Forderung, Spielstraßen und Parkräume digital besser zu überwachen. Schließlich könnte man Erzieher*innen für die Kindertagesstätten gewinnen, indem ihnen erschwinglicher Wohnraum angeboten wird. 
Diese Ideen und viele mehr wurden entwickelt und warten nur darauf, dass unsere Fraktion 2020 sie zügig auf den Weg bringt.

Bettina Goldner, August 2019

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