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Bündnis 90/Die Grünen

im Landkreis Ebersberg

Verkehr in Grafing - und was dabei verkehrt läuft

Verkehr ist das Grafinger Dauerthema, und speziell die Marktplatzberuhigung schreiben sich alle auf die Fahnen. Ein Patentrezept hat aber noch niemand
gefunden.

Wir Grünen sagen ganz pragmatisch:"ˆEs gibt sehr vernünftige Pläne zur Umgestaltung des Marktplatzes. Lasst uns damit beginnen, diese Pläne umzusetzen, Schritt für Schritt, unabhängig davon, ob es vielleicht mal eine Ostumfahrung geben wird oder eine Verbindung von der Glonner Straße durch die Gartenstraßen zur Bahnhofsstraße.

Grafing muss endlich handeln, damit die Stadt ihre Verkehrsprobleme in den Griff bekommt.

Von Wolfgang Huber, Pressesprecher OV Grafing
14.02.2014

Wege für Radler und Fußgänger - da geht noch mehr

Radler und Fußgänger haben es in Grafing nicht leicht. Bei Radwegen im Stadtbereich herrscht Fehlanzeige. Und Fußgänger am Marktplatz kommen nur mit Mühe und Risiko auf die andere Seite.

Wir möchten, dass Radler und Fußgänger zu gleichberechtigten Verkehrsteilnehmern werden, mit ausreichend Platz im öffentlichen Raum, mit besserem Schutz, gerade auch für Kinder und ältere Menschen.

Die Grafinger Grünen kämpfen seit jeher für mehr Radwege und größere Fußgängerbereiche. Das versprechen wir auch für die Zukunft.

Von Wolfgang Huber, Pressesprecher OV Grafing
14.02.2014

Gleiche Rechte für Fussgänger, Radler und Autos

Wie die meisten Städte und Gemeinden ist auch Grafing mit einer Verkehrsproblematik konfrontiert, die sich nicht mit zusätzlichem Straßenbau lösen lässt. Denn neue Straßen ziehen neuen Verkehr an, verlagern vielleicht kurzzeitig die Verkehrsschwerpunkte, ergeben aber in der Summe mehr Verkehr in allen Stadtgebieten.

Die Grafinger Grünen streben deshalb einen weitreichenden Ausbau der Fahrrad- und Fußwege im ganzen Stadtgebiet an, vor allem zum Marktplatz und den darauf zuführenden Straßen und Wegen. Diese so genannten "Gangerl" befinden sich teilweise in einem schlechten Zustand. Die Grünen setzen sich für einen Rückbau der Parkplätze am Marktplatz ein, um dort die Verkehrslast zu reduzieren und gleichzeitig mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer zu schaffen. Und am Marktplatz selbst fehlen noch immer die schon x-mal geforderten sicheren Fußgängerüberquerungen - z. B. Zebrastreifen beim Kreitmaier.

Zwar gibt es seitens der Stadt immer wieder zaghafte Anläufe für eine Umgestaltung des Marktplatzes und damit vielleicht eine Chance für eine Verkehrsreduzierung im Zentrum, aber alle Vorhaben sind über vage Skizzen noch nicht hinaus gekommen. Die Grünen fordern schon seit Jahren, die Verkehrsberuhigung im Zentrum endlich anzupacken, etwa durch autofreie Zeiten am Marktplatz, Begrenzung des Schwerlastverkehrs, weniger Park-Such-Verkehr und kürzere Parkzeiten am Marktplatz. Begleitend dazu ist ein bedarfsgerechter Ausbau des öffentlichen Bussystems notwendig, z.B. Pendlerbusse von und nach Grafing Bahnhof und Stadtbusse.

Dauerthema Ostumfahrung

Eine Verkehrsreduzierung in der Innenstadt und im gesamten Stadtgebiet kann nur in vielen kleinen Schritten erfolgen. Die so genannten großen Lösungen, also eine Ostumfahrung, taugen da überhaupt nicht.

Die Grafinger Grünen haben bei den äußerst hitzig geführten Auseinandersetzungen vor dem Bürgerentscheid zur Ostumfahrung im Herbst 2008 klar und deutlich ihre Ablehnung dieses Straßenbauvorhabens bekundet. Trotz viel Engagement der Grünen zusammen mit Naturschützern, umweltbewussten Bürgern und betroffenen Anwohnern ist es nicht gelungen, die Mehrheit der Grafinger vom Unsinn diese gigantischen Straßenbauwerks zu überzeugen. Wann und schließlich ob die Ostumfahrung überhaupt gebaut wird, ist derzeit nicht bekannt.


Von Wolfgang Huber, Pressesprecher

Der Grafinger Marktplatz Neu - ein großer Erfolg bei den BürgerInnen

Der Grafinger Marktplatz heute - wenig Platz für Fußgänger, Radfahrer und alle, die nicht im Auto sitzen. Foto: Wolfgang Huber

Die Informationsveranstaltung der Grafinger Grünen am Montag, 11. Juli im Kastenwirt hat großen Zuspruch von den BürgerInnen erhalten.


Über 50 Grafinger BürgerInnen folgten dem Angebot der Grünen, sich über die kürzlich vorgestellten Pläne des Münchener Stadtplaners Klaus Immich zur Neugestaltung des Grafinger Zentrums zu informieren und zu diskutieren. Die Grünen hatten bewusst die Grafinger aufgefordert, dieses so wichtige Thema quasi schon im Entstehungsprozess mit Meinungen, Wünschen, Anregungen und auch Kritik zu begleiten - und es nicht alleine einer Verwaltung und einem Stadtratsgremium zu überlassen, was aus Grafings bestem Stück, dem Marktplatz, künftig wird. "Dass der Marktplatz den Bürgern sehr am Herzen liegt, das haben wir schon gewusst. Dass aber der Raum im Kastenwirt brechend voll wird, das hat uns dann doch erstaunt, und natürlich sehr gefreut," sagte Wolfgang Huber, Pressesprecher der Grafinger Grünen.


Wer nicht im Auto sitzt, wird an den Rand gedrängt

Zunächst stellte Wolfgang Huber die jetzige Situation am Markplatz dar: 18.000 Autos täglich, kaum Platz für Fußgänger und Radfahrer, kein gesicherter Überweg. Wer nicht im Auto sitzt, wird an den Rand gedrängt. Von Aufenthaltsqualität könne man da nicht sprechen, eher schon den Mut der Radfahrer bewundern und die Entschlossenheit der Fußgänger, wenn sie auf die andere Marktplatzseite wollen. Hubers Fazit: Der Marktplatz soll wieder Marktplatz werden - heute ist er ein Auto-Verkehrsplatz.


Vier Varianten vorgestellt"¨

Was aus Grafings Marktplatz aber werden könnte, das zeigen die Planungen von Klaus Immich. Stadträtin Angelika Obermayr ging detailliert auf die vier Varianten des Stadtplaners ein. Insbesondere der schon vom Stadtrat bevorzugte Immich-Vorschlag, den gesamten Marktplatz bis in die zuführenden Straßen hinein als niveaugleiche Fläche zu gestalten, hat auch bei den meisten Besuchern großen Anklang gefunden. Bei dieser Variante bleiben zwar die heutigen Straßenführungen weitest gehend erhalten, aber durch unterschiedliche Pflasterungen, Farbmarkierungen, Poller und Rinnen entsteht eine deutlich spürbare Verkehrsberuhigung. Tempo 10 oder 20 tun ein übriges. "Das darf aber nicht mit einer Spielstraße oder einem "Shared-Space"-System verwechselt werden, bei dem alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sind", so die Grünen-Stadträtin. "Die schon umgesetzten Beispiele aus anderen Städten mit ähnlichen Problemen wie die in Grafing zeigen, dass schließlich weniger Verkehr und mehr Aufenthaltsqualität entstanden sind."


Beispiele aus anderen Städten"¨

Weilheim, Rosenheim und Pfaffenhofen sind solche Beispiele. Grünen-Stadträtin Ottilie Eberl zeigte in ihrem Vortrag eben diese Beispiele auf. Eine viel befahrene Innenstadtstraße in Weilheim ist heute ein verkehrsberuhigter Ort mit gütlichem Nebeneinander aller Verkehrsteilnehmer. Der Josefsplatz in Rosenheim wird nach der Umgestaltung weiterhin mit 20.000 Fahrzeugen täglich frequentiert, aber niveaugleiche Pflasterung, ein Kreisel und vor allem Tempo 20 machten aus dem früher hektischen Platz einen attraktiven Innenstadtbereich. Und in Pfaffenhofen sind auf dem Hauptplatz Straßencafés und neue Fußgängerbereiche entstanden. "Das geht mit unserem Marktplatz auch," schloss Eberl ihren Vortrag.


Lebhafte Diskussion"¨

Die anschließende Diskussion, von Stadtrat Dr. Heinz Fröhlich geleitet, brachte eine Reihe interessanter Aspekte hervor. Könne man denn nicht die niveaugleiche Variante mit einem anderen Immich-Vorschlag kombinieren, nämlich nur die südliche Straßenführung zu erhalten und die nördliche Fahrspur komplett aufzulösen? Dafür gab es viel Zustimmung und weitere Diskussionen. Allerdings steht dann der östliche Teil des zentralen Gebäudes im Weg, weil die geringe Straßenbreite hier keinen Begegnungsverkehr zulässt. Diese Idee dürfte wohl am schwierigsten zu realisieren sein, denn bei der Neugestaltung des Marktplatzes sprechen auch andere Behörden kräftig mit: Das Landratsamt und das Straßenbauamt, die für Staats- und Kreisstraßen zuständig sind."Grafing kann eigentlich sofort beginnen".

"¨Auch die Bedeutung der Gartenstraße sorgte für Gesprächsstoff, etwa in wie weit sie in die Neugestaltung des Marktplatzes eingebunden werden kann. Auch hier könnte ja trotz ihrer künftigen Umfahrungsfunktion ein verkehrsberuhigter Bereich entstehen. In allen Plänen ist die Gartenstraße zwar bereits als ausgebaute Verbindung zwischen Glonner und Bahnhofstraße eingezeichnet, ist aber nicht Bedingung für die Neugestaltung des Marktplatzes. Stadtplaner Immich hatte seinerzeit auch betont, dass alle Entwürfe unabhängig von einer Ostumfahrung sind. "Mit der Marktplatzberuhigung kann Grafing eigentlich sofort beginnen."


Die gesamte Präsentation einschließlich der Pläne von Stadtplaner Immich und ergänzender Erläuterungen steht als PDF-Datei zum Download hier zur Verfügung.

 

Von Wolfgang Huber, Pressesprecher

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